Gehaltsreport Anlagenmechaniker 2025

Mit ihrem Gehaltsreport für Anlagenmechaniker 2025 bietet die Jobplattform PowerUs für Fachkräfte im Handwerk eine Orientierung über Gehälter nach Berufserfahrung und Region. Die Marktdaten sollen SHK-Unternehmern helfen, ihre Personalplanung und Gehaltsstruktur auf einen Nenner zu bringen.

Der Gehaltsreport von PowerUs bietet auf kompakten 20 Seiten wertvolle Informationen zur Gehaltsstruktur im SHK-Handwerk.
Der Gehaltsreport von PowerUs bietet auf kompakten 20 Seiten wertvolle Informationen zur Gehaltsstruktur im SHK-Handwerk. – © PowerUS

Der Gehaltsreport für Anlagenmechaniker 2025 wurde vom 2019 in Berlin gegründeten Start-up PowerUs erstellt. Dieses bietet als Jobplattform mit einem Online-Marktplatz den direkten Zugang zu Fachkräften. So können offene Stellen gezielt mit passenden Kandidatinnen besetzt werden. Für den Report wurden die Gehaltsdaten von insgesamt über 165.000 Nutzern – davon rund 25 % Anlagenmechaniker SHK – ausgewertet. Viele Betriebe wissen bisher nicht, ob sie marktüblich zahlen. Hier gibt der Report eine klare Einschätzung.

Erkenntnisse aus der Datenauswertung

Wenig erstaunlich, aber sehr transparent zeigt der Gehaltsreport das zwischen Top- und Niedrigzahlern teils über 30 % Differenz liegen. Dabei gibt es regionale Lohnunterschiede. So wird in Süddeutschland meist deutlich mehr für Fachkräfte bezahlt als im Norden oder Osten der Bundesrepublik.

So liegt der gesetzliche Mindestlohn ab 2026 ausgehend von 15 Euro/Stunde bei einer 40-Stunden Arbeitszeit in der Woche bei rund 2.600 Euro brutto im Monat. Alle im Report erhobenen Durchschnittsgehälter liegen deutlich über diesem Niveau.

Schaut man allerdings auf die Einstiegsgehälter mit bis zu zwei Jahren Berufserfahrung, zeigt sich, dass der Abstand zur Mindestlohngrenze in Mecklenburg-Vorpommern (3.075 Euro), Thüringen (3.120 Euro) oder Sachsen (3.159 Euro) weniger als 500 Euro beträgt. Gerade in diesen Regionen wird also nah an der Untergrenze gezahlt, was den Druck auf Betriebe erhöht, bei Gehalt und Zusatzleistungen nachzuziehen – um weiterhin attraktiv für neue Fachkräfte zu bleiben.

Weiterhin hat die Wahl des Aufgabenbereichs einen spürbaren Einfluss auf das Gehalt. Besonders Tätigkeiten in der Industrie oder im Bereich erneuerbare Energien werden überdurchschnittlich vergütet. Niedriger liegt das Durchschnittsgehalt in eher klassischen Tätigkeiten wie Heizung, Lüftung und Sanitär, während Tätigkeiten im Kundendienst und Service im mittleren Gehaltssegment liegen. Das liegt nicht nur an den höheren Qualifikationsanforderungen, sondern auch am akuten Fachkräftemangel in diesen Segmenten. Firmen, die sich die besten Leute sichern wollen, sind daher bereit, deutlich mehr zu zahlen – während andere, die an alten Strukturen festhalten, zunehmend unter dem Personalmangel leiden. Insgesamt zeigt sich die Gehaltsstruktur im SHK-Handwerk aber vergleichsweise stabil und konkurrenzfähig – extreme Ausreißer sind eher die Ausnahme.

Gehaltssteigerung durch Weiterbildung

Weiterbildung spielt eine zentrale Rolle, wenn es um höhere Gehälter im SHK-Bereich geht. Wer sich in Spezialgebieten wie Klimaanlagen oder erneuerbare Energien weiterbildet, kann sich klar vom Durchschnitt abheben – fachlich wie finanziell.

Wichtige Wertschätzung

Die erstrebten Vorteile der Mitarbeiter verschieben sich im Laufe eines Berufslebens in ihrer Gewichtung teils recht deutlich.
Die erstrebten Vorteile der Mitarbeiter verschieben sich im Laufe eines Berufslebens in ihrer Gewichtung teils recht deutlich. – © PowerUS

Die Bedeutung der Leistung von Mitarbeitern wird immer noch deutlich unterschätzt. Doch zeigt der Gehaltsreport, dass viele Fachkräfte auch bei einem nur durchschnittlichen Lohn ihrem Arbeitgeber treu bleiben, wenn das Umfeld stimmt.

In diesem Kontext sind Urlaubs- und Weihnachtsgeld für viele Fachkräfte ein entscheidender Pluspunkt. Gerade in nicht tarifgebundenen Betrieben können diese Sonderzahlungen – oft zwischen 50 % und 100 % eines Monatsgehalts – ein echter Wettbewerbsvorteil sein. Sie signalisieren Wertschätzung und sorgen für finanzielle Planungssicherheit und fallen somit bei der Entscheidung für einen Arbeitgeber ins Gewicht.

Verschiebung der Prioritäten

Im Laufe eines Arbeitslebens verschieben sich die Prioritäten. Auch das geben die Zahlen des Gehaltsreports her. Während für Berufseinsteiger ein gutes Gehalt besonders wichtig ist, gehört dies für erfahrene Fachkräfte einfach dazu.

Darüber hinaus steigt bei diesen der Stellenwert von Aspekten wie Verlässlichkeit, gutes Teamklima, Wertschätzung, Gesundheitsangebote oder einer planbaren Freizeit. In diesen Zusammenhang passt auch der Wunsch nach Flexibilität. Konkret etwa durch ein nach Feierabend mit nach Hause genommenes Servicefahrzeug. Mit diesem lassen sich dann Arbeitszeit und Privatleben effizienter organisieren. Gerade erfahrene Fachkräfte, die Familie oder längere Anfahrtswege haben, schätzen solche Vorteile besonders.

Vorteile und Nutzen

Für SHK-Unternehmer ist der Gehaltsreport eine klare Orientierungshilfe im Wettbewerb um Fachkräfte. Die Zahlen zeigen: Wer heute im Handwerk Personal gewinnen oder halten will, muss wissen, wo man im Vergleich zum Markt steht. Der Report schafft Transparenz und hilft dabei, eigene Löhne realistisch einzuschätzen und Handlungsimpulse zu setzen. Denn auch was die Einarbeitung neuer Fachkräfte betrifft, ob mit wenig oder viel Erfahrung, gibt der Marktreport interessante und hilfreiche Auskunft.

Der Gehaltsreport von PowerUs kann kostenfrei unter diesem Link als PDF-Datei heruntergeladen werden.

www.powerus.de