Blaue Plakette bei Kfz: Ausnahme für Handwerker

Die blaue Plakette für Kfz soll kommen. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks verteidigt die Pläne. Für Handwerker soll es aber eine Ausnahme geben.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat die blaue Plakette gegen Kritik aus der Wirtschaft verteidigt. – © BMUB/Florian Gaertner

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat die blaue Plakette gegen Kritik aus der Wirtschaft verteidigt. „Es ist klar, dass wir etwas gegen die hohen Stickstoffkonzentrationen in den Städten tun müssen“, sagte sie im Interview mit der Deutschen Handwerks Zeitung (DHZ). Für Wirtschaftsfahrzeuge soll es aber Übergangs- und Ausnahmeregeln geben. „Wir wollen Handwerker nicht aus den Städten verbannen.“

Nach Ansicht der Ministerin ist die Sperrung kleinräumiger Zonen in Innenstädten in den kommenden Jahren auch für die Wirtschaft verkraftbar, weil es „deutlich mehr kleine und bezahlbare Elektro-Nutzfahrzeuge“ geben werde. „Das ist vielleicht noch nicht in drei Jahren, der Fall, aber in absehbarer Zeit“, so Hendricks.

Senkung der Stickoxidwerte

Mit der neuen blauen Plakette für Kfz sollen die Stickoxidwerte in den Städten gesenkt und künftig Fahrzeuge mit geringem Schadstoffausstoß gekennzeichnet werden. In Stadtbezirken mit schlechter Luft sollen nach dem Willen der Umweltminister nur noch Autos mit blauer Plakette fahren dürfen, so die DHZ. Handwerker werten das als Einfahrverbot in die Innenstädte. Sie befürchten, dass sie ihre Dieseltransporter in Innenstädten dann nicht mehr nutzen können. Viele selbstfahrende Arbeitsmaschinen wie Bagger oder Krane gibt es nur als dieselgetriebene Fahrzeuge.

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