KWB investiert: vom Heizkessel zur Gesamtlösung

Zuversichtlich: Johann Seitinger (Steirischer Landesrat für Land- und Forstwirtschaft), Peter Daniell Porsche (Mehrheitseigentümer KWB), Christian Rakos (Präsident der World Bioenergy Association) und Helmut Matschnig (Geschäftsführer KWB) (v. l.). – © Klaus Morgenstern

In den letzten zwei Jahren investierte KWB rund 23 Mio. Euro in Produktion, Forschung und intelligentes Energiemanagement. Mit der Erweiterung seines Portfolios setzt der steirische Heizungsspezialist einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zum Gesamtanbieter für Wärme und Strom.

Die europäischen Bestrebungen, fossile Energien schrittweise abzulösen, haben bei KWB zu einer deutlichen Nachfragesteigerung geführt. Um mit dem erhöhten Bedarf am internationalen Markt Schritt zu halten, hat das Unternehmen in den letzten drei Jahren zwei neue Werkshallen gebaut. Die Produktionskapazitäten am Standort St. Margarethen/Raab wurden verdreifacht. Gleichzeitig setzte KWB in die Digitalisierung bestehender Prozesse und investierte massiv in den Bereich Forschung und Entwicklung.

Intelligente Zusammenarbeit

„KWB stellt sich mit dem aktuellen Investment für die Zukunft auf und ermöglicht es seinen Kunden die Energiewende im eigenen Zuhause einzuleiten“, schildert Mehrheitseigentümer Peter Daniell Porsche. Mit der Erweiterung des Produktportfolios setzt KWB einen wichtigen Meilenstein auf seinem Weg vom Heizkesselhersteller hin zum Gesamtlösungsanbieter für Wärme und Strom. „Wir werden zwar wegen der Heizung gerufen, können aber mit unseren neuen Angeboten ab sofort das gesamte Energiesystem eines Hauses intelligent und nachhaltig aufsetzen“, beschreibt KWB-Geschäftsführer Helmut Matschnig.

In einem modernen Gesamtenergiesystem von KWB arbeiten Photovoltaikanlage und Batteriespeicher mit der individuellen Heizungslösung intelligent zusammen. Möglich macht dies eine neu entwickelte, softwarebasierte Energiemanagement-Lösung. „In einem fein abgestimmten System aus Photovoltaik und Heizung muss nur noch ein geringer Anteil an Energie zusätzlich zugekauft werden. Damit ermöglichen wir es unseren Kunden, energieunabhängig zu werden und die eigene Energieversorgung selbst in die Hand zu nehmen“, so Matschnig. Bereits jetzt können mit den aktuell verbauten KWB-Heizsystemen jährlich rund 600 Mio. l Öl eingespart werden. Dies entspricht dem Fassungsvermögen des größten Öltankers der Welt mit einer Länge von 400 m. Das Unternehmen leistet damit einen entscheidenden Beitrag für eine lebenswerte Zukunft.

Energiemanagement für Zuhause

KWB bietet künftig alle Komponenten für die Energiewende in den eigenen vier Wänden an. Ein Zusammenspiel aus Photovoltaik, Sonnenkollektoren, Batteriespeicherung sowie einer holzbasierten Heizungslösung ermöglicht im Tagesverlauf sowie über das gesamte Jahr gesehen den Ausgleich zwischen Energieproduktion und -bedarf. Ideal abgestimmt und miteinander verknüpft werden die einzelnen Elemente durch das neue softwarebasierte Energiemanagementsystem von KWB.

Künstliche Intelligenz lernt aus dem Nutzerverhalten der Vergangenheit und verknüpft dieses mit den Wetterprognosen der Zukunft. Wärme- und Energieverbrauch lassen sich damit effizient steuern und eine Energieautarkie nahezu erzielen.

Modernes Forschungszentrum

Die neue Werkserweiterung bei KWB ermöglicht die Verdreifachung der Produktionskapazitäten. – © Klaus Morgenstern

KWB-Biomasseheizungen werden ständig weiterentwickelt und erfüllen die höchsten Vorschriften und Normen. Ausschlaggebend dafür ist das intensive Engagement des Unternehmens im Bereich Forschung und Entwicklung. 30 der insgesamt rund 200 KWB-Mitarbeitenden am Stammsitz in St. Margarethen an der Raab sind in diesem Bereich tätig. Die zusätzlich zehn neuen Prüfständen dienen dem Test und der Weiterentwicklung von Verbrennungsprozessen und der Simulierung des Zusammenspiels aller Komponenten im Energiekreislauf.

Mit diesem Forschungsvorsprung gilt KWB als renommierter Leitbetrieb im Green Tech Valley im Süden Österreichs. Dort sind zahlreiche Pioniere und Technologieführer sowie renommierte Forschungseinrichtungen in den Bereichen Erneuerbarer Energien und Kreislaufwirtschaft ansässig. Dieses innovative Umfeld ist ein Standortvorteil für KWB.

Nachhaltig gebaut

Auch beim Bau der neuen Werkshallen wurde Nachhaltigkeit großgeschrieben. Während sich die Produktionskapazitäten durch den Bau verdreifacht haben, wurde dafür nur ein Drittel zusätzlich an Boden versiegelt. Die ökologische Holzbauweise dient der langfristigen CO2-Speicherung. Optisch bettet sich die geschwungene Fassade der Hallen ideal in das Landschaftsbild des steirischen Hügellandes ein.

In die Konzeptentwicklung zur Gestaltung der Arbeitsplätze im Inneren der Werkshallen wurden die Mitarbeitenden aktiv miteinbezogen. Entstanden sind sehr helle und ergonomische Arbeitsplätze mit ansprechenden Holzelementen. Der Energiebedarf deckt sich über PV-Anlagen auf den Dächern der neuen Werkshallen, beziehungsweise ergänzend über nachhaltige Energie aus erneuerbarem Strom aus Wasserkraft. Und die gelebte Nachhaltigkeit setzt sich auch beim Fuhrpark fort: Aktuell wird dieser vollständig auf Elektrofahrzeuge umgestellt.

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