Die meisten neu gebauten Einfamilienhäuser in Deutschland beheizt eine Wärmepumpe. Gasheizungen spielen kaum noch eine Rolle. Das zeigen aktuelle Analysen von KfW Research, der volkswirtschaftlichen Abteilung der KfW-Bankengruppe.

Das Expertenteam von KfW Research liefert u. a. Studien zu Mittelstand, Existenzgründungen oder Innovationen, die als Fundament für die Förderaktivitäten der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) dienen. Eine Analyse vom Februar 2026 veranschaulicht die Verbreitung von Wärmepumpen in neuen Einfamilienhäusern. Sie haben sich in Deutschland nahezu flächendeckend als führender Wärmeerzeuger durchgesetzt.
Landkarte zeigt Verbreitung Wärmepumpen
Die von KfW-Research veröffentlichte Grafik zeigt für alle Landkreise und kreisfreien Städte den Anteil der im Jahr 2024 erteilten Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser, in denen eine Wärmepumpe mit Wärmequelle Luft oder Wasser als primäres Heizsystem geplant wurde. Seit dem Jahr 2014 hat ihr Anteil deutlich zugenommen und liegt bundesweit zuletzt bei 77 %. Demgegenüber beträgt der Gasanteil im Neubau bundesweit nur noch 3 %.
In fast allen Landkreisen und kreisfreien Städten (386 von 400) liegt der Wärmepumpenanteil über 50 %; in knapp zwei Dritteln (247 von 400) sogar über 75 %. Unter den Bundesländern erzielen das Saarland mit 86 %, Baden-Württemberg mit 85 % und Sachsen-Anhalt mit 84 % die höchsten Werte.
Siegeszug der Wärmepumpe
Der Trend zeigt sich auch im Gesamtmarkt: Im Jahr 2019 war etwa jedes zehnte verkaufte Heizsystem eine Wärmepumpe, zuletzt fast jedes zweite. Analysen von KfW Research deuten darauf hin, dass ein niedriges Verhältnis zwischen Strom- und Gaspreis die Verbreitung von Wärmepumpen beschleunigt.