Die europäischen Verbände eu.bac und REHVA haben einen Leitfaden zur Norm EN ISO 52120-1 veröffentlicht. Dieser zeigt, wie eine Gebäudeautomation der Klasse A den Energieverbrauch um bis zu 52 % senken, den Vermögenswert um bis zu 16 % steigern und Eigentümern nachprüfbare Nachweise für die Anforderungen der EPBD, der CSRD und der EU-Taxonomie liefern kann.

Der Europäische Verband für Gebäudeautomation und -steuerung eu.bac und der Verband der europäischen Verbände für Heizung, Lüftung und Klimatechnik REHVA haben einen gemeinsamen Leitfaden zur EN ISO 52120-1 veröffentlicht. Dabei handelt es sich um die internationale Norm zur Bewertung der Leistung von Gebäudeautomation. Der Leitfaden zeigt Gebäudeeigentümern, Investoren und Facility-Managern, wie eine verbesserte Gebäudeautomation den Energieverbrauch senken, die Gebäudeeffizienz steigern und zuverlässige Daten für die Nachhaltigkeits- und behördliche Berichterstattung liefern kann.
Wirtschaftlicher Nutzen für Eigentümer und Investoren
Für Eigentümer und Investoren liegt der wirtschaftliche Nutzen auf der Hand. Denn die Vorgabe einer „Gebäudeautomation der Klasse A gemäß EN ISO 52120-1“ in einem Projektbriefing oder einer Ausschreibung bietet Ingenieuren und Auftragnehmern eine gemeinsame, überprüfbare Arbeitsgrundlage. Sie trägt gleichzeitig dazu bei, dass das Gebäude messbare Erträge erzielt:
- 26 bis 52 % Senkung des Energieverbrauchs bei einer durchschnittlichen Amortisationszeit von etwa drei Jahren,
- eine Verbesserung der Energieeffizienzklasse um bis zu zwei Stufen und Vorbereitung auf die EPBD-BACS-Konformität,
- 6 bis 8 % Mietaufschlag und 14 bis 16 % Kapitalwertaufschlag,
- 7 bis 15 % Produktivitätssteigerung für Gebäudenutzer und 30 % weniger Symptome des „Sick-Building-Syndroms“ sowie
- eine kontinuierliche Fehlererkennung, wodurch Ausfallzeiten und Betriebskosten reduziert werden.
Praktische Möglichkeiten durch EN ISO 52120-1
„Gebäudeeigentümer stehen unter zunehmendem Druck, den Energieverbrauch zu senken, den Vermögenswert zu schützen und die Leistung nachzuweisen. Die Norm EN ISO 52120-1 bietet ihnen eine praktische Möglichkeit, diese Ziele in klare Anforderungen an die Gebäudeautomation umzusetzen und zu überprüfen, was tatsächlich umgesetzt wurde“, sagt Gusts Kossovics, Geschäftsführer bei eu.bac.
Der Leitfaden erscheint zu einer Zeit, in der Gebäudeeigentümer mit steigenden Anforderungen in Bezug auf Energieeffizienz, Nachhaltigkeitsberichterstattung und den Zugang zu nachhaltiger Finanzierung konfrontiert sind. Denn die überarbeitete europäische Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD) verschärft die Anforderungen an die Gebäudeautomation in Nichtwohngebäuden. Zusätzlich erhöhen Rahmenwerke wie die europäische Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD) und die EU-Taxonomie die Bedeutung zuverlässiger Leistungsdaten. Diese Anforderungen kann eine fortschrittliche Gebäudeautomation erfüllen. Dafür muss sie kontinuierliche, nachvollziehbare Informationen darüber liefern, wie ein Gebäude tatsächlich betrieben wird.
Der Leitfaden „EN ISO 52120-1: Gebäudeautomation für energieeffiziente und nachhaltige Gebäude“ (siehe unten zum Herunterladen) steht zudem auf der Homepage des eu.bac zum kostenlosen Download auf Englisch bereit.