BTGA-Frühjahrsgutachten 2026: Vorsichtiger Optimismus

Im Rahmen der Messe Light + Building stellte der BTGA die Ergebnisse seines dritten Frühjahrsgutachtens für den Nichtwohnbau und den großvolumigen Wohnungsbau vor. Die Prognosen im „Marktausblick Nichtwohnbau Deutschland“ geben einen vorsichtigen Anlass zum Optimismus.

Marcel Dresse, B + L Marktdaten GmbH, und Roland Fischer, Vizepräsident des BTGA, stellten im Rahmen der Light + Building 2026 das BTGA-Frühjahrsgutachten vor (v. l.).
Marcel Dresse, B + L Marktdaten GmbH, und Roland Fischer, Vizepräsident des BTGA, stellten im Rahmen der Light + Building 2026 das BTGA-Frühjahrsgutachten vor (v. l.). – © ja / BTGA e.V.

Die aktuellen Prognosen im vom BTGA – Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung e. V. vorgestellten „Marktausblick Nichtwohnbau Deutschland“ zeigen: Die Branche der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) befindet sich in einer Übergangsphase zwischen Krise und Wachstum. Damit bestätigt das Frühjahrsgutachten das Herbstgutachten vom letzten Herbst, der eine langsame Trendwende zum Besseren voraussagte.

Trend hin zur Stabilisierung

Nach einem schwierigen Jahr 2025 mit rückläufiger Neubautätigkeit erwarten die TGA-Fachbetriebe für 2026 eine leichte Stabilisierung. Die Mehrheit der befragten Unternehmen rechnet mit moderat steigenden Auftragszahlen. Zugleich berichten viele Betriebe von einem Rückgang stornierter oder verschobener Projekte. Das ist ein deutliches Signal für eine allmähliche Marktberuhigung. In dieser Übergangsphase kann ein ausgewogen ausgestaltetes Gebäudemodernisierungsgesetz wichtige Impulse setzen. Damit ließe sich sowohl die Bauwirtschaft als auch die Technische Gebäudeausrüstung stabilisieren. Zugleich würde dies mittelständische Handwerksbetriebe und energieintensive Zulieferindustrien nachhaltig stärken.

Mit einem Umsatzvolumen von rund 90 Mrd. Euro und etwa 45.000 Beschäftigten spielt die TGA-Branche eine zentrale Rolle in der deutschen Bauwirtschaft. Für die Unternehmen der Technischen Gebäudeausrüstung zählen der Nichtwohnbau und der großvolumige Wohnungsbau zu den wichtigsten Tätigkeitsfeldern. In diesen Bereichen zeigte sich 2025 eine negative Entwicklung. Die realisierten Neubauflächen gingen weiter zurück und lagen deutlich unter dem Niveau der Vorjahre. Zwar entwickelten sich Bestandsmaßnahmen wie Sanierungen, Wartungen und Instandhaltungen leicht positiv, konnten die Einbußen im Neubau jedoch nicht vollständig kompensieren.

Serielles Sanieren

Daher gewinnt das serielle Sanieren gewinnt für die TGA-Fachbetriebe zunehmend an Relevanz. Treiber dieser Entwicklung sind steigende Förderbewilligungen, eine gut gefüllte Projektpipeline und Initiativen der Wohnungswirtschaft zur Etablierung einer Rahmenvereinbarung für serielle Sanierungsprojekte. Hier eröffnen sich mittelfristig stabile Marktpotenziale.Für das laufende Jahr 2026 deutet sich laut Studie immerhin eine langsame Trendumkehr an, allerdings noch auf niedrigem Niveau.

Zur wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der Branche lässt der BTGA regelmäßig Frühjahrs- und Herbstgutachten durch die B + L Marktdaten GmbH erstellen. Das Frühjahrsgutachten 2026 „Marktausblick Nichtwohnbau Deutschland“ steht online zum kostenfreien Herunterladen bereit.

www.btga.de