Trotz Markteinbruch Ergebnis gehalten

Die Austria Email AG hat vor Kurzem ihre Bilanz für das Jahr 2014 vorgestellt. Das Fazit fällt positiv aus. Trotz Markteinbruch habe das Unternehmen das Ergebnis halten können.

Austria Email ist Österreichs ältestes börsennotiertes Unternehmen. – © Austria Email

Austria Email ist das älteste börsennotierte Unternehmen Österreichs und zählt zu den führenden europäischen Herstellern von Warmwasserspeichern und Spezialboilern. Bei der Hauptversammlung im April wurde für das Jahr 2014 eine positive Bilanz verabschiedet.Das abgelaufene Geschäftsjahr sei zwar von einbrechender Nachfrage, Verdrängung und Preisverfall sowie von fortschreitender Konzentration auf Kundenseite geprägt gewesen. Und obwohl die Marktanteile im Kernmarkt verteidigt oder gestiegenwurden, ging der Umsatz auf 58,1 Mio. Euro (nach 60,5 Mio. Euro im Vorjahr) zurück.

Während im Export und insbesondere im wichtigsten Auslandsmarkt Deutschland Zuwächse erzielt wurden, brach die Nachfrage im Inland ein. „Reform- und Sanierungsstau“ sowie fallende Preise trugen maßgeblich zu einem Umsatzrückgang von 4 % bei. Trotzdem gelang es Austria Email in dem schwierigen Marktumfeld durch straffes Kostenmanagement und gezielte Marktbearbeitung das EGT mit 4,7 Millonen Euro (im Vorjahr 4,6 Millionen Euro) zu halten. Die Eigenkapitalquote konnte von 54 % auf 58 % erhöht werden. Auch 2014 trug das Unternehmen nach Jahrzehnten keine Nettobankschulden mehr. Zudem blieb auch der Mitarbeiterstand mit 334 Personen (im Vorjahr 332) konstant. Zusätzlich wurden zehn Lehrlinge ausgebildet.

Erfolgreiche Strategische Partnerschaft ausgebaut

Die 2013 zwischen Austria Email und der familiengeführten, französischen Groupe Atlantic eingeleitete industrielle Kooperation bewirkte in Einkauf, Fertigung und Vertrieb erste Synergien. Komplementäre Produktsortimente und sich ergänzende Absatzmärkte eröffnen noch weitere Potentiale. Zusätzlich zu den ersten gemeinsamen Projekten wurde die Verlagerung von Sonderanfertigungen der Group Atlantic in das Werk nach Knittelfeld eingeleitet. Bestärkt durch diese Fortschritte soll die industrielle Integration in allen Unternehmensbereichen weiter vertieft werden.

Ausblick 2015

Auch nach dem ersten Quartal 2015 stellen sich Markt- und Branchensituation noch herausfordernd dar. Die Wachstumserwartungen sind gedämpft, dennoch ist der Vorstand laut Unternehmensangaben zuversichtlich, positive Ergebniseffekte zu realisieren. Die eingeleiteten Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität und Belebung der Nachfrage sollen konsequent fortgesetzt werden. Zusätzlich werde die Zusammenarbeit mit Groupe Atlantic intensiviert, um den widrigen Bedingungen zu trotzen.

Die bei hochwertiger Sanierung und Neubau eingesetzte Produktpalette wurde 2014 um die Heizungswärmepumpe erweitert; diese wandelt hocheffizient Umgebungsluft in Heizwärme, Kühlung und Warmwasser um.
„Bis zu 90% des Energieverbrauchs in Gebäuden sind auf Warmwasser und Heizwärme zurückzuführen. Unsere Qualitätsspeicher und Isolierungen bewirken eine spürbare Senkung von Energieverbrauch und Betriebskosten für Haushalte, Gewerbe und Industrie“, erläutert Dr. Martin Hagleitner, Vorstand der Austria Email AG, den Kundennutzen der Produkte von Austria Email.

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