Sanitär -

Kleine Klo-Geschichte zum Welttoilettentag

Heute ist Welttoilettentag. Seit der Erfindung des Nachttopfes hat sich eine Menge getan - ein Rückblick auf die Geschichte des stillen Örtchens zeigt den Wandel von der Cloaca Maxima zum Hygiene-Champion.

Am 19. November ist Welttoilettentag. Der Jahrestag des „stillen Örtchens“ wurde 2001 von der Welttoilettenorganisation (WTO) ins Leben gerufen. In der Generalversammlung der Vereinten Nationen wurde der Tag am 24. Juli 2013 einstimmig zum offiziellen Welttag der Vereinten Nationen gewählt. 2005 hat in Deutschland die German Toilet Organization (GTO) damit begonnen, den Welttoilettentag bekannt zu machen.

Was war vor dem Welttoilettentag?

Das WC wie wir es heute kennen blickt auf eine 5.000 Jahre lange und erzählenswerte Vergangenheit zurück. Von der öffentlichen Latrine über den Nachttopf, dessen Inhalt aus dem Fenster gekippt wurde, hin zum ersten Wasserklosett (WC) – heute erinnert nur noch wenig an diese Vorrichtungen aus der Antike, dem Mittelalter oder der Neuzeit. Dass sich insbesondere in den vergangenen Jahrzehnten einiges in den Bereichen Hygiene, Komfort und Nachhaltigkeit getan hat, zeigen insbesondere die neuen Dusch-WCs.

Antike Geschäfte

Die Geschichte des WCs beginnt um 2.500 v. Chr. bei den Griechen. Diese besaßen schon damals Toiletten und Abwassersysteme, die rund tausend Jahre später von den Römern übernommen und weiterentwickelt wurden. Bekannt ist die Cloaca Maxima, die Entwässerungsanlage des antiken Roms, an die viele private Häuser und alle Staatsgebäude angeschlossen waren. Außerdem errichteten die Römer Latrinen. Deren Benutzung war allerdings den Reichen vorbehalten, die dort in geselliger Runde große und kleine Geschäfte besprachen und erledigten. Mit dem Untergang des römischen Reichs gingen auch die frühen sanitären Errungenschaften unter. Im Mittelalter fand die Toilettenkultur ihren vorläufigen Tiefpunkt, als man seine Notdurft entweder im Freien verrichtete oder die Fäkalien einfach aus dem Fenster in die Rinnsteine kippte.

Kleine Klo-Geschichte zum Welttoilettentag

Die Toilette im British Empire

Ab dem 15. Jahrhundert nahmen sich die Engländer des Themas an – mit Erfolg: Als erstes wurde in London eine öffentliche Toilette errichtet, in der fast 130 Menschen gleichzeitig Platz fanden. Ende des 16. Jahrhunderts erfand der englische Dichter Sir John Harington das erste „moderne“ Wasserklosett, und zwar im Auftrag seiner Tante, Königin Elisabeth I. Die Erfindung wurde jedoch von seinen Landsleuten als schlechter Scherz belächelt und geriet in Vergessenheit. Rund 200 Jahre später, im Jahr 1775, entwickelte sein Landsmann Alexander Cummings ein Wasserklosett mit dem bis heute gebräuchlichen S-förmigen Abflussrohr und erhielt das Patent darauf.

Im Dienst der Gesundheit

Als Wissenschaftler in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts den Zusammenhang von Hygiene und Gesundheit erkannten, boten Keramikproduzenten wie Villeroy & Boch passende Produkte an: Seine leicht und gründlich zu reinigenden Fliesen wurden seit 1870 beispielsweise in öffentlichen Badeanstalten und Krankenhäusern eingesetzt. Auch Waschgarnituren gehörten damals schon zum Villeroy & Boch-Sortiment, und in Verkaufsunterlagen von 1871 ist bereits ein kleines Sortiment an Urinalen und WCs aus den Werken Mettlach und Dresden vermerkt. Die Entwicklung neuer Herstellungsmethoden und Materialien ermöglichte schließlich die industrielle Produktion. Im Jahr 1899 startete Villeroy & Boch mit der Fertigung großer Stückzahlen von Sanitärware, die ab diesem Zeitpunkt für breitere Bevölkerungsschichten erschwinglich wurde – das WC hielt Einzug ins private Badezimmer.

Toiletten heute: beste Hygiene

Heute gibt es beim WC eine große Auswahl an Varianten, Designs und Zusatzfunktionen. Ob bodenstehende oder wandhängende Variante, ob in Kombination mit einem aufgesetzten Spülkasten oder mit einer Vorwandinstallation – in den letzten Jahren wurden immer wieder interessante Innovationen für die moderne Toilette entwickelt, die für Hygiene, Komfort und Nachhaltigkeit am stillen Ort sorgen.

Das Wischen hat ein Ende

Der Trend, sich nach dem Gang zur Toilette, papierlos zu reinigen, stammt aus Asien. Zunehmend werden Dusch-WCs auch in hiesigen Bädern beliebter. Villeroy & Boch hat beispielsweise die Dusch-WC-Serie ViClean-WC im Programm – eine Symbiose aus WC und Bidet. Nach dem Toilettengang reinigt ViClean den Intimbereich sanft mittels Wasserstrahl und schenkt dem Anwender so ein Gefühl von Frische und Sauberkeit. Die selbstreinigende Duschdüse bietet verschiedene Waschfunktionen, die 430 ml Wasser pro Minute verbrauchen. Ein Warmluftföhn mit einstellbarer Temperatur und ein beheizbarer Sitz komplettieren das System.

www.villeroy-boch.de

Klo-Geschichte zum Schmunzeln

Filmtipp zum Welttoilettentag: Ein Comedian beschreibt sein „erstes Mal“ auf dem Dusch-WC.

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