Das Bundeskartellamt bestätigt, dass es am 6. März eine Durchsuchung im Bereich des Sanitärgroßhandels durchgeführt hat.
Susanne Abel
Kartellamt durchsucht Sanitärgroßhandel
Das Bundeskartellamt bestätigt, dass es am 6. März eine Durchsuchung im Bereich des Sanitärgroßhandels durchgeführt hat. Die Behörde ist dabei dem Verdacht nachgegangen, dass Sanitärgroßhändler ein System der Preiskoordinierung betreiben. Dieses bezweckt die Preisabstimmung zwischen den Großhändlern und führt zu Kartellpreisen gegenüber den Installateuren. Die Durchsuchung erfolgte zeitgleich an insgesamt 14 Standorten, darunter auch Privatwohnungen. An der Aktion waren 40 Mitarbeiter des Bundeskartellamtes beteiligt, unterstützt von 49 Mitarbeitern von Polizei und Steuerfahndung. Weitere Informationen zu dem konkreten Verfahren, insbesondere zu den Namen der durchsuchten Unternehmen, wird das Bundeskartellamt bis zum behördlichen Abschluss des Verfahrens nicht veröffentlichen. Eine Durchsuchung des Bundeskartellamtes erfolgt regelmäßig auf der Basis eines gerichtlichen Durchsuchungsbeschlusses. Dieser setzt einen Anfangsverdacht für einen Kartellrechtsverstoß voraus. Die Durchführung einer Durchsuchung dient der Aufklärung des Sachverhalts und bedeutet ausdrücklich nicht, dass sich die betroffenen Unternehmen und Personen tatsächlich eines Kartellrechtsverstoßes schuldig gemacht haben. Bis zum Abschluss des Verfahrens gilt die Unschuldsvermutung.
