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LG Electronics klärt über Kältemittel R32 auf

Weil manche Installateure und Kunden nach Ansicht von LG Electronics unbegründete Vorbehalte gegen das Kältemittel R32 haben, will der Konzern die 3 wichtigsten Mythen um R32 aufklären.

Aufgrund der F-Gase-Verordnung darf die Kälte- und Klimabranche ab 2025 nur noch Kältemittel mit einem GWP (Global Warming Potential, Treibhauspotenzial) von maximal 750 verwenden. Das gängige Mittel R410A mit einem GWP von 2088 darf dann nicht mehr in Split-Geräten mit einer Füllmenge von bis zu 3 kg genutzt werden. Als Alternative steht laut LG Electronics R32 zur Verfügung, das sich bereits als Bestandteil des R410A-Gemischs bewährt habe. Dank höherer Leistungsfähigkeit soll es einen niedrigeren Stromverbrauch im Kühl- und Heizbetrieb ermöglichen. Auch der geringere Mengenbedarf spricht laut LG Electronics für das neue Kältemittel.

Dennoch hätten manche Installateure und Kunden unbegründete Vorbehalte gegen das Kältemittel. Das Unternehmen will daher mit den 3 wichtigsten Mythen um R32 aufräumen.

Die 3 wichtigsten Mythen um R32

Mythos 1: R32 ist schnell entflammbar

Als Horrorszenario gilt, dass eine Leckage an einem Innengerät auftritt und das Kältemittel fängt Feuer durch einen Funken etwa aus einem Haushaltsgerät oder durch statische Aufladung der Luft. Nach Unternehmensangaben sind solche Sorgen bei R32 unbegründet. Es zählt zu den schwer entflammbaren Kältemitteln der Klasse A2L in der Norm ISO 817:2014. Damit R32 überhaupt Feuer fangen kann, müssen ganz bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein: eine ausreichende Menge an Sauerstoff, eine Sättigung von R32 in der Umgebung von mindestens 14 Volumenprozent und ein adäquater Zündfunke. Selbst wenn das gesamte R32 eines 3,5-kW-Split-Systems mit 1 kg Füllmenge in einem Raum mit 16 m2 Grundfläche entweicht, wird ein Sättigungsgrad von gerade einmal 3,4 % erreicht. LG Electronics ist daher überzeugt: „Die Entflammung von R32 in handelsüblichen Klimasystemen ist bei sachgemäßem Gebrauch mehr als unwahrscheinlich."

Mythos 2: In Brand geratenes R32 ist lebensgefährlich

Allerdings kann auch ein unwahrscheinlicher Fall eintreten: Wird eine Klimaanlage mit dem Kältemittel R32 in sehr kleinen Räumen genutzt, könne es bei unzureichender Lüftung in Grenzfällen zur Entflammung von ausgetretenem R32 kommen. Doch die Gefahr, die davon ausgeht, ist laut LG Electronics deutlich geringer als oft vermutet. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit von brennendem R32 sei mit 1,9 km/h eher langsam und nur etwa halb so hoch wie normale Schrittgeschwindigkeit. „Weder der Anwender noch der Installateur müssen selbst im Brandfall also um ihr Leben fürchten“, resümiert LG Electronics.

Mythos 3: R32 ist schwer zu handhaben

Nach Unternehmensangaben sind die Erfahrungen und das Wissen rund um das neue Kältemittel R32 im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen bislang noch überschaubar. Sorgen derjenigen, die künftig mit dem Kältemittel umgehen werden, betreffen vor allem die Punkte Verträglichkeit und Handhabbarkeit. LG Electronics empfiehlt daher eine nüchterne Betrachtung: Hinsichtlich der Toxizität verhalte sich R32 wie die Kältemittel R410A und R22. Es ist mit „A“ klassifiziert und insofern ebenfalls ein Kältemittel mit niedriger Toxizität. Hier kann also Entwarnung gegeben werden. Und auch beim Handling ändere sich wenig. Wie bei allen anderen Mitteln, ist es auch im Umgang mit R32 unverzichtbar, dass die Anweisungen der Lieferanten und Hersteller der Kältemittelgasflaschen sowie die generellen Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden, betont der Konzern. Beispielsweise sollten auch Kältemittelflaschen mit R32 sachgerecht in kühlen, dunklen und belüfteten Räumen gelagert werden.

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