Neue europäische Wärmepumpen-Allianz gegen Konkurrenz aus Asien

Das neue Bündnis führender europäischer Hersteller und Anbieter von Klima- und Heizungslösungen fordert von der Politik: Heizungsförderung soll allein die heimische Wärmepumpen-Industrie stärken. Öffentliche Gelder für die Wärmewende sollen gezielt in europäische Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Innovation fließen.

Wärmepumpen-Fertigungslinien bei Viessmann Climate Solutions in Allendorf (Eder).
Wärmepumpen-Fertigungslinien bei Viessmann Climate Solutions in Allendorf (Eder). Das Unternehmen ist Teil der neuen Allianz “Energiewende in Europa für Europa“. Das Bündnis will die heimische Wärmepumpenproduktion und damit die Wertschöpfung in Europa stärken. – © Viessmann Climate Solutions

Über die neue Allianz „Energiewende in Europa für Europa“ informiert Viessmann Climate Solutions, Anbieter von Heizungs- und Klimatechnik und Teil des Bündnisses. Anlass ist die laufende Debatte über die Neugestaltung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Die neu formierte Allianz appelliert in einem offenen Briefes an die deutsche Bundesregierung. Sie fordert eine strategische Neuausrichtung: Öffentliche Mittel für die Wärmewende müssten gezielt zur Stärkung der europäischen Produktion und Wertschöpfung eingesetzt werden.

Keine Fördermittel für Wärmepumpen aus Asien

„Wir haben in kürzester Zeit Milliarden Euro in Produktion, Forschung und Entwicklung und Weiterbildung investiert – wir sind bereit‟, so die Vertreter der Allianz. „Die Neugestaltung der Förderung sollte dazu beitragen, die Chancen für den Industriestandort Deutschland und die EU entschlossen zu ergreifen.‟

Die Botschaft ist klar: Öffentliche Mittel, die aus CO₂-Bepreisung und Steuereinnahmen stammen, sollen in europäische Wertschöpfung reinvestiert werden – nicht in außereuropäische Importe.

Drei Vorschläge für deutsche Heizungsförderung 2026/2027

Die Allianz nennt drei konkrete Ansatzpunkte, um Wärmewende und Wettbewerbsfähigkeit in Einklang zu bringen:

  1. Verlässliche Rahmenbedingungen: Private Haushalte benötigen Planungssicherheit und stabile Förderbedingungen für Investitionen in klimafreundliche Heizsysteme wie Wärmepumpen.
  2. Skaleneffekte schaffen: Handwerk und Industrie brauchen Kontinuität, um Produktionskapazitäten auszubauen, Kosten zu senken und den Wärmepumpenabsatz langfristig zu steigern.
  3. Europäische Fertigung fördern: Fördermittel sollten gezielt Wärmepumpen aus europäischer Produktion unterstützen, um Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der EU zu sichern.

ETS 2 und Strompreise: Schlüssel zur Wärmewende

Neben der Förderpolitik sieht die Allianz weitere entscheidende Hebel: wettbewerbsfähige Strompreise und eine verlässliche Umsetzung des europäischen Emissionshandels für Gebäude und Verkehr (ETS 2) ab dem 1. Januar 2028. Nur so könne die Branche mit fairen Marktbedingungen rechnen und das volle europäische Marktpotenzial ausschöpfen. „Mit stabilen Rahmenbedingungen können wir die Wärmewende beschleunigen und gleichzeitig in Zukunftstechnologien investieren“, heißt es im Appell.

Über die Allianz

Die Allianz „Energiewende in Europa für Europa“ ist ein Zusammenschluss aus Herstellern von Klima- und Heizungslösungen. Darunter sind die deutschen Firmen Viessmann, Vaillant, Stiebel Eltron, Wolf, Ziehl-Abegg und 1Komma5°. Ziel ist es, Klimaschutz, Energiesicherheit und industrielle Stärke in Europa zu verbinden.

Marken europäischer Anbieter von Wärmepumpen und Zubehör
Mitglieder der neuen Allianz

www.viessmann-climatesolutions.com