
Aufschlussreiche und teils überraschend Ergebnisse in puncto Erwartungen junger Nachwuchstalente bei der Berufswahl liefert die Schüler-Trendstudie 2024 der deutschen Ausbildungsplattform Azubiyo. So zeigt die Studie, dass neben Gehalt und Tätigkeitsbereich eine schnelle Rückmeldung und der persönliche Kontakt durch Unternehmen enorm wichtige Kriterien im Bewerbungsprozess darstellen.
Was erwarten Schülerinnen und Schüler in Bewerbungsgespräch von Unternehmen? Einen detaillierten Überblick gibt die neue Azubiyo-Studie. Diese wurde im Rahmen des HR-Monitors des Trendence Instituts durchgeführt und basiert auf Befragungen von 1.713 Jugendlichen im Zeitraum von März bis Juli 2024.
Schüler-Trendstudie: Schnelligkeit zählt
So war ein Ergebnis der Studie: 44,9 % der befragten Schülerinnen und Schüler erwarten im Bewerbungsprozess von Unternehmen eine Antwort innerhalb einer Woche, und 42,2 % sogar innerhalb von 2 bis 3 Werktagen. Unternehmen sind also gut beraten, sich im Wettbewerb um die passenden Nachwuchskräfte positiv hervorzuheben, indem sie schnell und persönlich Rückmeldung geben. Auch das Ausfüllen langer Bewerbungsformulare ist für viele Jugendliche eine Geduldsprobe. Deswegen setzt auch die Azubiyo-Schnellbewerbung auf den Faktor Zeit: Jugendliche legen sich ein einmal ein Profil mit Lebenslauf an und können sich dann mit nur zwei Klicks auf Ausbildungsstellen bewerben.
Klassisch und direkt weiterhin bevorzugt
Trotz der digitalen Vorreiterrolle der jungen Generation zeigt die Studie, dass herkömmliche Kommunikationskanäle stark gefragt sind: Mehr als zwei Drittel bevorzugen E-Mails, gefolgt von persönlichen Gesprächen und Telefonaten. Social Media wird hingegen weniger für den Kontakt mit potenziellen Arbeitgebern genutzt. Das weist darauf hin, dass Unternehmen weiterhin auf traditionelle Kommunikationswege setzen sollten, um junge Talente zu erreichen.
Ausbildungsmessen gefragt
Ein überraschendes Ergebnis der Studie ist die Beliebtheit von Jobmessen und Berufswahlveranstaltungen. Über ein Drittel der Befragten (36,8 Prozent) schätzt den direkten Austausch vor Ort. Unternehmen sollten dabei offen auf die Jugendlichen zugehen und das Gespräch eröffnen, um mögliche Berührungsängste abzubauen. Eine besonders lockere Atmosphäre bietet der Azubiyo Karriere Kick: Schüler und Ausbilder und lernen sich ungezwungen bei Kicker-Turnieren kennen und tauschen sich ganz nebenbei über Ausbildungsangebote aus. Wichtig: Hat es auf beiden Seiten “gefunkt”, sollten Unternehmen mit den Jugendlichen im Nachgang in Kontakt bleiben, zu einem Schnuppertag einladen oder sogar direkt den Ausbildungsvertrag anbieten. Denn auch hier zählt: Wer sich zuerst meldet, schnappt sich den Azubi.
Mentale Gesundheit und Mediennutzung
Die hohe Informationsflut wird von vielen Jugendlichen als Belastung für die mentale Gesundheit empfunden. Mehr als 82 % der Befragten haben das Gefühl, dass die eigene Smartphone-Nutzung ihren Alltag zumindest manchmal beeinträchtigt und fast 60 % möchten ihre Smartphone-Bildschirmzeit reduzieren. Azubiyo empfiehlt, dass Arbeitgeber Richtlinien für die berufliche Mediennutzung einführen, um die psychische Gesundheit zu fördern und die negativen Effekte der ständigen Erreichbarkeit zu minimieren.
Gewinnung neuer Auszubildender
Die Schüler-Trendstudie bietet wertvolle Einblicke, um Ausbildungsangebote optimal auf die Bedürfnisse der jungen Zielgruppe auszurichten. „Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, wie wichtig eine schnelle, klare und direkte Kommunikation für den Erfolg im Ausbildungs-Recruiting ist,“ so Tobias Heberlein, Geschäftsführer von Funke Works. „Wir unterstützen Unternehmen dabei, auf diese Erwartungen einzugehen und qualifizierte Nachwuchstalente zu gewinnen.“