Die Bundesregierung hat am 7. Juli die Eckpunkte zur Änderung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) dem Haushaltsausschuss des Bundestages übergeben. Daraus geht hervor, dass es Kürzungen bei der Heizungsförderung gibt. Diese kurzfristige Bekanntgabe kommt für das Heizungshandwerk überraschend. Michael Hilpert, Präsident des ZVSHK, zu den geplanten Kürzungen:

„Die kurzfristige Neuordnung der BEG-Förderung kommt überraschend zu einem Zeitpunkt, an dem Verlässlichkeit und Planungssicherheit dringend notwendig wären. Besonders problematisch ist, dass ausgerechnet diejenigen nicht einbezogen wurden, die die Förderung in der Praxis umsetzen und tagtäglich mit den Bürgerinnen und Bürgern über den Heizungstausch sprechen.
Das Handwerk weiß sehr genau, was funktioniert und was nicht. Statt Verlässlichkeit drohen nun mehr Unsicherheit, mehr Erklärungsbedarf und noch weniger Vertrauen in die politische Verlässlichkeit. Das belastet nicht nur die Betriebe, sondern verunsichert vor allem die Verbraucher, die vor einer Investitionsentscheidung stehen.
Einige Ankündigungen bleiben zudem vage und Fragen offen, etwa zu künftigen Feinstaubgrenzwerten, Nachweis des neuen Local-Content-Bonus, Übergangsfristen und Umsetzung durch die KfW.“
Weniger Förderung BEG? Dann müssen die Kosten für Betriebe sinken
„Wir haben Verständnis dafür, dass der Bund sparen muss, und unterstützen den Weg auch ausdrücklich. Richtig ist, soziale Zielgenauigkeit stärker zu berücksichtigen und besonders ineffiziente Gebäude gezielt in den Blick zu nehmen aber von der angekündigten verlässlichen und auskömmlichen Förderung bis 2029 entfernt sich die Politik jetzt ein weites Stück: Geschwindigkeitsbonus und förderfähige Investitionskosten werden massiv zurückgeführt, der Effizienzbonus und Emissionsminderungszuschlag komplett gestrichen.
Wenn die Förderung gekürzt wird, müssen wenigstens die strukturellen Bremsen gelöst werden: Strompreise runter, Bürokratie abbauen, Lohnnebenkosten senken. Andernfalls wird die Wärmewende für viele Haushalte und Betriebe schlicht unbezahlbar.“