Autark wohnen am See oder in den Bergen

Steigende Mietpreise, zunehmende Verstädterung, schwierige Innenstadtmobilität, demografischer Wandel – viele Aspekte beeinflussen die Frage nach der richtigen Wohnform. Das österreichische Handwerks-Start-up Wohnwagon hat sich mit diesem Thema beschäftigt und sich die Frage gestellt: Wie viel Platz braucht man eigentlich zum Leben?

Wohnen mitten auf dem Feld ist mit dem Wohnwagon kein Problem. – © Wohnwagon

Die Antwort des Start-ups: 25 m2 durchdachter, natürlicher Wohnraum, mit dem man die Natur als Lebensraum erschließt. Ein kleines Loft im Grünen. Ein Wohnwagon ist als Zweitwohnsitz eine mobile Alternative zum Micro-House, ein Gartenhaus, ein Haus am See oder eine Hütte in den Bergen. Mit eigener Photovoltaikanlage, Bio-Toilette und Wasseraufbereitungsanlage ermöglicht der Wagen unabhängiges Wohnen und einen geschlossenen Wohnkreislauf.

Eine weitere Besonderheit ist das Flachdach. Es übernimmt gleich mehrere Funktionen: Die Sumpfpflanzen dienen als Pflanzenkläranlage für das Brauchwasser, die Terrasse ist exklusive Wohnraumerweiterung und durch die Verdunstung am Dach kann ein zusätzlicher Kühleffekt im Sommer realisiert werden.

Österreichische Handwerks-Tradition

Der Wohnwagon wird gemeinsam mit erfahrenen Partnern (Zimmerei Otmar Berger, Raymann Photovoltaik) in Niederösterreich gefertigt. Qualität, Ressourcenschonung und Authentizität stehen dabei im Zentrum. Gearbeitet wird dabei ohne giftige Lacke, sondern mit viel Holz und natürlichen, regionalen, oft auch recycelten Rohstoffen. Neben dem Wagen bietet Wohnwagon im Webshop auch alles rund um das Thema natürliches, autarkes Wohnen an. Von der Bio-Toilette über Wasserfilter bis zu natürlichen Möbeln.

Die Start-Finanzierung hat das junge Unternehmen über die Crowd-Investing-Plattform CONDA.at aufgestellt. Als erstes Projekt auf der jungen österreichischen Plattform konnten dort über 100 kleine Investoren überzeugt werden, die sich jeweils mit kleinen Beträgen zwischen 100 und 3.000 Euro an der Firma beteiligen konnten. Insgesamt kamen so über 70.000 Euro zusammen, die den Bau des Prototypens ermöglicht haben.

Preise und Maße

  • Drei Varianten können je nach Wunsch individualisiert werden.
  • Die Preise bewegen sich zwischen 50.000 und 150.000 Euro, je nach Ausstattung.
  • Der Wohnwagon ist in der kleineren, mobilen Variante (6m Länge) auch eine Alternative zum herkömmlichen Caravan.
  • Der Naturholz-Camper ist 6m lang und bis 80 km/h zugelassen.

 

Weitere Informationen: www.wohnwagon.at