Beschlagnahmungen von Ausstellungsstücken gehören für das Messeteam des Frankfurter Zolls zur Tagesordnung – gerade während der internationalen Messe ISH.
Redaktion Si
Wenn der Zoll zuschlägt
Beschlagnahmungen von Ausstellungsstücken gehören für das Messeteam des Frankfurter Zolls zur Tagesordnung – gerade während der internationalen Messe ISH. Es geht um Designplagiate unterschiedlicher Herkunft, die hier frech ausgestellt und verkauft werden. Beispiel Halle 4.2: Hier lieferten sich der Schweizer Designbadanbieter Laufen und der Zoll mit einigen chinesischen Ausstellern ein Katz-und-Maus-Spiel um das Bad „Il Bagno Alessi“. Zu Messebeginn wurden ein Plagiat und Prospekte gesichtet, dann tauchten die Keramikstücke an unterschiedlichsten Ständen auf und verschwanden wieder. Laufen Deutschland Geschäftsführer Michael Kindl schließlich führte den Zoll an einen Stand, wo die Designplagiate unter Handtüchern verborgen lagerten. Der Zoll beschlagnahmte alle Keramikstücke und Prospekte – und stellte fest, dass sich die Kopisten in den Prospekten mit der klangvollen Markenkomposition „Luis Bally Valentino“ sogar unrechtmäßig bei den originalen Fotomotiven von Laufen bedient hatten. Die Beamten des Zolls zeigten sich zufrieden: das charakteristische Design des Designbades sei unverwechselbar – und erleichtere damit solche Beschlagnahmungen.
