Alois Müller wächst im Norden und geht international

Bringen als Geschäftsführer der Aalborg Heating & Cooling Systems ApS gemeinsam die Energie- und Wärme-wende voran: Jes Donneborg und Andreas Müller.
Bringen als Geschäftsführer der Aalborg Heating & Cooling Systems ApS gemeinsam die Energie- und Wärmewende voran: Jes Donneborg und Andreas Müller (v. l.). – © Aalborg/Alois Mülle

Die Alois-Müller-Gruppe erweitert ihre Präsenz in Norddeutschland mit einer neuen Niederlassung im Raum Hamburg-Lüneburg. Gleichzeitig markiert die Übernahme eines Geschäftsbereichs des dänischen Spezialisten Aalborg CSP den ersten internationalen Schritt des Unternehmens und den Ausbau des Engagements im Bereich Niedertemperatur-Energielösungen für die Energie- und Wärmewende.

Mit dem neuen Standort in Hamburg-Lüneburg baut das Familienunternehmen, Anbieter für Energie- und Gebäudetechnik, seine Aktivitäten in Norddeutschland gezielt aus und intensiviert die Betreuung von Kunden, Partnern und Projekten in der Region. 

„Mit der neuen Niederlassung schaffen wir die Voraussetzungen, unsere Kunden noch direkter vor Ort zu unterstützen und die Energiewende in Norddeutschland aktiv mitzugestalten. Insbesondere im Großraum Hamburg sehen wir aufgrund der ambitionierten Klimaziele der Hansestadt großes Potenzial für innovative und nachhaltige Energielösungen.“ Dies erklären Andreas Müller und Markus Schramm, Geschäftsführer der Alois Müller GmbH

Im Fokus der Niederlassung stehen zwei zentrale Geschäftsfelder: der Ausbau des Geschäftsbereichs Mobile Energy in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg sowie die Planung und Ausführung anspruchsvoller Energietechnik-Projekte im Wirtschaftsraum Hamburg.

Quantensprung nach Dänemark

Zeitgleich wächst die Alois Müller Gruppe mit Hauptsitz in Ungerhausen nun erstmals auch international. Und zwar mit der Übernahme des Geschäftsbereichs für Niedertemperatur-Energielösungen des dänischen Spezialisten Aalborg CSP. Diese gelten als Schlüsseltechnologien für die Energie- und Wärmewende. Mit der Gründung von aalborg hc systems und dem Schritt nach Aalborg, der viertgrößten Stadt Dänemarks, weitet die Alois Müller Gruppe erstmals in der über 50-jährigen Geschichte ihres Bestehens gezielt ihr Engagement auf internationale Märkte aus.

„Die Übernahme von Aalborg ist einer der strategisch bedeutendsten Schritte in unserer Geschichte überhaupt. Denn wir sichern uns damit einen Know-how-Vorsprung bei der Planung und Umsetzung regenerativer Energielösungen. Wenn man bedenkt, dass wir in Deutschland noch zu 95 Prozent mit fossilen Brennstoffen unterwegs sind, ist das Potenzial für grüne Lösungen gewaltig, denn die Wärmewende wird uns sicher noch in den nächsten 20 bis 30 Jahren begleiten. Die Partnerschaft mit Aalborg ist ein Quantensprung für uns“, sagt Andreas Müller, der geschäftsführende Gesellschafter der Alois Müller Gruppe. Gemeinsam mit einem der bisherigen Vice Presidents der Aalborg CSP, Jes Donneborg, ist Andreas Müller Geschäftsführer der Aalborg Heating & Cooling Systems ApS.

Spezialist für Wärmeprojekte

Donneborg und sein 20-köpfiges Team aus dem Niedertemperaturbereich haben nicht nur in Europa mehr als 25 Megaprojekte umgesetzt. Darunter große industrielle Fernwärmenetze. Hier kamen unterschiedliche Technologien für die Wärmeerzeugung zum Einsatz. Je nach Bedarf zum Beispiel Geothermie-Wärmepumpen, Solarthermie, Biogas-Wärmepumpen oder auch die Kombination mehrerer Systeme.

Saisonale Wärmespeicherung

Eine große Bedeutung im aalborg-hc-systems-Portfolio haben auch riesige Erdbeckenwärmespeicher, die es ermöglichen, Wärme saisonal zu speichern. Die diffusionsoffene Abdeckung für diese Speicher hat Aalborg von der ehemaligen Arcon Sunmark erworben und über ein Patent gesichert. Eines dieser gewaltigen Speichersysteme ist mit einem Volumen von 15.000 m3 in Langkazi im südlichen Tibet installiert. Sie speichert im Sommer überschüssige solare Wärme der Solarthermieanlage und gibt diese im Winter in das Fernwärmenetz ab. 90 % des gesamten Wärmebedarfs der Stadt Langkazi können so regenerativ abgedeckt werden.

Alois Müller, der Wunschpartner

„Wir lieben solche Projekte und mit Andreas Müller und der Alois Müller Gruppe haben wir jetzt den besten Partner gefunden, den wir uns nur vorstellen konnten. Denn wenn es einen Vorreiter im Bereich Green Energy in Deutschland gibt, dann ist es Andreas. Die Partnerschaft mit ihm und seinem Team ist ein Meilenstein für uns“, sagt Jes Donneborg, der die Partnerschaft auch als Zukunftssicherung für die Mitarbeitenden des von ihm mitgegründeten Unternehmens sieht: „Ich bin mittlerweile 72 Jahre alt und froh, dass mein Team gemeinsam mit Andreas Müller und seiner Mannschaft eine hervorragende Perspektive hat. Wir können das, was wir hier in Dänemark gut machen, auf andere Märkte übertragen und dabei unsere Qualität verbessern. Hier profitieren wir von der Kompetenz und Erfahrung der Alois Müller Gruppe im Anlagenbau.“

Großes Marktpotenzial

Mit der Marke aalborg hc systems wollen Donneborg und Müller die ganze Bandbreite an Dienstleistungen anbieten. Diese reicht von der ganzheitlichen Beratung und Entwicklung von Wärmekonzepten wie technologieoffenen Fernwärmenetzen bis hin zum kompletten Projektmanagement mit schlüsselfertiger Inbetriebnahme. „Durch das Know-how und den Erfahrungsschatz unseres dänischen Teams können wir uns zum einen in Deutschland Marktanteile sichern. Zum anderen sehe ich ein großes Marktpotenzial für Aufträge in Dänemark, Schweden und Norwegen. Dort sind die Löhne sehr hoch und wir als leistungsfähiger Anlagenbauer sind sicher wettbewerbsfähig“, sagt Müller. Mit zusätzlichen Aufträgen will er die Auslastung der Fertigungsstandorte in Reichenau (Sachsen) und Ungerhausen sicherstellen. Außerdem sieht er ein Vermarktungspotenzial für mobile Energiezentralen in Skandinavien.

www.alois-mueller.com