Zum ersten Mal überhaupt ist Deutschland aus den Top Ten des Klimaschutz-Index gerutscht – von Platz acht auf 19.
Stephan von Oelhafen

Kein Klimaschutz in Deutschland
Zum ersten Mal überhaupt ist Deutschland aus den Top Ten des Klimaschutz-Index gerutscht – von Platz acht auf 19. Damit ist das Land einer der größten Index-Verlierer. Der Hauptgrund dafür ist eine negative Politikbewertung durch die deutschen Klimaexperten. Die Fachleute kritisieren das drastische Absenken der Ambitionen der deutschen Regierung, das dazu geführt hat, dass Deutschland seine Führungsrolle in Bezug auf Klimaschutzpolitik in Europa verloren hat. Im vergangenen Jahr spielte Deutschland eine wenig konstruktive Rolle in der Europäischen Energiedebatte und blockierte zudem erfolgreich dringend benötigte Reformen des Europäischen Emissionshandelssystems. Die Klimaexperten kritisieren die deutsche Regierung außerdem dafür, die Entwicklung der eigenen Energiewende aufzuhalten. Der Klimaschutz-Index ist ein Instrument, das mehr Transparenz in die internationale Klimapolitik bringen soll. Ziel ist es einerseits, den politischen und zivilgesellschaftlichen Druck auf diejenigen Länder zu erhöhen, die bisher noch keine ehrgeizigen Maßnahmen zum Klimaschutz ergriffen haben, und andererseits Länder mit vorbildlichen Politikmaßnahmen herauszustellen. Anhand einheitlicher Kriterien vergleicht und bewertet der KSI die Klimaschutzleistungen von 58 Staaten, die zusammen für mehr als 90 Prozent des globalen energiebedingten CO2-Ausstoßes verantwortlich sind. Weiterführende Informationen: Der Klimaschutz-Index und – Die wichtigsten Ergebnisse 2014: www.germanwatch.org/de/ksi Die kompletten Ergebnisse des Klimaschutz-Index 2014 auf Englisch: www.germanwatch.org/en/ccpi Germanwatch e.V.: www.germanwatch.org Climate Action Network Europe: www.caneurope.org