Die Viega Group hat ihren neuen Produktionsstandort in Kirkel im Saarland eingeweiht. Mit einer Investition von rund 150 Mio. Euro in der ersten Ausbaustufe und der Schaffung von 150 neuen Arbeitsplätzen setzt Viega ein klares Zeichen für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Für den am 29. Juni 2026 eingeweihten neuen Standort im saarländischen Kirkel hat Viega die ehemaligen Michelin-Hallen in Kirkel bei Homburg zu einer hochmodernen Produktionsstätte für metallene Pressverbinder umgebaut. Nun wurde das Werk im Beisein der saarländischen Ministerpräsidentin Anke Rehlinger, Vertretern aus Politik und Wirtschaft sowie Mitarbeitern feierlich eingeweiht.
„Es ist kaum zu glauben, dass die Schlüsselübergabe erst neun Monate her ist”, erinnerte sich Werkleiter Benjamin Schneider in seiner Begrüßung. Dabei blickte er mit Stolz auf sein Team und das bisher Geleistete zurück. „Der Aufbau der Infrastruktur, die Installation der Maschinen und die Einarbeitung der neuen Mitarbeitenden – alle Beteiligten haben Herausragendes geleistet.”
Rund 100 Mitarbeiter sind bereits am neuen Standort aktiv. Bis Mitte kommenden Jahres sollen es 150 werden.
Überzeugende Faktoren für den Standort
Das Unternehmen hatte bewusst eine bestehende Industriefläche gesucht, die kurzfristig nutzbar war. Genauso bewusst ist die Entscheidung für den sechsten Standort in Deutschland getroffen worden.

„Wir sind global aktiv. Wir haben Standorte auf drei Kontinenten. Trotzdem ist und bleibt Deutschland für uns als Produktionsstandort unverzichtbar“, erklärte Franz Viegener, Co-Vorsitzender des Viega Gesellschafterausschusses. Für eine Neuansiedlung im saarländischen Kirkel sprachen viele Faktoren. Mit entscheidend: „Insbesondere das exzellente Fachkräfte-Knowhow mit einer sehr hohen Dichte im Bereich der Metallverarbeitung hat uns überzeugt.“
Weitere Gründe waren die verkehrsgünstige Lage mit direkter Autobahnanbindung. Dazu kommt die zentrale Lage mitten in Europa. Für den Kauf der 18.000 m2 großen ehemaligen Logistikhallen und das insgesamt 100.000 m2 umfassende Grundstück sprachen letztendlich auch die langfristige Perspektive für den Ausbau des Standorts.
Ein Familienunternehmen in 5. Generation
„Wir sind Unternehmer, die gekommen sind, um hier erfolgreich zu sein, um hier zu wachsen und um hier Wurzeln zu schlagen“, betonte Anna Viegener. Begonnen in einem Hofschuppen in Attendorn mit der Produktion von Bierarmaturen blickt der heutige Weltmarktführer für metallene Pressverbindungssysteme auf eine 127-jährige Erfolgsgeschichte zurück. Über 5.500 Mitarbeiter arbeiten weltweit an elf Standorten für das Familienunternehmen.

„Und ein Familienunternehmen werden wir auch bleiben“, erklärte die Co-Vorsitzende des Viega Gesellschafterausschusses. „Innovationsstark für den technischen Fortschritt. Und investitionsfreudig gegenüber Menschen, Märkten und gegenüber unseren Unternehmenszielen. Auch in herausfordernden Zeiten wie diesen.”
Ein Standort mitten in Europa
Karsten Müller, CEO Viega Europe, betonte die zentrale Rolle Kirkels im Produktionsnetzwerk der Viega Group. Er hob die Marktposition des Unternehmens als Experte für gesundes Trinkwasser im Gebäude und als einer der globalen Technologieführer in der Installationstechnik hervor, die sich durch Qualität, Service, Lieferzuverlässigkeit und Innovationskraft auszeichne.
„Der Standort Kirkel ist eine strategische Erweiterung unserer Produktionskapazitäten, insbesondere für metallene Pressverbinder, unserem Kerngeschäft. Er wird maßgeblich zur globalen und europäischen Lieferkette sowie zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit für unsere Kunden beitragen“, führte Karsten Müller aus.

Perspektive Saarland
„Die Ansiedlung von Viega ist ein klares Bekenntnis zum Saarland als starkem Industriestandort“, würdigte die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger das Engagement von Viega „Dass ein weltweit erfolgreicher Hidden Champion nach sorgfältiger Standortanalyse hier 150 Mio. Euro investiert, ist ein großer Vertrauensbeweis in unsere Fachkräfte, unsere industrielle Stärke und unsere Fähigkeit, Transformation erfolgreich zu gestalten. Besonders freut mich, dass Viega sich bewusst für eine bereits bestehende Industriefläche entschieden hat. Das zeigt, wie erfolgreich wir den Strukturwandel vorantreiben und vorhandene Potenziale nutzen. Am Zunderbaum wird sichtbar, wie aus Wandel neue Perspektiven entstehen. Viega passt hervorragend zu unserer industriellen DNA, zu unserem Anspruch an Qualität und zu unserer Mentalität, anzupacken und Lösungen zu finden. Wir freuen uns sehr über diesen starken Neuzugang für die saarländische Wirtschaft.“