Der Einkauf nachhaltiger Arbeitskleidung bleibt für viele Unternehmen eine komplexe Aufgabe. Unterschiedliche Labels, Zertifizierungen und Umweltversprechen erschweren die Vergleichbarkeit. Mit einer Fünf-Schritte-Methode bietet der schwedische Workwear-Hersteller Fristads nun einen strukturierten Ansatz, die richtige Kleidung auszuwählen.


„Die Auswahl nachhaltiger Arbeitskleidung ist viel schwieriger, als sie sein sollte“, sagt Torbjörn Eriksson, Vertriebsleiter bei Fristads. „Es gibt eine Vielzahl von Begriffen und Zertifizierungen, die es zu beachten gilt, und allzu oft basieren Entscheidungen eher auf Bauchgefühl als auf fundierten Daten. Unsere fünfstufige Methode ist ein praktisches Instrument, das es Unternehmen erleichtert, ihre Nachhaltigkeitsziele in fundierte Entscheidungen umzusetzen.“
Fünf Schritte zum nachhaltigen Einkauf
Die Textilindustrie ist schätzungsweise für 6 bis 8 % der weltweiten Kohlenstoffemissionen verantwortlich. Für viele Unternehmen ist Arbeitskleidung ein wiederkehrender, aber oft unterschätzter Faktor für Scope-3-Emissionen, bei denen die richtigen Entscheidungen einen echten Unterschied machen können.
Die Fünf-Stufen-Methode von Fristads geht die Herausforderungen an, die richtige Arbeitskleidung auszuwählen, indem sie sich auf fünf Schlüsselbereiche konzentriert.
1. Auswirkungen der EPD messen
Was man nicht misst, kann man auch nicht managen. Eine Umweltproduktdeklaration (EPD) ermöglicht es, Kleidungsstücke anhand von Fakten statt Annahmen zu vergleichen. EPDs liefern von unabhängiger Stelle verifizierte Daten, beispielsweise zu den CO2-Emissionen und zum Wasserverbrauch während des gesamten Lebenszyklus jedes Kleidungsstücks.
2. Lebensdauer von Kleidungsstücken verlängern
Das nachhaltigste Kleidungsstück ist oft das, das man etwas länger tragen kann. Unternehmen sollten den Wert bereits im Umlauf befindlicher Kleidungsstücke maximieren durch nachhaltige Dienstleistungen wie Reparatur, Wiederverwendung und Recycling, unterstützt durch klare Nachverfolgung und Berichterstattung.
3. Entscheidung für PFAS-freie Textilien
Beseitigen Sie schädliche „ewige Chemikalien“ aus Ihrer Arbeitskleidung, rät Fristads. Diese Methode hilft Einkäufern, die richtigen Fragen zu PFAS, Dokumentation und Ersatzlösungen zu stellen – ohne Kompromisse bei Schutz oder Leistung einzugehen.
4. Waschbeständige Kleidung wählen
Die Anzahl der zugelassenen industriellen Waschgänge ist ein konkreter Maßstab für die Haltbarkeit eines Kleidungsstücks, seine Umweltbelastung pro Verwendung und seine Gesamtkosten im Laufe der Zeit. Durch die Berücksichtigung der industriellen Waschleistung bei der Beschaffung können Unternehmen fundiertere Entscheidungen treffen.
5. Nach Zertifikaten fragen
Einkäufer sollten sicherstellen., dass das gesamte Kleidungsstück auf Schadstoffe geprüft und nach OEKO-TEX (PDF Fristads) zertifiziert ist. Dabei ist auch auf die Zertifizierung “Made in Green by OEKO-TEX” zu achten, die garantiert, dass das Kleidungsstück unter ethischen und nachhaltigen Bedingungen hergestellt wurde, mit vollständiger Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Zum Green Calculator von Fristads.
Einstieg ins Schuhgeschäft
Parallel treibt Fristads den Ausbau seines Portfolios voran und entwickelt sich zunehmend zum Systemanbieter. Mit der neuen Schuhkollektion „ComfortStep“, die ab Mai 2026 verfügbar ist, erweitert das Unternehmen sein Angebot erstmals um einen eigenen Fußschutz. Für Handwerksbetriebe bedeutet das: ein Anbieter, der Kleidung und Fußschutz künftig aus einer Hand liefert. Erstmals vorgestellt wurde die Kollektion als Prototyp auf der Arbeitsschutzmesse A+A 2025 in München. Jetzt folgt der Marktstart. Unter dem Leitmotiv „The Missing Piece“ (Flyer online) versteht Fristads die Schuhe als fehlendes Element im bisherigen Sortiment – und als logische Ergänzung zur Berufsbekleidung.
Jetzt folgt der Marktstart. Unter dem Leitmotiv „The Missing Piece“ (Flyer online) versteht Fristads die Schuhe als fehlendes Element im bisherigen Sortiment – und als logische Ergänzung zur Berufsbekleidung.
Nachhaltigkeit im Fokus bei Arbeitsschuhen
Die Entwicklung folgt einem konsequent nutzerzentrierten Ansatz: Ausgangspunkt ist die natürliche Fußform. Das sogenannte FootShape-Design mit breiter Zehenbox soll Bewegungsfreiheit und Komfort verbessern. Ergänzt wird dies durch ein modulares Einlegesohlensystem für unterschiedliche Belastungssituationen sowie das BOA-Verschlusssystem für eine präzise Anpassung. Technologien wie Vibram-Laufsohlen und eine wasserdichte HDry-Membran sorgen für Trittsicherheit und Witterungsschutz. Die Modelle erfüllen gängige Sicherheitsnormen – u. a. EN ISO 20345:2022 – und decken verschiedene Einsatzbereiche ab.
Wie bei der Bekleidung setzt Fristads auch hier auf Materialverantwortung: Die Modelle sind PFAS-frei und integrieren recycelte sowie biobasierte Rohstoffe. Mit der Kombination aus nachhaltiger Arbeitskleidung und ergänzendem Fußschutz verfolgt Fristads einen ganzheitlichen Ansatz: Arbeitsausstattung wird als integriertes System gedacht – vom Oberkörper bis zum Fuß.