Die Berliner SHK-Innung gehört zu den Preisträgern im Wettbewerb „Zusammen wachsen – Gute Ideen für Integration am Arbeitsmarkt 2025″. Gewürdigt wurden die Qualifizierungsmaßnahmen „Erfolg mit Sprache und Abschluss“ (EMSA) und „Vom Helfer zum Gesellen“.

Mit dem Wettbewerb „Zusammen wachsen – Gute Ideen für Integration am Arbeitsmarkt 2025″ würdigen die Initiative Deutschland – Land der Ideen, die Bertelsmann Stiftung, der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. und die Stiftung Mercator GmbH innovative Ansätze zur Integration internationaler Fach- und Arbeitskräfte in Deutschland. Eine Jury aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft hat aus über 280 Einreichungen 50 Gewinnerprojekte ausgewählt.
Ideen für Integration am Arbeitsmarkt 2025
Zu den ausgezeichneten Ideen gehört die modulare Nachqualifizierung im Handwerk der Innung SHK Berlin. Konkret geht es um die Berliner Qualifizierungsmaßnahmen „Erfolg mit Sprache und Abschluss“ (EMSA) und „Vom Helfer zum Gesellen“. Beide Maßnahmen sind abschlussorientierte Konzepte, die Bildungsketten eröffnen.
Um auch zugewanderte Arbeitskräfte mit entsprechenden Vorkenntnissen aus dem SHK- oder Metall-Bereich in möglichst kurzer Zeit qualifizieren zu können, bietet die Innung mit EMSA modulare Maßnahmebausteine an, die ausbilden und zur Externenprüfung vorbereiten. Erfolgreiche Teilnehmer erhalten den Gesellenbrief und können z. B. im Anschluss den Meisterkurs besuchen.
Konzept für berufsbegleitende Nachqualifizierung
Das Konzept für berufsbegleitende Nachqualifizierung „Vom Helfer zum Gesellen“ hat maßgeblich die Innung entwickelt. Diese Nachqualifizierung schult berufserfahrene Helfer, die bislang ohne Berufsabschluss geblieben sind, für die Gesellenprüfung als Anlagenmechaniker SHK. Sie verschafft neue berufliche Perspektiven, erstreckt sich über 24 Monate und wird von der Agentur für Arbeit über die Integrierte Vermittlungsoffensive für das Berliner Handwerk „InVork“ finanziert.
Seit September 2021 nahmen bzw. nehmen bisher über 45 Helfer an der Qualifizierung zum Gesellen teil. Die Nachfrage seitens der Betriebe ist sehr groß. Der Vorteil ist, dass die berufsbegleitende Nachqualifizierung den Teilnehmer die nötige finanzielle Sicherheit gibt. Die Begleitung durch eine Mitarbeiterin der Innung garantiert überdies kontinuierlich Unterstützung.
„Für die Innung ist der Preis eine echte Wertschätzung für die vielen innovativen Ansätze, die wir immer wieder neu entwickeln und anpassen“, sagt Projektleiter Patrick Heber, der den Preis am 3. Dezember 2025 in der Eventlocation Berliner Freiheit entgegennahm. Der Preis ist auch ein Signal an Fördermittelgeber und Projektpartner. Integration gelingt vor allem dort, wo engagierte Menschen sie pragmatisch und kreativ mit innovativen Projekten und starken Netzwerken gestalten. Konkret für das SHK-Handwerk zeigt es, Fachkräftesicherung besteht aus vielen Bausteinen und die Innungsqualifizierungen sind erfolgversprechende Mosaiksteine.
Mehr Informationen zum Wettbewerb und 49 weitere herausragend gute Ideen – von Mentoring über internationale Kooperationen bis hin zu Podcasts – gibt es unter www.integration-am-arbeitsmarkt.de.