Netzwerken auf dem höchsten Berg Deutschlands

Wie tickt die Generation Y? Wie schaffe ich es Azubis zu gewinnen und Mitarbeiter langfristig zu halten? Diese und andere Fragen zum Thema Fachkräftemangel diskutierten die Teilnehmer des Si Gipfeltreffens am 23. Oktober auf der Zugspitze. Das wunderschöne Panorama unterstrich das erstklassige Programm.

Es ist neun Uhr morgens. Hinter einer dicken Nebelwand versteckt sich der höchste Gipfel Deutschlands, die Zuspitze. Unten an der Zahnradbahn wird die Menschengruppe immer größer. Die Teilnehmer des SI Gipfeltreffens sind alle pünktlich zur Abfahrt angekommen.

Die SHK-Unternehmer aus ganz Deutschland verbindet aber nicht nur die Neugier auf das Alpenpanorama, sondern vor allem das Interesse am Thema Fachkräftemangel. Wie tickt die Jugend und wie schaffe ich es meine Mitarbeiter zu motivieren? Diese und weitere Fragen diskutierten die Handwerker gemeinsam mit den Referenten. Moderatorin Angelika Demmerschmidt führte durch den Tag, der von Hansa Armaturen und Bosch Thermotechnik Junkers Deutschland als Premiumsponsoren unterstützt wurde.

Den Auftakt gestaltete Philipp Riederle. Mit seinen 21 Jahren begeistert der junge Podcaster und Bestsellerautor schon lange ein breites Publikum. Sein Thema: Die Denk- und Lebensweise der „Generation Y“.  In seinem Vortrag erklärte er, worauf junge Menschen heute bei der Arbeit Wert legen.

Vorträge über die sozialen Netzwerke und den Mythos Fachkräftemangel

Anschließend stellte Fabian Qetaj, studentischer Unternehmensberater der Universität Augsburg, eine Studie zu qualifizierten Jugendlichen vor, die extra für das Si Gipfeltreffen in Auftrag gegeben worden war.  Unternehmensberater Thomas Jäger erklärte worauf es ankommt, wenn SHK-ler mit sozialen Netzwerken arbeiten und stellte Do´s und Dont´s aus der Branche vor.

Schreinermeister Günter Schmitz zeigte welche Maßnahmen er in seinem Betrieb Coplaning eingeführt hat, um seine Mitarbeiter besser zu motivieren. Autor Martin Gaedt ging schließlich darauf ein, warum es aus seiner Sicht keinen Fachkräftemangel gibt, sondern die Betriebe sich besser präsentieren und vernetzen müssen, um alle potenziellen Mitarbeiter zu erreichen.

Thomas Huber gibt Einblicke in sein Leben als Extrembergsteiger

Möglichkeiten zum Wissensaustausch boten die Podiumsdiskussion, aber auch der gemütliche Abend in der Panorama Lounge. Während die Teilnehmer das Buffet genossen, erzählte Extrembergsteiger Thomas Huber – die meisten kennen ihn wahrscheinlich aus der „Milchschnitte-Werbung“ – von seinen Kletterabenteuern.

Mit atemberaubenden Bildern schilderte er seine Erlebnisse beim Speed-Klettern und seinen Touren zum Berg „Cerro Torre“. Erst nach einigen Versuchen schaffte er es, diesen Gipfel in Argentinien zu erklimmen. Er gab den Zuhörern mit auf dem Weg, dass man sich kleine Ziele setzen soll, um diese Schritt für Schritt zu meistern. Auch der Weg dorthin sei ein Erfolg.

Kurz vor 23 Uhr gingen dann in der Panaromalounge die Lichter an und die Musik aus. Die Teilnehmer zogen ihre Winterjacken und Mützen über und die Bahn brachte alle ins Tal zurück.

Einen ausführlichen Bericht zum Gipfeltreffen mit Interviews der Teilnehmer lesen Sie in der November-Ausgabe der Si.