Energiewende braucht Hände: Berlin eröffnet KlimaWerkstatt

Die SHK-Innung hat  feierlich die Klimawerkstatt eröffnet. Das neue Bildungs- und Innovationszentrum soll das Berliner Handwerk bei der Fachkräftegewinnung für Klimaschutzberufe, der energetischen Sanierung und dem Einsatz erneuerbarer Energien nachhaltig stärken.
Mit der Eröffnung der KlimaWerkstatt schafft die SHK-Innung ein neues Zentrum, das das Handwerk bei der Fachkräftegewinnung für Klimaschutzberufe stärken soll. – © Jana Evers

In den Räumen der NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg hat Ende Juni die KlimaWerkstatt@Berlin offiziell eröffnet. Das neue Bildungs- und Innovationszentrum soll das Berliner Handwerk bei der Fachkräftegewinnung für Klimaschutzberufe, der energetischen Sanierung und dem Einsatz erneuerbarer Energien nachhaltig stärken.

Die Idee für eine KlimaWerkstatt entstand vor fünf Jahren als gemeinsame Initiative der Innung SHK Berlin, der Elektro‑Innung Berlin und des Beratungsunternehmens ideas into energy. Seit 2024 ist sie Bestandteil des Berliner Aktionsprogramms Handwerk. Das Projekt wird seit 2021 im Rahmen des Masterplan Solarcity durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe gefördert.Praxisnahes Ausbildungszentrum in Weißensee

Seit dem vergangenen Jahr ist die KlimaWerkstatt Teil des Ausbildungscampus der NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg in Weißensee. Die neuen Werkstatt‑ und Lernbereiche er­möglichen praxisnahe Schulungen für Auszubildende, Fachkräfte und Betriebe sowie Berufsorientie­rungskurse. Die KlimaWerkstatt bündelt gewerkeübergreifend Aus‑ und Weiterbildung, Innovations­förderung und Qualifizierungsangebote, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die Um­setzung der Berliner Klimaziele zu beschleunigen.

Fachkräfte im Zentrum der Energiewende

Die KlimaWerkstatt wurde von Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Franziska Giffey, feierlich eröffnet. In ihrer Ansprache betonte sie die Bedeutung der KlimaWerkstatt für das Berliner Handwerk sowie ihren wichtigen Beitrag zur Qualifizierung von Fachkräften. „Berlin ist schon heute Deutschlands Solarmeister, schaut man auf unsere Erfolge beim Solarausbau in Bezug auf die Fläche. Mehr als 56.000 Solaranlagen auf Berlins Dächern können bereits über 175.000 Haushalte mit Strom versorgen. Der entscheidende Hebel, damit wir unsere Gebäude weiterhin schnell, effizient und mit hoher Qualität klimaneutral machen können, sind gut ausgebildete Handwerkerinnen und Handwerker. Wer Solaranlagen installiert, Wärmepum­pen einbaut oder Gebäude energetisch saniert, gestaltet die Energiewende ganz konkret mit. Die KlimaWerkstatt vermittelt genau die Kompetenzen, die dafür gebraucht werden. Deshalb fördern wir sie im Rahmen des Masterplans Solarcity Berlin“, so Franziska Giffey.

Gemeinsame Initiative von SHK- und Elektro-Innung Berlin: Die KlimaWerkstatt ist seit 2024 Teil des Aktionsprogramms Handwerk und wird im Rahmen des Masterplans Solarcity gefördert.
Gemeinsame Initiative von SHK- und Elektro-Innung Berlin. Die KlimaWerkstatt ist seit 2024 Teil des Aktionsprogramms Handwerk und wird im Rahmen des Masterplans Solarcity gefördert. – © Jana Evers

Fachstimmen zur KlimaWerkstatt-Eröffnung

Dr. Jörg Lippert, Geschäftsführer Innung SHK Berlin: „Moderne Gebäudetechnologien sind komplexe Systeme, die nur im Zusammenspiel funktio­nieren. Um ausreichend Fachkräfte zu qualifizieren, die diese Systeme beherrschen, brau­chen wir Synergien statt Einzelprojekte und einen gemeinsamen Bildungsort, der alle rele­vanten Handlungsfelder für die Berliner Energie- und Klimahandwerke bündelt und den not­wendigen gewerkeübergreifenden Dialog fördert. Genau dafür steht die KlimaWerkstatt in Berlin.“

Danny Lenz, Geschäftsführer Elektro-Innung Berlin: „Die KlimaWerkstatt ist weit mehr als ein neuer Bildungsort: Sie ist ein starkes Zeichen dafür, dass das Berliner Handwerk die Energiewende gemeinsam anpackt. Das Elektrohandwerk ist dabei unverzichtbar – ob beim Ausbau von Photovoltaik, bei moderner Gebäudetechnik oder bei intelligenten Energielösungen. Damit wir diese Zukunft gestalten können, brauchen wir Menschen, die hervorragend ausgebildet sind, und Orte, an denen Wissen, Praxis und Zu­sammenarbeit zusammenkommen. Genau das leistet die KlimaWerkstatt.“

Georg Friedrichs, Vorstandsvorsitzender der GASAG-Gruppe: „Hier am Standort der GASAG-Gruppe in Berlin-Weißensee lässt sich gut erkennen, wie ernst wir als Energieversorger, aber auch die SHK-Innung und die Elektro-Innung die Herausforde­rungen der Wärmewende nehmen: Unsere Tochter NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg hat an diesem Ort vor zwei Jahren ein modernes Ausbildungszentrum in Betrieb genommen, an dem jährlich 20 junge Menschen ausgebildet werden. Jetzt komplettiert die Klimawerk­statt der SHK- und Elektro-Innungen den Campus Weißensee. Hier können wir nun die Fach­kräfte von morgen für die Energieversorgung von morgen ausbilden. Die Energiewende braucht kluge Köpfe und geschickte Hände!“

www.shk-berlin.de