Die erste Phase der NRW-Aktionstage „Heizkeller der Zukunft“ wurde erfolgreich beendet. Zwischen dem 9. Mai und dem 24. Juni 2026 fanden acht Verbraucherinfo-Veranstaltungen in Köln, Emsdetten, Rheinberg, Herford, Arnsberg, Kreuzau, Essen und Legden statt.

Initiator der Aktionstage „Heizkeller der Zukunft“ ist das NRW-Wirtschaftsministerium, organisiert werden die Aktionstage vom Öko-Zentrum NRW. Der Fachverband Sanitär Heizung NRW zieht als Partner eine positive Zwischenbilanz: Regionale SHK-Fachbetriebe sind Ansprechpartner Nr. 1 für Wärmepumpen und moderne Heizkonzepte.
SHK-Handwerk vor Ort präsent
„Der SHK-Innungsstand war bei allen Veranstaltungen gut besucht. Ein Dank an den SHK-Innungen und die engagierten Fachbetrieben, die sich den Fragen der Besucher gestellt haben,“ sagt Natascha Daams, Geschäftsführerin Kommunikation beim Fachverband SHK NRW.
Beim Aktionstag in Legden im Kreis Borken beispielsweise war Ralf Sparwel, SHK-Unternehmer aus Südlohn und Obermeister der SHK-Innung Ahaus, dabei und informierte gemeinsam mit sieben Unternehmerkollegen. In der Region arbeitet die Kreishandwerkerschaft schon lange sehr eng mit der Kommune und den Initiativen Klimakreis Borken und AltBauNeu zusammen. Ralf Sparwel sagt: „In meiner Funktion als Obermeister informiere ich bei verschiedenen Vortragsveranstaltungen über energetische Sanierung. Es war klar, dass wir beim Aktionstag ebenfalls dabei sind.“

Zusammenarbeit ist auch in Essen ein wichtiges Stichwort: Hier präsentierte sich beispielsweise ein neues regionales Kooperationsformat, die „Wärmepartner Essen“. Hierbei bilden regional verwurzelte Akteure wie das SHK-Innungsfachhandwerk, die Stadtwerke, Banken und Fördermittelservices eine regionale Allianz, um Kunden qualitätsgesichert auf dem Weg zur eigenen Wärmepumpe zu begleiten.
Beratung trifft auf konkrete Nachfrage
Die Nachfrage nach Wärmepumpen ist stabil, viele Fachbetriebe sind gut ausgelastet. Gleichzeitig erfordert die Technologie eine deutlich intensivere Beratung als bisherige Heizsysteme. Im Gebäudebestand in NRW besteht weiterhin großes Einsparpotenzial: Laut Heizspiegel NRW zahlten 2024 rund 90 % der Haushalte zu viel fürs Heizen – im Schnitt etwa 400 Euro pro Jahr und Wohnraum. Zudem wird derzeit das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) mit vielen detaillierten Regelungen im Bundestag beraten.
Die Aktionstage boten in diesem Umfeld Orientierung. Im Mittelpunkt standen konkrete Fragen zur Umsetzung im eigenen Gebäude und zu Fördermöglichkeiten.
Engagement für die Wärmewende

„Als Unterzeichner der Absichtserklärung ‚Heizkeller der Zukunft‘ und Partner der ‚Initiative Wärmende NRW‘ unterstützen wir als Fachverband die Wärmewende auf der politischen Ebene aktiv und fördern den Zugang zu qualifizierter Beratung“, sagt Susan Meurer, kommissarische Hauptgeschäftsführerin des Fachverbandes SHK NRW, und beschrieb damit die Beweggründe hinter der Beteiligung des Verbandes. „Das ist die Kernaufgabe unseres Handwerks und unserer Fachbetriebe – heute und in Zukunft.“
Das Format der Aktionstage kombiniert Vorträge, etwa zum Thema „Wie kommt die Wärmepumpe in mein Haus?“, Beratung an Informationsständen sowie die Besichtigung der Ausstellungstrucks der Hersteller auf dem Außengelände. Neben dem regionalen SHK-Handwerk waren unter anderem das Elektrohandwerk, das Schornsteinfegerhandwerk, die Verbraucherzentrale NRW, der GIH NRW, der Verband Wohneigentum NRW, Stadtwerke, Finanzinstitute, Kommunen sowie Heizungshersteller wie u.a. Buderus, Bosch, Viessmann, Waterkotte, Vaillant, Mitsubishi, Daikin und Wolf in die Veranstaltungsreihe eingebunden.
Zweite Phase startet im Herbst
Für 2026 sind insgesamt sechzehn Aktionstage in Nordrhein-Westfalen geplant. Die zweite Phase der Aktionstage „Heizkeller der Zukunft“ findet im September und Oktober in Aachen, Bielefeld, Dortmund, Düsseldorf, Münster, dem Oberbergischen Kreis, Paderborn und Siegen statt. Die Termine veröffentlicht das Öko-Zentrum NRW in Kürze unter heizkellerderzukunft.nrw.