Jetzt handeln: Austauschpflicht Bleirohre bis Januar 2026

Leitungen aus Blei müssen jetzt zügig ausgetauscht werden, denn die Zeit drängt. Für Haus- und Wohnungseigentümer gilt: Bis spätestens 12. Januar 2026 müssen alle Bleirohre und Teilstücke aus Blei in Wasserversorgungsanlagen entfernt sein. Das fordert die novellierte Trinkwasserverordnung.

Verpressen vom bleifreien T-Stück-Fitting Purapress an Kupferrohr
Pb-free: Purapress sind moderne Übergangs-Pressfittings aus bleifreier Siliziumbronze für Verbindungen mit Kupfer- sowie Edelstahlrohren. – © Sanha GmbH & Co. KG, Essen
Collage aus drei Fotos mit bleifreien Fittings von Sanha
Bleifrei und zukunftssicher: Sanha fertigt seit 2009 Press-, Gewinde- und Übergangsfittings aus bleifreier Siliziumbronze. – © Sanha GmbH & Co. KG, Essen

Die Frist für den 12. Januar 2026 setzt die novellierte und 2023 in Kraft getretene Trinkwasserverordnung (TrinkwV) im § 17 Abs. 1. Von der Austauschpflicht betroffen sind alle Rohre, Fittings und Teilstücke aus Blei. Unabhängig davon können auch Fittings aus Rotguss oder ähnlichen Werkstoffen einen Bleianteil enthalten, der ins Trinkwasser ausgewaschen werden kann. Sie dürfen ab dem Ablaufen der Frist nicht mehr im Trinkwasserbereich eingesetzt werden.

Daher müssen neben Hausbesitzern auch Installateure und Fachgroßhandel aktiv werden und ihre Lager rechtzeitig umstellen – dies kann je nach Bestand bis zu zwei Jahre dauern. Erprobte Lösungen – Press-, Gewinde- und Übergangsfittings aus Siliziumbronze – bietet der Rohrleitungsspezialist Sanha bereits seit 2009 an.

Warum ist Blei im Trinkwasser problematisch?

Bereits seit dem 1. Dezember 2013 galt ein Grenzwert von 0,010 mg/l (TrinkwV). Die Verschärfung auf 0,005 mg/l spiegelt den aktuellen Stand der Wissenschaft zur gesundheitlichen Bewertung wider. Blei kann sich negativ auf das Nervensystem auswirken und ist insbesondere für Kinder, Schwangere und andere gesundheitlich anfällige Personen gefährlich. Daher hat die TrinkwV den Bleigrenzwert über die Jahre hinweg immer wieder abgesenkt.

ECHA-Positivliste

Parallel zur TrinkwV wird die Europäische Chemikalienagentur ECHA zahlreiche bleihaltige Kupferlegierungen künftig für den Einsatz in Trinkwassersystemen verbieten. Die sogenannte „ECHA-Positivliste“ tritt zum 31. Dezember 2026 in Kraft – nicht viel Zeit. Die Dringlichkeit gilt trotz der nationalen Übergangsfrist bis zum 12. Januar 2028: Werkstoffe, insbesondere Kupferlegierungen, mit Blei dürfen für Trinkwasser-Installationen in Deutschland dann nicht mehr in Verkehr gebracht und schon gar nicht in Trinkwasseranlagen installiert werden.

Nicht nur Bleirohre: Fittings oft übersehen!

In der Praxis stammen Bleigehalte im Trinkwasser nicht allein aus alten Bleirohren. Viel häufiger sind es die Armaturen, Fittings und Bauteile, die Blei enthalten und an das Trinkwasser abgeben können. Zudem sind reine Bleirohre auch nach Aussage des Umweltbundesamts nur noch selten anzutreffen. Die Verengung auf den Begriff „Bleirohre“ kann also dazu führen, dass Hausbesitzer sich nicht betroffen fühlen.

Praxistipp: Insbesondere bei Neuinstallationen und solange sich noch keine Schutzschicht gebildet hat, kann Blei austreten. Doch auch bei bestehenden Installationen ist eine Kontamination nie vollständig auszuschließen. Dies hängt von zahlreichen Faktoren wie der örtlichen Wasserqualität, den Werkstoffen, der Fließgeschwindigkeit, den Temperaturen in der Anlage uvm. ab. Hier kann eine Wasseranalyse Auskunft geben, ob Maßnahmen erforderlich sind. Grundsätzlich sind Hausbesitzer gut beraten, wenn sie im Sanierungsfall von vornherein auf bleifreie Produkte setzen, um eine gesundheitliche Belastung auszuschließen.

Handlungsbedarf bei Fachgroßhandel und Installationsbetrieben

Die Zeit drängt: Neben Gebäudeeigentümern müssen auch Fachgroßhändler und Installationsunternehmen rasch reagieren. Bleihaltige Lagerbestände müssen überprüft und rechtzeitig ausgetauscht werden. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach konformen, zukunftssicheren Produkten – sowohl aus hygienischer als auch rechtlicher Sicht.

Sanha: Pionier für bleifreie Rohrleitungssysteme

Bereits seit 2009 bietet Sanha als erster Hersteller mit Purapress, Purafit und 3fit-Press ein umfangreiches Sortiment an bleifreien Fittings aus dem Werkstoff Sliziumbronze (CuSi, CW724R), die Sanha speziell für den Einsatz in Trinkwasserinstallationen entwickelt hat.

Alle Systeme sind DVGW-zertifiziert. Zudem zeichnet sich der Werkstoff durch eine hohe Entzinkungsbeständigkeit und somit Langlebigkeit aus. Bis heute verkaufte Sanha nach eigenen Angaben über 60 Mio. Fittings. Mit diesen Lösungen können Fachbetriebe und Planer auf maximale Hygiene, Rechtssicherheit und Nachhaltigkeit setzen– weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus.

www.sanha.com