Neuausrichtung von BDR Thermea Deutschland

Die BDR Thermea stellt sich in Deutschland neu auf. Die Produktion von Wärmeerzeugern soll künftig aus dem europäischen Fertigungsnetzwerk erfolgen. Servicefunktionen und die Ersatzteilproduktion werden in Rastede gebündelt.

Im Rahmen der Neuausrichtung von BDR Thermea Deutschland wird die Produktion bei Brötje in Rastede eingestellt.
Im Rahmen der Neuausrichtung von BDR Thermea Deutschland wird die Produktion von Wärmeerzeugern bei Brötje in Rastede eingestellt. – © August Brötje GmbH

BDR Thermea plant, seine Tätigkeiten in Deutschland neu auszurichten. Ziel ist es, sich noch stärker auf die optimale Betreuung der Kunden zu konzentrieren. Im Zuge dieser strategischen Neuaufstellung sollen zentrale Servicefunktionen für alle Marken gebündelt werden. Gleichzeitig soll die Produktion von Wärmeerzeugern in Deutschland schrittweise eingestellt werden. Die Produktion wird dazu in das europäische Fertigungsnetzwerk der Gruppe verlagert. Die Neuausrichtung soll Anfang 2027 abgeschlossen sein.

Ziel dieser strategischen Weichenstellung ist es, die Marktposition von BDR Thermea Deutschland in einem zunehmend herausfordernden Umfeld langfristig abzusichern. Hintergrund der Entscheidung sind die volatile Nachfrage im Heizungsmarkt, ein hoher Wettbewerbsdruck sowie die anhaltende regulatorische Unsicherheit.

Durch gezielte Investitionen in Kundenservice, Marktnähe und Innovation will das Unternehmen seine Zukunftsfähigkeit weiter stärken. Dabei bleibt es, so wird betont, ein verlässlicher Partner für Fachhandwerk und Endkunden.

Im Zentrum der geplanten Neuaufstellung steht der Standort Rastede. Hier sollen Servicefunktionen und die Ersatzteilproduktion für die Marken Brötje, Remeha und SenerTec gebündelt werden. Dazu werden rund 40 Arbeitsplätze im Servicebereich entstehen.

Produktion in Rastede und Schweinfurt wird eingestellt

Gleichzeitig sollen die Produktion von Wärmeerzeugern in Rastede und Schweinfurt eingestellt und im Einklang mit der konzernweiten Fertigungsstrategie in das europäische Netzwerk eingebunden werden. Die vorgesehene Neuaufstellung betrifft insgesamt rund 203 Vollzeitarbeitsplätze in Deutschland. BDR Thermea Deutschland wird den Dialog mit dem Konzernbetriebsrat aufnehmen, um für die Mitarbeiter verantwortungsvolle und sozialverträgliche Lösungen im Einklang mit den Unternehmenswerten zu finden.

„Die aktuelle Marktentwicklung stellt unsere gesamte Branche vor große wirtschaftliche Herausforderungen“, sagt Tjarko Bouman, CEO der BDR Thermea Group. „Mit dieser strategischen Neuausrichtung stellen wir sicher, dass BDR Thermea Deutschland auch künftig ein wettbewerbsfähiges, kundenorientiertes und finanziell stabiles Unternehmen bleibt. Wir wissen, dass die Veränderungen für viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Entscheidung von großer Tragweite sind. Gemeinsam mit dem Betriebsrat werden wir faire und verantwortungsvolle Lösungen entwickeln.“

Mit der Reorganisation von BDR Thermea Deutschland gehen auch Investitionen in die Zukunft einher. Dazu gehören der kürzlich erfolgte Umzug des bisherigen Standorts Emsdetten in neue Räumlichkeiten in Saerbeck. Zudem steht die Einführung eines neuen SAP-Systems an. Die neue Softwarelösung integriert wichtige Geschäftsprozesse. Dadurch soll die Organisation noch effizienter und kundenfreundlicher werden.

www.bdrthermeagroup.com