Die Gewinner des Intersolar Awards stehen fest

Bereits zum fünften Mal in Folge wurde der Intersolar Award auf der Fachmesse Intersolar in München verliehen.

Redaktion Si

Die Gewinner des Intersolar Award 2012

Die Gewinner des Intersolar Awards stehen fest

Bereits zum fünften Mal in Folge wurde der Intersolar Award auf der Fachmesse Intersolar in München verliehen.   Der internationale Preis der Solarwirtschaft würdigt Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Photovoltaik und Solarthermie sowie der Kategorie PV Produktionstechnik. Die Gewinner im Bereich Photovoltaik: Die MBJ Services GmbH, Hamburg, hat das „Mobile PV Testcenter“ zur Prüfung der Leistungsfähigkeit von PV-Modulen entwickelt. Die Lösung kombiniert erstmals verschiedene Messmethoden für Solarmodule, wie die Aufnahme der Strom- und Spannungskennlinie, Elektrolumineszenz- und Infrarotaufnahmen. Überzeugt hatte die Jury die hohe Testgeschwindigkeit des Geräts und seine flexible Anwendbarkeit vor Ort: Das für den harten Feldeinsatz konzipierte Testcenter hat nur einen geringen Energiebedarf und kann bis zu 18 Solarmodule in der Stunde testen. Die Firma SolarEdge Technologies GmbH, Grasbrunn, hat ihren Leistungsoptimierer für Solarmodule weiterentwickelt. Der „3rd Generation Power Optimizer“ maximiert den Energieertrag jedes einzelnen Moduls, indem er das Verhältnis von Spannung und Leistung auf das jeweils aktuelle Optimum regelt (MPPT/Maximum Power Point Tracking) und ist erstmals mit allen marktgängigen Wechselrichtern kompatibel. Dank der innovativen Technologie „IndOP“ benötigt der Leistungsoptimierer bei der Arbeit mit Wechselrichtern anderer Hersteller keine zusätzliche Schnittstelle mehr. Überzeugt hatten die Jury zudem der gesteigerte Wirkungsgrad des Optimierers und der geringe Leistungsverlust bei der Anwendung in älteren PV-Anlagen. Die Firma Solon Corporation, Tucson/USA, ist ein international tätiger Hersteller von Solarmodulen, der sich auf schlüsselfertige Lösungen spezialisiert hat. Bei ihrem Flachdach-Montagesystem „SOLON SOLquick“ verwendet Solon rahmenlose Module. Das materialsparende Verfahren ermöglicht es, die Module gut geschützt zu transportieren und zu installieren. Die Halterung ist bereits ab Werk in das Solarmodul integriert. Die Module eignen sich für die Montage auf verschiedenen Dacharten und mdash; selbststabilisierend, mit Ballast oder mit Durchdringung der Dachhaut und erfordern keine Erdung, da kein Metall verwendet wird. Die Gewinner im Bereich Solarthermie: Der Firma Soltigua und – Laterizi Gambettola SRL, Gambettola/Italien ist mit der Entwicklung des Parabolrinnenkollektors „PTMx“ erstmals der Einsatz eines kostengünstigen und hocheffektiven Dünnglasspiegels gelungen. Das parabolisch gebogene Glas weist ein hohes Reflektionsvermögen sowie eine hohe Abrasions- und Wetterbeständigkeit auf. Beeindruckt zeigte sich die Jury von dem besonderen Wirkungsgrad und der hohen Wirtschaftlichkeit der Lösung. Die Tigi Ltd., Petah Tikva/Israel hat mit dem „Honeycomb Collector“ ein System für einen passiven Überhitzungsschutz auf Kollektorebene entwickelt. Mit dem neuen System lassen sich eine maximale Absorber-Temperatur und zugleich eine langfristige Sicherung der Kollektorstabilität erreichen. Auf der Basis von Polycarbonat sorgt eine transparente Abdeckung auf der Sonnenseite des Kollektors für geringe konvektive und Strahlungs-Wärmeverluste. Nach Ansicht der Jury eine wegweisende Lösung, da mit dem neuen Überhitzungsschutz-Design auch der Einsatz kostengünstiger Kunststoffmaterialien möglich wird. Der Flachkollektor „MT-Power“ der TVP Solar SA, Genf/Schweiz zeichnet sich durch eine besonders hohe thermische Leistung aus. Die Technologie des Solar KEYMARK zertifizierten Kollektors basiert auf der Kombination aus einer Hochvakuum-Isolation mit ebener Geometrie. Dadurch wird der Fluss der Wärmeaustauschflüssigkeit vollständig unter Vakuum gehalten. Dies führt zu einer Steigerung der Effizienz und Langlebigkeit sowie zu einer höheren Wirtschaftlichkeit, da jegliche Wartung entfällt. Die Jury überzeugte auch das gute Preis-Leistungsverhältnis des Flachkollektors und die mögliche Erschließung neuer Anwendungsbereiche für die Solarthermie. Die Gewinner in der Kategorie PV Produktionstechnik Solarzellen müssen höchste Anforderungen erfüllen und fehlerfrei funktionieren. Mit dem multispektralen Photoluminiszenz-Inspektionssystem „Multispectral Dual“ der Isra Surface Vision GmbH, Darmstadt, kann dies bereits während der Produktion der Solarzellen getestet werden. Die innovative Fehlererkennung des auf optische Messverfahren spezialisierten Unternehmens wertet mit Hilfe unterschiedlicher Filter zwei Spektren aus. Die Widerstandsmessung erfolgt kontaktlos und mit hoher Messgeschwindigkeit. Das System ist inline-fähig und beinhaltet eine integrierte Klassifizierung für verschiedene Defekttypen. Als besonders innovativ bewertete die Jury die Schnelligkeit der Auswertung und die hohe Präzision der Fehlererkennung. Die Pasan SA, Neuchâtel/Schweiz, hat mit dem „SpotLIGHT 1sec“ einen Solarzellentester entwickelt, der sich durch sehr hohe Messgeschwindigkeit bei größtmöglicher Messpräzision auszeichnet. Seine geringen Kosten sollen in Zukunft zur Erreichung der Netzparität beitragen. Die Jury lobte das patentierte Kontaktsystem, das sich durch geringe Stillstandzeiten, vereinfachte Instandhaltung und eine Zykluszeit von einer Sekunde auszeichnet. Weitere Vorteile sind der wartungsfreundliche Aufbau, die extrem lange Lebensdauer und die Solarzellen schonenden Kontaktierungskräfte. Die Gebr. Schmid GmbH, Freudenstadt, hat in Zusammenarbeit mit der Schott Solar AG, Mainz, das neue Metallisierungsverfahren „TinPad“ entwickelt, das bei der Erstellung der Rückseitenkontakte der Solarzellen gänzlich auf Busbars aus kostspieligem Silber verzichtet. Bisher waren diese erforderlich, um die Lötbändchen direkt auf die Aluminiumrückseite der Solarzelle aufzubringen. Die Lösung entfernt die störende Oxidschicht auf der Aluminiumrückseite und bringt Zinn auf die Oberfläche auf. Den entscheidenden Ausschlag für die Auszeichnung gaben vor allem die Kosteneinsparung beim Rohstoffeinsatz und die Reduzierung der Prozessschritte in der Zellproduktion.