Leuchtturmprojekt: Wilo macht Standort Hof klimafreundlich

Für das Projekt kooperiert Wilo eng mit zwei landwirtschaftlichen Betrieben aus der direkten Nachbarschaft.
Für das Projekt kooperiert Wilo eng mit zwei landwirtschaftlichen Betrieben aus der direkten Nachbarschaft. – © Tim Schnabel, Goldgrube

Komplett unabhängig von fossilen Energieträgern: Wilo setzt am Standort Hof auf ein neues integriertes Energiekonzept aus Biogas und Hackschnitzeln. Das Projekt senkt die CO₂-Emissionen deutlich und gilt als Vorbild für nachhaltige Industrieprozesse mit regionaler Wertschöpfung.

Mit der offiziellen Einweihung eines neuen Energiekonzepts in Hof treibt die Wilo Group die nachhaltige Weiterentwicklung ihrer Standorte voran. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Landwirtschaft aus der Region hat der Wassertechnologiekonzern die erfolgreiche Umsetzung eines Projekts gefeiert, das Klimaschutz, Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung miteinander verbindet.

Erneuerbare Energien als Versorgungsbasis

„Nachhaltige Transformation gelingt nur, wenn ökologische Verantwortung, industrielle Wettbewerbsfähigkeit und technologische Innovationskraft konsequent zusammengedacht werden“, sagte Oliver Hermes, President & Global CEO der Wilo Group. „Das Projekt in Hof zeigt eindrucksvoll, wie eine zukunftsfähige Energieversorgung für produzierende Standorte gestaltet werden kann. Mit Kreativität, Partnerschaften auf Augenhöhe und messbarem Impact.“

Im Zentrum des Konzepts steht die Energieversorgung des Hofer Wilo-Werks, das nun ausschließlich Wärme aus nachwachsenden Rohstoffen nutzt. Möglich macht dies ein integriertes Energiesystem aus Biogaswärme und Hackschnitzelheizung. Zudem stammen rund 60 % des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien. So reduziert Wilo nicht nur die CO₂-Emissionen des Standorts um circa 1.600 t* jährlich, sondern auch seinen Heizölbedarf von etwa 179.000 l pro Jahr auf Null.

Regionale Partnerschaften

Der Startschuss für das Projekt fiel 2023. Nach einem symbolischen Spatenstich entstanden eine rund 1,3 km lange Fernwärmetrasse und neue Infrastruktur zur Stromversorgung. Zudem waren umfangreiche Anpassungen innerhalb der Produktions- und Gebäudetechnik notwendig. Für das Projekt kooperiert Wilo eng mit zwei landwirtschaftlichen Betrieben aus der direkten Nachbarschaft. Die Biogasanlage auf einem Hof im Südwesten des Werks wird mit Gülle betrieben. Die Hackschnitzelheizung auf einem nördlich gelegenen Hof greift auf Holzreste aus der Wilo-Produktion zurück, die zu Hackschnitzeln weiterverarbeitet werden. Jährlich sind dies rund 300 t.

Im Rahmen der Einweihung ordnete Georg Weber, Global CTO der Wilo Group, das Projekt in die globale Nachhaltigkeitsstrategie des Konzerns ein. Standortleiter Thomas Lang stellte die Projektergebnisse sowie die technische Umsetzung vor. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Region erfolgte die symbolische Inbetriebnahme der neuen Energieversorgung.

wilo.com

* Die ausgewiesene CO₂-Einsparung basiert auf einer Machbarkeitsstudie für den Berechnungszeitraum 2019 bis 2022 und vergleicht die heutige Versorgung mit einer konventionellen fossilen Energieversorgung. Sie bildete den Ausgangspunkt für die kontinuierliche Reduzierung der Emissionen aus Scope 1 und Scope 2.