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Jahreshauptversammlung der SHK AG: Markenstrategie gibt Wettbewerbsvorteile

Die SHK AG hielt Mitte Mai in Dresden ihre Jahreshauptversammlung ab. Für die Handwerkerkooperation war 2016 ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr mit Zahlen, die erneut über dem Branchendurchschnitt lagen.

Über 600 Teilnehmer, mehr als 200 Mitgliedsbetriebe und etwa 70 Messeaussteller kamen vom 11. bis 13. Mai nach Dresden zur Jahreshauptversammlung 2017 der SHK AG.

Das Hauptaugenmerk der Geschäftsstelle mit Sitz in Bruchsal gilt der Wirtschaftlichkeit und der Wettbewerbsfähigkeit der rund 900 Mitgliedsunternehmen durch Bereitstellung von Kooperationsleistungen – in enger Zusammenarbeit mit zwei- und dreistufigen Lieferantenpartnern –, um damit einen Beitrag zur Unabhängigkeit des Sanitär- und Heizungsfachhandwerks zu leisten. „Umsatztreiber für unsere SHK waren einmal mehr die gewachsene Warenbezugsquote und die hohe Inanspruchnahme unserer SHK-Leistungen. Ebenfalls ein moderates Wachstum in der Mitgliederzahl“, so SHK AG Vorstand Harald Belzer.

Das Zentralregulierungsgeschäft, als der bedeutendste Indikator für die Geschäftsentwicklung, hat, so Wirtschaftsprüfer Stefan Träumer: „das hervorragende Ergebnis des Geschäftsjahres 2015 noch einmal getoppt und zwar um 3,8 Prozent, also über dem Branchendurchschnitt.“ Zudem verkündete Belzer die ersten Quartalszahlen aus dem aktuellen Geschäftsjahr 2017: „Unser Zentralregulierungsvolumen ist in den ersten Monaten um über zehn Prozent gestiegen.“ Erfreulich ist für die SHK AG auch die Entwicklung der Kooperation in Österreich, wo sich das Geschäftsvolumen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres „rasant verdoppelt“ habe.

Wachstumstreiber in der Branche allgemein war das Modernisierungsgeschäft bei Bädern und Heizungen. Hier lag der Umsatzanteil bei 72 %. Hauptkundengruppe waren mit einem Anteil von 61,4 % die privaten Auftraggeber. Genau auf diese Zielgruppe hat die SHK AG das Marketing ihrer Marken „Meister der Elemente“ und „Die Badgestalter“ ausgerichtet. Mit eine Erklärung für das überdurchschnittliche Wachstum der Mitgliedsunternehmen.

Ebenso für Belzer ein Grund zur Freude: Der Umsatz mit den Lieferantenpartnern aus dem zweistufigen Vertriebsweg zeige mit fast 10 % Plus „steil nach oben.“ Die SHK AG arbeitet mit Herstellern sowohl im zweistufigen als auch im dreistufigen Vertriebsweg zusammen. Mittelständische Großhändler sind verlässliche Partner der Handwerkerkooperation. „Wir haben in allen Bereichen die Top-Lieferanten an Bord“, so Belzer.

Kooperations-Marke

Internetshops, etablierte Großhändler, Hersteller und sogar fachfremde Anbieter haben mit neuen Geschäftsmodellen die alten Spielregeln der Branche deutlich verändert oder aufgekündigt. Zu kooperieren ist deshalb eine Strategie für Handwerker, um Herr über die eigenen Entscheidungen zu bleiben – mit einer Kooperations-Marke bleibt der Handwerker Unternehmer.

Die SHK AG bietet ihren Mitgliedern als Angebot, den bundesweiten Marken „Meister der Elemente“ und „Die Badgestalter“ beizutreten. Die unternehmerische Freiheit jedes Gesellschafters bleibt dabei gewahrt. Er allein entscheidet, wann, wo und in welcher Intensität er die Angebote seiner Kooperation nutzt.

Beide Marken stärken den Auftritt der Unternehmen vor Ort und im Internet. Die Teilnehmer der Marke erhalten professionelle Marketingmittel und werden unterstützt bei der Gestaltung ihres individuellen Auftrittes – sowohl online wie auch offline. Damit haben die Markenunternehmen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Denn bevor ein Auftrag für eine neue Heizung oder ein neues Bad vergeben wird, informieren sich die Menschen im weltweiten Netz. Nicht nur die Produkte werden gegoogelt, auch die Fachunternehmen, die sie einbauen können. Qualität im Handwerk entfaltet auf den möglichen Neukunden dann ihre Wirkung, wenn sie auf der Internetseite optimal präsentiert wird und wenn dort andere Kunden die gute Arbeit des Markenunternehmens mit ihren Bewertungen bestätigen.

„Durch das bundesweite zentrale Marketing für beide Marken, erfahren die Konsumenten, dass ‚Meister der Elemente‘ und ‚Die Badgestalter‘ für Qualität im Handwerk stehen. Dieser Markenaufbau ist in vollem Gange und zeigt erste Wirkung. Je mehr Mitgliedsunternehmen für das bundesweite Markenversprechen einstehen, desto erfolgreicher werden unsere gemeinsamen Marken“, so Belzer.

Neue Persönlichkeiten in den Gremien

Der neue Vorsitzende des Beirats und des Aufsichtsrats, Alfred Bock aus Neufahrn, nannte, die seiner Meinung nach, wichtigsten Eigenschaften der Kooperation: „Die SHK ist unser aller Eigentum. Wir machen unser Ding, im Gegensatz zu anderen Kooperationen, die von einem Eigentümer bestimmt sind. Die Gewinne bleiben bei uns. Wir sind eine riesige Macht.“

Wie wichtig dieser Zusammenhalt für sie ist, betonten auch die beiden neuen Beiratsmitglieder Ina Säuberlich, Badgestalterin aus Dresden und Horst Langen von der Langen GmbH & Co.KG in Trier. Als Ersatzbeirat wurde Markus Rettinger aus Kempten gewählt. Thomas Hartmann, der nach der Jahreshauptversammlung 2016 zunächst das Amt des Vorsitzenden des Beirats innehatte, stellte sich in der Beiratswahl nicht mehr zur Verfügung. Ebenso beendete Mathias Fritzsche sein Amt als Beirat.

Badplanungswettbewerb

Mit beachtenswerten Neuerungen überraschte der Badplanungswettbewerb „Badideen aus der Praxis“ und zeigte damit, dass er auch im zwanzigsten Jahr seines Bestehens noch immer ein Quell von frischen Ideen ist. Erstmals wurde ein Publikumspreis ausgelobt und die Teilnehmer erhielten eine hochwertige Trophäe. Über 100 Einsendungen gab es für das diesjährige Thema: „Einfach traumhaft – Bäder mit Sinn und Sinnlichkeit .“

Die Gewinner des Wettbewerbs

Gewonnen haben Stefanie Cáceres Sánchez von der Firma Fred Weber e.K., Christina Krebs von der Firma Ernst Krebs GmbH, Sabine Pacher von der Firma Siegfried Pacher, Claudia Altrichter von der Firma Gerhard Elsässer GmbH. Florian Jung von der Firma Jung Fliesen und Bäder, Philipp Braun von der Firma Kindler die Badgestalter, Gisela Bukoll von der Firma Bukoll GmbH und Ronald Maßalsky von der Firma Maßalsky GmbH.

Festredner und Rahmenprogramm

Ein Inder aus Mannheim (Online Experte Sanjay Sauldie), ein Branchenguru (Hans-Arno Kloep) und ein Schlagzeuger (Michael Kercher mit seinem Drum-Edu-Tainment) waren die drei Festredner während der Jahreshauptversammlung. Die wilde Mischung war wohlüberlegt, denn alle drei gaben den Mitgliedern und Lieferantenpartner ungewohnte Impulse für ihr Tagesgeschäft und die persönliche Einstellung mit. Schließlich rundeten ein Festabend im Internationalen Congress Center Dresden, Profi-Musiker und Profi-Entertainer das Programm ab. So konnte Vorstand Harald Belzer die drei Tage in Dresden auf einen Nenner bringen: „Wir haben Dresden gerockt.“.

Jahreshauptversammlung der SHK AG

Vier wesentliche Kompetenzbereiche

Die gezielte Weiterbildung der Handwerkschefs und die stete Qualifizierung der Mitarbeiter in den Mitgliedsunternehmen gehören seit vielen Jahren zur Kernkompetenz der Handwerker-Kooperation SHK AG. Damit aus Wissen Erfahrung wird und aus Erfahrung Erfolg, realisiert die SHK AG ein spezifisches Seminarprogramm. Es bezieht sich auf vier Bereiche, in denen das marktaktive, unabhängige Handwerksunternehmen seine Qualität und Einzigartigkeit in besonderer Weise herausstellt:

  • Verkaufen: die richtigen Kaufinteressenten ansprechen, mit Sympathie gewinnen und dauerhaft binden.
  • Führen: realistische Ziele setzen, diese kommunizieren und verfolgen.
  • Gestalten: durch besondere Kreativität und testierte Exzellenz rund um moderne Badgestaltung echte Wettbewerbsvorteile realisieren.
  • Organisieren: sich einheitlich präsentieren – mit dem gesamten Firmenauftritt, mit den Arbeitsabläufen, betriebswirtschaftlich solide.

Die vermittelten Inhalte sind praxisnah und auf die Erfordernisse im modernen Handwerksunternehmen zugeschnitten. Angeboten werden sowohl offene Seminare für die Gesamtheit der SHK-Mitglieder als auch Inhouse-Seminare für einzelne Unternehmen, z. B. der MEISTERtag, und ebenso individuelle Coachings.

Beliebt und von hohem Erkenntniswert für die Führung des eigenen Handwerksunternehmens sind die ERFA-Gruppen der SHK. Dort verständigen sich Unternehmer, die nicht im unmittelbaren Wettbewerb stehen, über Fragen der Führung, der Betriebsorganisation, des Marketings, der Personalentwicklung, der betriebswirtschaftlichen Sachverhalte und vieles andere mehr. Die Teilnehmer ziehen hohen Nutzen aus einem jährlichen, neutral erstellten Betriebsvergleich.

Kooperieren bedeutet Teilhabe

Die Handwerksunternehmer wirken als Gesellschafter der SHK-Kommanditgesellschaft (alleinige Aktionärin der SHK AG) an der Geschäftspolitik der SHK AG in mehrfacher Weise mit: durch ihre Entscheidungen in der jährlichen Gesellschafterversammlung, durch die Arbeit ihrer gewählten Repräsentanten in den Aufsichtsgremien und durch Mitarbeit in Markenbeiräten und Arbeitskreisen.

Die Mitglieder erfreuen sich wirtschaftlicher Vorteile in Form von Bon i und Gewinnbeteiligungen. Darüber hinaus erhalten sie Kooperationsleistungen wie Marketing, Architekturleistungen, Seminare oder betriebswirtschaftliche Beratung. Diese Leistungen bekommen sie in der Regel zum Selbstkostenpreis. Indem sie das umfangreiche Kompetenzspektrum ihrer Kooperation in Anspruch nehmen, können sich die Handwerksunternehmer auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und ihre Ziele bestmöglich erreichen.

In der SHK Einkaufs- und Vertriebs AG sind über 920 Betriebe mit einem Gesamtaußenumsatz von rund 1,5 Mrd. Euro organisiert.

 www.shknet.de

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