DEPV feiert 25 Jahre: „Pelletheizungen sind gelebte Freiheitsenergie“

Wie wichtig moderne Holzenergie für eine sichere Versorgung und eine bezahlbare Energiewende ist, wurde beim Festakt zum 25-jährigen Bestehen des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbands e. V. (DEPV) in Berlin deutlich. In seiner Festrede erläuterte Bundesminister a. D. Jürgen Trittin, warum Pelletheizungen in der aktuellen Krise „gelebte Freiheitsenergie“ seien.

Gruppenfoto Vorstand DEPV
Neuer DEPV-Vorstand für 2026 bis 2029: Wolfgang Wimmer (Biomassehof Achental), Martin Ecker (HDG Bavaria), Martin Bentele (DEPV), Martin Behr (PowerPellets), Helmut Schellinger (Schellinger KG), Andreas Groll (KWB Deutschland), Michael Almberger (Pfeifer Holding) und Wendelin Heinzelmann (Ritter Energie) (v. l.). – © DEPV/Viviane Wild
In Sesseln sitzend die politische Diskussionsrunde fordern Beate Schmidt-Menig, Jürgen Trittin und Dr. Martin Sabel mehr Ehrgeiz und mehr Tempo bei der Wärmewende (v. l.).
In der politischen Diskussionsrunde fordern Beate Schmidt-Menig, Jürgen Trittin und Dr. Martin Sabel mehr Ehrgeiz und mehr Tempo bei der Wärmewende (v. l.). – © DEPV/Viviane Wild

Unter den über 100 Gästen, die sich am 26. März 2026 zur besonderen Mitgliederversammlung in Berlin trafen, waren auch zahlreiche Wegbegleiter und Vertreter befreundeter Verbände anwesend. In den Gesprächen wurde deutlich, wie wichtig die Arbeit des DEPV heute ist. Neben professioneller Fach- und Lobbyarbeit gelang laut Verband mit der Pelletzertifizierung ENplus vor 15 Jahren der große Wurf für den heute international standardisierten Pelletmarkt.

„Pelletheizungen sind gelebte Freiheitsenergie“, war sich Festredner Jürgen Trittin, Grünenpolitiker und Umweltbundesminister a. D., sicher. Anstatt sich von festen Infrastrukturen Dritter abhängig zu machen, könnten Pelletheizer selbst entscheiden, von wem sie den heimischen Brennstoff beziehen. Auch preislich sei man den Unwägbarkeiten der Energiemärkte nicht direkt ausgeliefert. Trittin betonte, dass das der Nahostkrieg gerade leider wieder allzu deutlich mache.

Helmut Schellinger bleibt an der Verbandsspitze

Die DEPV-Mitglieder wählten turnusgemäß den Vorstand neu. Helmut Schellinger (Schellinger KG) wurde im Amt bestätigt, ebenso wie seine Stellvertreter Martin Ecker (HDG Bavaria GmbH) und Martin Behr (PowerPellets Vertriebs GmbH & Co. KG). Weiterhin als Beisitzer fungieren Wendelin Heinzelmann (Ritter Energie GmbH & Co. KG) und Wolfgang Wimmer (Biomassehof Achental GmbH & Co. KG). Die drei neu gewählten Beisitzer sind Heike Stang (A.B.S. Silo- und Förderanlagen GmbH), Michael Almberger (Pfeifer Holding GmbH) und Andreas Groll (KWB Deutschland Energiesysteme GmbH).

Diskussionsrunde zum GMG

Diskutiert haben die Energieexperten in einer Runde über die politischen Rahmenbedingungen für den Wärmemarkt sowie die zukünftige Rolle erneuerbarer Energien im Gebäudebereich. Dabei wurden die Eckpunkte des geplanten Gebäudemodernisierungsgesetzes (GMG) von der langjährigen ehemaligen DEPV-Vorsitzenden Beate Schmidt-Menig (Ökofen Heiztechnik) scharf kritisiert.

Dr. Martin Sabel vom Bundesverband Wärmepumpe (BWP) sprach sich ebenfalls für klare Vorgaben und eine Vorfahrt für Erneuerbare aus. Diese Ansicht teilten die geladenen Verbandsvertreter in ihren Grußworten: Ohne moderne Holzenergie und Pellets seien die Klimaziele im Wärmemarkt nicht zu erreichen. Genauso wichtig sei aber auch ein starker Verband wie der DEPV, um den Interessen seiner Mitglieder im Kleinen und Großen bei Politik, Presse und Verbrauchern Gehör zu verschaffen. Das betonten Doris Stiksl (proPellets Austria), Dr. Christine Falken-Großer (BEE), Andreas Peeters (ZIV) und Markus Staudt (BDH).

25 Jahre DEPV

2001 startete der DEPV in Mannheim mit einem ersten Büroraum für Geschäftsführer Martin Bentele und Hans-Jürgen Funke (ehem. Verband Energiehandel Südwest). Heute sind 25 Mitarbeitende für den DEPV und dem Deutschen Pelletinstitut (DEPI) in Berlin tätig.

Als großen Erfolg nennt der Verband die Gremienarbeit, die letztendlich zur Pelletzertifizierung ENplus geführt habe. Das war vor fast 16 Jahren ein Meilenstein für die gesamte Marktentwicklung. Seit den Anfangsjahren haben Heizungsbauer mit viel Fachwissen Pelletheizungen in mehr als über 760.000 deutsche Heizungskeller gebracht. Helmut Schellinger betonte in einer Rede ebenfalls die fachliche Expertise der Verbandsmitglieder und -mitarbeiter, die sich zum Beispiel in dem umfangreichen Standardwerk zur Lagerung von Holzpellets niederschlage.

Dass sich Qualität und hochwertige Technik auszahlen, bestätigen auch die aktuellen repräsentativen Umfrageergebnisse, die Janina Mütze (Civey) vorstellte: So sind 87 Prozent der Hausbesitzer zufrieden mit ihrer Pelletheizung. 88 Prozent bestätigen den positiven Eindruck, den sie vom Heizen mit Pellets haben.

www.depv.de