Das Institut Perspektive Handwerk (IPH) bietet als erste Organisation in Deutschland einen Zertifikatslehrgang zum Fachbauleiter und Obermonteur in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer Rhein Neckar an. Das Institut schließt damit die Lücke zwischen einem Gesellen und einem Meister für Unternehmen im Handwerk, Ausbaugewerk und Gebäudetechnik.

Bislang haben Betriebe gute Fachkräfte aus eigenen Reihen selbst zum Obermonteur ernannt. Mit der Leitung einer Baustelle gehen jedoch neue Aufgaben einher, welche in der Gesellenausbildung oft kaum gelehrt werden. So gilt es u. a. Mitarbeiter zu führen, besser mit Kunden und der eigenen Verwaltung zu kommunizieren, VOB und BGB zu unterscheiden, sich und ihre Teams optimal einzusetzen und Projekte effektiv zu koordinieren.
All dies sollen die Teilnehmer des Zertifikatslehrgangs des Instituts Perspektive Handwerk nun im Rahmen von zwei fünftägigen Präsenzblöcken plus einem Onlinetermin lernen. Offene Seminare werden an verschiedenen Orten in Deutschland angeboten. Der Lehrgang kann auch firmenintern durchgeführt werden. Dabei sind die Termine individuell abstimmbar.
Kaufmännische Kompetenzen
Mittlerweile haben schon mehr als 50 Fachkräfte den Abschlusstest bei der IHK Rhein Neckar bestanden. „Wir als IHK Rhein Neckar freuen uns, ein derart gutes und bislang einzigartiges Programm zusammen mit dem Institut Perspektive Handwerk in Deutschland auf den Weg zu bringen. Es werden von Fachbauleitern und Obermonteuren immer mehr kaufmännische Kompetenzen und Soft Skills gefordert. Diese Kenntnisse und Fähigkeiten werden gerade durch das Zertifikat der IHK Rhein-Neckar bestätigt“, so Lisa Maibach von der IHK Rhein Neckar.
Handwerker in Ausbaugewerken haben somit eine weitere Qualifikationsmöglichkeit auf ihrem Karriereweg, die neue Perspektiven ermöglicht. Die Unternehmen positionieren sich mit dem Angebot der Zusatzqualifikation ihrer Mitarbeiter als attraktiver Arbeitgeber. Sie profitieren darüber hinaus in vielfacher Hinsicht. Mit ihren Fachbauleitern und Obermonteuren wird die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt, unternehmerisches Denken und Selbstverantwortung gefördert, Abläufe werden besser verstanden und angenommen, Gefahren können besser abgewendet, Projekte besser koordiniert werden und es werden wertvolle Zusatzaufträge generiert und Missverständnisse vermieden.
„Handwerksfirmen erfolgreich in die Zukunft zu führen, das ist unsere Mission“, so Peter Liepolt, Geschäftsführer des Institut Perspektive Handwerk.