Fränkische: Standort Bückeburg wird aufgegeben

Produktion und Logistik der Fränkischen Rohrwerke sollen aus Bückeburg nach Königsberg und Schwarzheide verlegt werden. Der Grund: Die Produktion ist nicht rentabel. Den 35 betroffenen Mitarbeitern sollen neue Stellen an den anderen Standorten angeboten werden.

In den kommenden Wochen will Fränkische Interessenausgleichs- und Sozialplanverhandlungen mit den Bückeburger Betriebsräten führen. – © Fränkische Rohrwerke Gebr. Kirchner GmbH & Co. KG

Fränkische plant, die Produktion und Logistik des Zweigstandortes Bückeburg in die Standorte Königsberg und Schwarzheide zu integrieren. Von dieser Planung sind 35 Mitarbeiter in Bückeburg betroffen, denen neue Stellen an den anderen Standorten angeboten werden sollen. Grundstück und Räumlichkeiten in Bückeburg möchte das Unternehmen verkaufen.

Der fünfköpfige Vertrieb wird am Standort verbleiben und ein neues Büro beziehen. Den zwei Auszubildenden wird ermöglicht, ihre Ausbildungen abzuschließen.

Bückeburg nicht profitabel

Im Rahmen einer Sondersitzung des Betriebsrates in Bückeburg sowie in einer nachfolgenden Mitarbeiterversammlung informiert der Geschäftsführer Aegidius Schuster vor Ort über die Pläne des Unternehmens.

Grund der Planungen ist, dass der Standort Bückeburg nicht profitabel betrieben werden kann. Die Herstellungskosten sind dort deutlich höher als an den anderen Standorten. Besonders im Bereich Drainage, in dem im Bückeburg produziert wird, ist der Preisdruck gestiegen – bei gleichzeitig stark schwankender Auslastung. Nur im Verbund mit Produktionseinheiten an den anderen Standorten könne Fränkische die Effizienz steigern und ausreichende wirtschaftliche Ergebnisse für das Familienunternehmen erzielen.

Notwendiger, schmerzhafter Plan für Mitarbeiter in Bückeburg

Geschäftsführer Aegidius Schuster: „Uns ist klar, dass dieser Plan für die Mitarbeiter vor Ort schmerzhaft ist. In Bückeburg wurde in mehr als 50 Jahren sehr viel geleistet. Aber wir mussten so entscheiden, um insgesamt ein gesundes, wachsendes Unternehmen zu bleiben. Die anstehenden Gespräche mit den Betriebsräten werden wir offen und konstruktiv führen.“

Sozialplanverhandlungen mit Betriebsräten

In den kommenden Wochen will das Unternehmen Interessenausgleichs- und Sozialplanverhandlungen mit den Betriebsräten führen. Im Anschluss daran werden die betroffenen Mitarbeiter eine Kündigung erhalten, gleichzeitig wird ihnen ein Arbeitsplatz in Königsberg oder Schwarzheide angeboten. Im Rahmen der Sozialplanverhandlungen sollen unter anderem Kompensationen für die Mitarbeiter festgelegt, die sich gegen einen Wechsel des Standortes entscheiden.

www.fraenkische.com