Um zu erfahren, wie das Einkaufsverhalten der Handwerker beim Fachhandel aussieht, hat scireum umfassend Daten in Absprache mit teilnehmenden Handelsunternehmen aus den Branchen SHK, Elektro und PVH analysiert. Die Erkenntnisse aus dieser „SellSite Statistik Panel 2023“ genannten Studie wurden nun veröffentlicht.
Ansprüche der Handwerker an Onlineshops des Fachhandels steigen immer mehr. Die Gründe liegen einerseits in einer knapper geworden Zeit durch den Fachkräftemangel, andererseits gibt es positive Erfahrungen mit aus dem privaten Bereich bekannten Onlineshops.
So sieht sich der Handel unter zunehmendem Druck, diesen steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Um dem Handel dabei zu helfen, das bestmögliche Informations- und Einkaufserlebnis für dessen Kunden im Handwerk zu bieten, hat scireum, der Anbieter der B2B E-Commerce Plattform „SellSite“, in Absprache mit seinen Kunden, anonymisiert Daten erhoben. Diese wurden in einer Studie mit dem Titel „Wie das Handwerk in den Onlineshops des Fachhandels einkauft – SellSite Statistik Panel 2023“ veröffentlicht.
Wichtige Erkenntnisse für Handwerk und Handel
Ein ebenso wichtiges wie überraschendes Ergebnis der Studie ist die klare Erkenntnis, dass die digitale Beschaffung per Schnittstelle zwischen Handwerkssoftware und Onlineshop des Händlers aktuell nur sehr wenig genutzt wird.
Bei der Hälfte der Studienteilnehmer – Fachhändler – wurden maximal 1,5 % der Warenkorb-Positionen aus der Handwerker-Branchensoftware bestellt. Stattdessen kommen mindestens über die Hälfte der Warenkorb-Positionen durch Übernahmen aus Suchergebnissen und von Artikel-Detailseiten. Bei den Schnittstellen hat sich also ein klarer Bedarf nach neuen, besseren Lösungen gezeigt, wenn es um das Thema Beschaffung geht.
Diese Daten wurden erhoben
Untersucht wurden insgesamt 62 Parameter bei zwölf SellSite nutzenden Fachhändlern aus den Branchen SHK, PVH und Elektro. Dafür wurden Daten von über 3,5 Millionen Warenkorb-Positionen ausgewertet. Die Ergebnisse betrachten vier Perspektiven:
- Kundenaktivität,
- Einkaufsverhalten,
- Zusammensetzung der Warenkörbe sowie
- Sortimente und deren Artikelumsätze.
Das sind alles Faktoren, die beim Einkauf des Handwerks im Fachhandel eine Rolle spielen. Ziel der Studie war es es, den Fachhändlern direkte Handlungsempfehlungen auszusprechen, um den Bedürfnissen der Handwerker besser gerecht werden zu können. Weiterhin galt es, allgemeine Erkenntnisse zu gewinnen, von denen die gesamte Branche profitieren kann.
Hannes Römisch, Prokurist Digitalisierung beim teilnehmenden Händler Mainmetall, zeigt sich begeistert: „Die Studie liefert wertvolle Einblicke und ermöglicht uns, unsere Geschäftsprozesse zu optimieren und die eigenen digitalen Dienste für einen noch besseren Kundenservice weiter zu personalisieren.“
Wer steckt hinter der Studie?
Michael Haufler, Geschäftsführer bei scireum, erklärt: „Unser Leitprinzip ist, dass wir in den Onlineshops das bestmögliche Informations- und Einkaufserlebnis für den Kunden unserer Kunden – den Handwerker – schaffen möchten. Dabei möchten wir jeden Tag besser verstehen, wie das Handwerk in den Onlineshops des Fachhandels einkauft, um eben dieses Einkaufserlebnis gemeinsam mit unseren Handelskunden noch weiter zu verbessern. Letztlich soll der Handwerker mehr Zeit für das Wesentliche haben – oder wie wir in der OneQrew sagen: „Mehr Handwerk. Weniger Büro.“
Weiterhin ist Haufler davon überzeugt, dass die Studie eine gemeinsame Digitalisierungs-Basis für Handwerk und Großhandel schafft. Sie kann so für mehr gegenseitiges Verständnis sorgen und einen einzigartigen E-Commerce-Benchmark für Fachhändler bieten.
scireum ist das Softwarehaus hinter dem speziell auf den B2B-Bereich ausgelegten Onlineshop „SellSite“. Über 100 Unternehmen setzen inzwischen auf diese Lösung. scireum ist Mitglied der “OneQrew”-Unternehmensgruppe.
So können Sie die gesamten Studienergebnisse einsehen
Die scireum GmbH stellt die Studienergebnisse allen Interessierten kostenlos unter scireum.de/studie zur Verfügung.
Georg Wolf, Geschäftsführer der eDC Haustechnik-Daten, die für die Haustechnik-Mitglieder des E/D/E-Verbands auf SellSite als Shop-System setzen, hat diese Möglichkeit bereits genutzt. Er sagt von der Studie und den daraus sich ergebenden Erkenntnissen: „Trotz aller Erfahrungswerte musste ich im Gespräch mit unseren Großhandels-Mitgliedern zur Digitalstrategie bisher immer im Nebel fischen, weil es einfach sehr schwer ist, belastbare Zahlen zu den Onlineshops des Handels zu bekommen. Mit den Zahlen aus dem SellSite-Statistik-Panel kann ich nun nicht nur viel besser aufzeigen, wohin die Reise gehen muss, sondern es gab auch für einen alten Hasen wie mich noch eine Menge spannendes zu lernen. Ich freue mich bereits auf die nächste Erhebung.“


