Installateure schlagen den Staat 3:1 bei Kundenberatung

71 % der Hauseigentümer vertrauen ihrem Heizungsinstallateur – staatlichen Stellen dagegen nur 21 %. Bei Informationen über Wärmepumpe bricht das Vertrauen in staatliche Institutionen sogar auf 8 % ein. Das zeigt die DCMN Heizungsmarkt-Studie Deutschland 2026 ebenso welchen Heizungsmarken die Deutschen vertrauen.

Beratungsgespräch Installateur mit 2 Kunden/innen an Inneneinheit Wärmepumpe
SHK-Installateure sind die wichtigste Vertrauenspersonen für Kunden, wenn es um die Beratung zum Heizungstausch geht. Das zeigt eine Heizungsmarkt-Studie unter 500 Hausbesitzern. – © BWP

Die Marketingagentur DCMN hat für ihre Heizungsmarkt-Studie 500 Hauseigentümer online befragt. Die Ergebnisse deuten laut Agentur darauf hin, dass die Transformation des Heizungsmarktes weniger an Technologie oder Förderprogrammen scheitert, sondern an einem zunehmenden Vertrauensverlust gegenüber staatlichen Institutionen.

Kunden vertrauen Handwerkern

„Die Entscheidung für ein neues Heizsystem wird nicht in der Politik getroffen, sondern im Heizungskeller“, sagt Matthias Riedl, Mitgründer und CEO von DCMN. „Unsere Studie zeigt klar: Installateure sind die wichtigsten Vertrauenspersonen für Hauseigentümer. Wer die Wärmewende ernst nimmt, muss den Installateur zum Partner machen – nicht zum Endpunkt der Kommunikationskette.“

In Zahlen aus der Studie ausgedrückt: 71% der Hauseigentümer vertrauen Installateuren bei Heizungsentscheidungen. Freunde und Bekannte folgen mit 64%. Hersteller erreichen 59%. Staatliche Stellen liegen mit 21% deutlich dahinter.

Heizungstausch erst wenn alte Kessel streikt

50 % der Hauseigentümer planen derzeit keinen Austausch ihres Heizsystems. Entscheidungen werden häufig erst durch konkrete Ereignisse ausgelöst – etwa technische Defekte (53 %) oder steigende Energiekosten (56%).

Vier von zehn Eigentümern wissen nicht, welches System für sie das richtige wäre. 64 % der Befragten Prozent setzen auf deutsche Heizungsmarken, die als besonders zuverlässig und langlebig wahrgenommen werden.

© DCM

Käufer und Besitzer bewerten Wärmepumpen völlig unterschiedlich

Die Studie zeigt laut DCMN eine deutliche Wahrnehmungslücke zwischen Besitzern von Wärmepumpen und potenziellen Käufern. Während 59 % der Interessenten hohe Anschaffungskosten als zentrales Problem sehen, berichten 43 % der tatsächlichen Besitzer, dass ihre Wärmepumpe zu niedrigeren Betriebskosten beiträgt. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Immobilienwert: 56 % der Besitzer sehen ihre Wärmepumpe als Wertsteigerung für ihre Immobilie, während nur 22% der potenziellen Käufer diese Einschätzung teilen.

Politische Meinung prägt Heizungsentscheidung

Die Untersuchung zeigt außerdem eine zunehmende politische Polarisierung beim Thema Heizungswechsel. Während 40 % der Befragten mit grüner politischer Orientierung Umweltaspekte als Hauptmotivation nennen, sind es unter konservativen Hauseigentümern lediglich 20 %. Auch staatliche Förderprogramme werden unterschiedlich bewertet: 53 % der links-grün orientierten Befragten vertrauen auf staatliche Zuschüsse, während unter konservativen Befragten nur 37 % von deren Zuverlässigkeit überzeugt sind.

Balkendiagramm Vertrauen Heizungskunden in Informationsquellen
© DCMN

Über die Studie

Für die DCMN Heizungsmarkt-Studie Deutschland 2026 wurden Einstellungen von 500 Hausbesitzern abgefragt zu Heizsystemen, Vertrauen in Informationsquellen sowie Entscheidungsfaktoren beim Austausch von Heizungen. Die Erhebung erfolgte als repräsentative Online-Befragung. Die Stichprobe wurde nach Alter und Geschlecht gewichtet und sei repräsentativ für deutsche Hauseigentümer.

www.dcmn.com