Fachverband SHK NRW: Mitgliederversammlung und Herbstempfang

Wichtige Weichen für 2026 stellte der Fachverband Sanitär Heizung Klima Nordrhein-Westfalen im Rahmen von Mitgliederversammlung und Herbstempfang am 30. Oktober in Düsseldorf. Neben personellen Entscheidungen stand die SHK+E Essen als erste Regionalmesse im nächsten Jahr im Fokus.

Hauptgeschäftsführer Frank Hehl berichtete im Rahmen der Mitgliederversammlung über die jüngste Wärmekonferenz in Berlin, die anstehende EU-Gebäuderichtlinie und die Bedeutung der Betriebe als praxisnahe Berater.
Hauptgeschäftsführer Frank Hehl berichtete im Rahmen der Mitgliederversammlung über die jüngste Wärmekonferenz in Berlin, die anstehende EU-Gebäuderichtlinie und die Bedeutung der Betriebe als praxisnahe Berater. – © FV SHK NRW

Die zweite ordentliche Mitgliederversammlung des Fachverbandes Sanitär Heizung Klima Nordrhein-Westfalen fand im Airporthotel Van der Valk in Düsseldorf statt. 78 Delegierte aus 43 SHK- und drei Ofen- und Luftheizungsbauer-Innungen berieten über zentrale Themen und Weichenstellungen für 2026. Hauptgeschäftsführer Frank Hehl berichtete über die jüngste Wärmekonferenz in Berlin, die anstehende EU-Gebäuderichtlinie und die Bedeutung der Betriebe als praxisnahe Berater.

„3,7 Mio. Wärmepumpen sollen laut Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie (MWIKE) bis 2045 in NRW eingebaut werden. Dies bedeutet, dass die aktuellen Einbauzahlen fast verdreifacht werden müssen. Das Handwerk steht bereit. Woran es derzeit mangelt, sind die Aufträge der Endverbraucher, die vor lauter Ankündigungen der nun nicht mehr ganz so neuen Bundesregierung derzeit verstärkt abwarten und nicht investieren.“, so Hehl in seiner Bilanz.

Förderprogramme auf Landesebene, wie „progres.nrw“ unterstützen beispielsweise Bohrungen für Wärmepumpen im Bestand, um regionale Anreize zu schaffen. Zudem stärkt eine künftige Verbändevereinbarung die Kooperation zwischen SHK-Betrieben und Gebäudeenergieberatern in NRW.

Präsenz auf SHK+E ESSEN 2026 entscheidend

Rund 300 geladene Gäste aus Handwerk, Verbandsorganisation, Industrie, Handel, Politik und Partnerinstitutionen nahmen am Herbstempfang teil.
Rund 300 geladene Gäste aus Handwerk, Verbandsorganisation, Industrie, Handel, Politik und Partnerinstitutionen nahmen am Herbstempfang teil. – © Kurbanov und Munchnik GbR / FVSHK NRW

Ein zentrales Anliegen der Versammlung war die SHK+E Essen 2026. Vorstandsmitglied Holger Dahlmann appellierte an die Betriebe, die Messe in Essen vom 17. bis 22. März 2026 mit möglichst vielen Mitarbeitern zu besuchen: „Die Messe ist unser Schaufenster in NRW. Es liegt in unserem fachlichen Interesse, ein so tolles Angebot wahrzunehmen und durch unsere breite Präsenz zu unterstützen. Meine persönliche Bitte: Tragt es in die Innungen, ladet eure Betriebe dazu ein.“

Ein weiteres Thema war das sehr gut gebuchte SHK-Auslandspraktikum 2026, bei dem Auszubildende und junge Fachkräfte über Erasmus-Plus-Stipendien praktische Erfahrung in Partnerbetrieben in Spanien, Dänemark und Island sammeln können. Natascha Daams, Geschäftsführerin Kommunikation, stellte zudem die Projekte des Verbandes für 2026, wie den Ausbau der Innungswebsites, vor.

Cybersicherheit und KI-gestützte Systeme

Ein emotionaler Höhepunkt des Abends war die Verabschiedung von Norbert Schmitz, Technischer Geschäftsführer.
Ein emotionaler Höhepunkt des Abends war die Verabschiedung von Norbert Schmitz, Technischer Geschäftsführer. – © Kurbanov und Munchnik GbR / FVSHK NRW

Alpha Barry, Secida Essen, machte deutlich, wie einfach mittelständische Unternehmen zunehmend ins Visier von Cyberangriffen geraten können. Er stellte auch die kommende NIS2-Gesetzgebung ab 2026 verbindliche Sicherheitsstandards einführen wird. Kostenfreie Beratungsangebote stehen über die „NIS2-Anlaufstelle NRW“ und „Digital.Sicher.NRW“ bereit. Betriebsinhaber und KI-Experte Kilian Schramm aus München wiederum stellte das Forschungsprojekt Meisterwärme, das zeigt, wie KI-gestützte Systeme Störungsbeseitigung, Wartung und Instandhaltung von Heizungsanlagen effizienter gestalten können. Als Fazit bleibt festzuhalten, dass beide Themen weiter intensiv verfolgt werden müssen: Die Nutzung von KI und die Cybersicherheit.

Verabschiedung des Geschäftsführers Technik

ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Frank Föst, SHK NRW-Landesinnungsmeister Ulrich Grommes, ZVSHK-Präsident Michael Hilpert und SHK NRW-Hauptgeschäftsführer Frank Hehl (v. l.) vor der Fotowand.
ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Frank Föst, SHK NRW-Landesinnungsmeister Ulrich Grommes, ZVSHK-Präsident Michael Hilpert und SHK NRW-Hauptgeschäftsführer Frank Hehl (v. l.) vor der Fotowand. – © Kurbanov und Munchnik GbR / FVSHK NRW

Mit Wirkung zum 31. Januar 2026 wurde Geschäftsführer Technik, Norbert Schmitz, planmäßig und einstimmig abgewählt. In der anschließenden Verabschiedung würdigten Peter Schlüter und Natascha Daams den Kollegen mit persönlichen Worten, Bildern und humorvollen Rückblicken aus gemeinsamen Berufsjahren.

„Es waren 33 Jahre, in denen mir besonders die Menschen, für die ich arbeiten durfte und mit denen ich gearbeitet habe, ans Herz gewachsen sind. Es hat mir viel Spaß gemacht“, kommentierte Schmitz, der sich nach langjähriger Tätigkeit in den passiven Teil der Altersteilzeit verabschiedet.

Die Verabschiedung von Norbert Schmitz spielte dann auch gleich beim direkt im Anschluss folgenden Herbstempfang eine Rolle, an dem rund 300 geladene Gäste aus Handwerk, Verbandsorganisation, Industrie, Handel, Politik und Partnerinstitutionen teilnahmen und diesen zum fachlichen und persönlichen Austausch nutzten.

Landesinnungsmeister Ulrich Grommes betonte in seiner Ansprache die Bedeutung der Anerkennung des SHK-Handwerks in einer eingespielten Videobotschaft von NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur: „Es ist ein wichtiger Schritt, dass die politische Landesvertretung die zentrale Rolle der SHK-Branche und vor allem des installierenden Handwerks anerkennt, benennt und nach außen trägt. Wir hoffen darauf, dass die Bundesregierung dieser Erkenntnis bald folgt und aktiv und konstruktiv in die Debatte einsteigt. Alles andere wäre an der realen Lebenswelt und am Bedarf Deutschlands vorbei.“

Das stimmungsvolle Ambiente mit Live-Musik und Live-Cooking-Buffet sorgte für beste Stimmung unter den Gästen. Besonders ins Auge fiel die allgegenwärtige Botschaft „SHK+E Essen 2026 – Wir sind dabei!“, die als Fotowand, Aufkleber und Give-away in Form eines Countdown-Kalenders präsent war – ein starkes visuelles Signal für den bevorstehenden Messeauftritt im März 2026.

www.shk-nrw.de