HKI stellt sich dem Thema Nachhaltigkeit

Der HKI veranstaltete zum dritten Mal eine Vortragsreihe zu wichtigen Leitthemen. Rund 140 Teilnehmer, zu denen auch Vertreter aus Politik, Presse und der Verbandslandschaft gehörten, folgten der Einladung nach Berlin.

Auf der Vortragsreihe des HKI: Prof. Dr. Klaus Töpfer, Tanja Gönner, Christiane Wodtke, Franz Fehrenbach und Frank Kienle (von links). – © Svea Pietschmann

Steigendes Bewusstsein für Probleme des menschlichen Zusammenlebens und die Klimadebatte braucht die Diskussion über ein ganzheitliches Verständnis von Nachhaltigkeit. Was misst Wohlstand verlässlich, gibt Aufschluss über Schattenseiten und schafft Perspektiven für eine gute Zukunft der Menschen, unserer Umwelt und nicht zuletzt unserer Unternehmen? Mit diesen Fragestellungen führte HKI-Präsidentin Christiane Wodtke in das Thema ein: „Gesucht wird der neue globale Zusammenhang und damit auch der Zusammenhalt von Menschen und Nationen.“

Franz Fehrenbach, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Robert Bosch GmbH und geschäftsführender Gesellschafter der Robert Bosch Industrietreuhand KG beleuchtete das Thema aus der Sicht des Unternehmens. Sein Beitrag „Mut zur Veränderung – eine politische Unternehmerperspektive“ war eine aktuelle und anschauliche Reflektion auf die Anforderungen von heute für das Gelingen der Ziele von morgen.

Nachhaltige Entwicklung weltweit ermöglichen und fördern, hat sich die GIZ zum Ziel gesetzt. Aus dieser Perspektive erläuterte Tanja Gönner, Vorstandssprecherin der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und ehemalige Umweltministerin von Baden-Württemberg, das Thema. Nachhaltigkeit, sowohl ökonomisch, ökologisch als auch sozial, müsse zwangsweise global betrachtet werden.

Prof. Dr. Klaus Töpfer, Exekutivdirektor des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) und ehemaliger Bundesumweltminister, begann mit der Erläuterung des Ursprungs des Begriffes Nachhaltigkeit, griff dann die Beiträge der Vorredner auf und nutzte daran angelehnt konkrete Beispiele, um die gegenwärtige Situation zu analysieren, Missstände aufzuzeigen und Lösungsansätze zu präsentieren. Die daran anknüpfenden Ausblicke in mögliche, zukünftige Entwicklungen boten reichlich Stoff zum Nachdenken. „Wenn wir auch zukünftig in Frieden leben wollen, müssen wir handeln und weniger privilegierte Regionen darin unterstützen, eine nachhaltige positive Wirtschafts- und Wohlstandsentwicklung zu realisieren“, so sinngemäß Prof. Töpfer.

Frank Kienle, Hauptgeschäftsführer des HKI Industrieverbandes:“Der Verband und seine Mitgliedsunternehmen sind gut aufgestellt und man ist auf die Herausforderungen bestens vorbereitet. Es ist noch viel zu tun – wir werden den Prozess aktiv begleiten in Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedsunternehmen, wie auch durch aktive Mitarbeit in den europäischen Gremien“.

Das Resümee von Christiane Wodtke: „Die Zukunft wird eine große Herausforderung. Ge­sellschaftliche Veränderungen, Wissenschaft und Technologie sind die drei Schlüsselbereiche, auf die es in den nächsten Jahrzehnten entscheidend ankommt. Wir, die Unternehmer, die Politik – wir alle sind gefordert“.

 Der HKI besteht aus den beiden Fachverbänden Heiz- und Kochgeräte sowie Großkücheneinrichtungen mit rund 200 Mitgliedern. Beide Fachverbände widmen sich intensiv dem Thema Nachhaltigkeit – mit Schwerpunkten auf Energieeffizienz und Emissionsminderung.

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