Saint-Gobain hat Ende November seinen Geschäftsbereich PAM Building an die französischen Investmentfonds Aldebaran und Bpifrance verkauft. Mit dem Eigentümerwechsel will sich der Hersteller von gusseisernen Abflussrohrsystemen weiter auf eine Strategie der nachhaltigen Innovation konzentrieren.

Gusseisen ist das Herzstück der Unternehmensgeschichte von PAM Building. Mit Unterstützung von Investor Aldebaran will es seine Nachhaltigkeitsversprechen beschleunigen. Der neue Partner plant, in die Dekarbonisierung des Werks in Bayard-sur-Marne zu investieren. Dort soll ein neuer elektrischer Schmelzofen zwischen 2028-2030 in Betrieb gehen.
Investition in Dekarbonisierung
Diese Investition ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie der Marke PAM Building. Ihr Ziel ist es, die eigenen CO2-Emissionen bis 2030 um 80 % zu reduzieren – im Vergleich zu 2017. Seither hat das Unternehmen seine CO2-Emissionen um 24 % senken können. Der Bereich Forschung und Entwicklung werde mit unverminderter Intensität fortgeführt, so das Unternehmen. Dabei knüpfe der Hersteller direkt an die Erfolge seiner Flaggschiffprodukte an. Dazu zählen die leichte Gusseisen-Serie Agilium und Elixair, ein innovativer Luft-Erdwärmetauscher.
PAM Building will weiter wachsen
2021 wurde das Unternehmen zu einer eigenständigen Gesellschaft innerhalb der Saint-Gobain-Gruppe. Mit diesem Schritt verzeichnete die Marke nach eigenen Angaben bereits im ersten Jahr ein Wachstum von 10 Prozent. Dies ermöglichte es dem Unternehmen, seine solide Finanzlage zu festigen und neue Entwicklungsperspektiven zu nutzen.
Der Industriebetrieb erzielte 2023 einen Umsatz von 110 Mio.Euro und beschäftigt 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Frankreich, Deutschland und Großbritannien. PAM Building vertreibt seine Produkte in nahezu 50 Ländern weltweit. Mit der Unterstützung von Neuinvestor Bpifrance sollen neue Marktchancen eruiert werden.