Software-Einsatz bei der Kundenberatung

Die digitale Badplanung hält in immer mehr Unternehmen Einzug. Auch der Großhändler Holter nutzt eine entsprechende Software bei der Kundenberatung. Dazu wurde die Software in die eigenen Prozessabläufe integriert, um ihre vollen Vorteile ausspielen zu können.

Firmenstandort mit Ausstellung in Salzburg in Österreich.
Firmenstandort mit Ausstellung in Salzburg in Österreich. – © Fritz Holter GmbH

„Wir arbeiten weitgehend papierlos, nutzen Tablets zur Dokumentation und archivieren sämtliche Unterlagen digital und strukturiert. Das spart nicht nur
Zeit, sondern reduziert auch Fehlerquellen und unterstützt unsere nachhaltige
Ausrichtung“, sagt Stefanie Fath.

Sie hat ihre Karriere bei Holter als Auszubildende begonnen und ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil des Teams. Heute verantwortet sie die Qualitätssicherung in den Ausstellungen, die Ausbildung für neue Mitarbeiter sowie die Prozessoptimierung an allen Standorten in ganz Österreich. Sie verfügt über tiefgreifende Erfahrung in der 3D-Planung mit CAD sowie in der Implementierung digitaler Prozesse. Daher ist auch sie die passende Ansprechpartnerin, wenn es darum geht, sich über den Software-Einsatz bei der Badplanung zu unterhalten. Hier setzt man bei Holter auf Palette CAD bzw. den Schnellplaner Palette Rooms.

3D-Planung: Vom Entwurf zur Highend-Visualisierung

Schon auf der Website von Holter haben Interessenten die Möglichkeit, mit dem Palette-Home-Online-Planer selbst erste Badezimmer-Entwürfe zu erstellen, die als Basis für einen Beratungstermin dienen. Für ein einheitliches Kundenerlebnis in diesem Prozess wurde der Online-Planer durch Palette CAD mit Logo und Farben visuell an das Corporate Design von Holter angepasst und mit der Bezeichnung „Mein Holter Bad“ auf der Website integriert.

Stefanie Fath verantwortet bei Holter die Qualitätssicherung in den Ausstellungen, die Ausbildung für neue Mitarbeiter sowie die Prozessoptimierung in allen Standorten in ganz Österreich.
Stefanie Fath verantwortet bei Holter die Qualitätssicherung in den Ausstellungen, die Ausbildung für neue Mitarbeiter sowie die Prozessoptimierung in allen Standorten in ganz Österreich. – © Fritz Holter GmbH

Einen ersten Entwurf können Nutzer nun direkt mit ihrer Anfrage an Holter senden, um einen Beratungstermin anzufragen. „Wir öffnen die Datei des Kunden dann über die Cloud und können nahtlos darauf aufbauen, um gemeinsam mit ihm weitere Anpassungen vorzunehmen“, beschreibt Stefanie Fath den Ablauf. „Der direkte Austausch von Planungsdaten spart Zeit und ermöglicht eine reibungslose Zusammenarbeit, sodass der Kunde stets in den Planungsprozess eingebunden bleibt.“

Schnellplaner unterstützt Kundenkommunikation

Sowohl auf der Website als auch im Beratungsgespräch unterstützt der Schnellplaner die Kundenkommunikation. „Früher haben wir vieles per Hand gezeichnet. Heute können wir Kunden deutlich schneller inspirieren und präziser beraten“, schildert Stefanie Fath aus der Praxis. „Der Planer hilft uns dabei, die Kunden visuell zu unterstützen. Oft fällt es Kunden schwer, sich die tatsächlichen Proportionen ihres Badezimmers vorzustellen. Ein klassisches Beispiel ist der Wunsch nach einer freistehenden Badewanne, die sich in der Vorstellung gut einfügt, in der Realität aber aufgrund der Raumgröße unpraktisch wäre. Durch die digitale Planung können wir solche Fehleinschätzungen vermeiden, indem wir dem Kunden direkt zeigen, wie die gewünschte Ausstattung in seinem Badezimmer wirkt.“

Kunden können im Schnellplaner die verschiedenen Elemente ihres zukünftigen Badezimmers – wie Fliesen, Möbel und Armaturen – harmonisch zusammengefügt sehen. Die visuelle Darstellung ermöglicht es ihnen, die Produkte besser in ihrem Raum einzuschätzen und sicherzustellen, dass alles gut zusammenpasst, bevor die endgültige Entscheidung getroffen wird.

In den Holter-Ausstellungen werden haptisches Produkterlebnis und digitale Planung in einem harmonischen Beratungsprozess vereint.
In den Holter-Ausstellungen werden haptisches Produkterlebnis und digitale Planung in einem harmonischen Beratungsprozess vereint. – © Fritz Holter GmbH

Nahtloser Übergang in die Detailplanung mit Palette CAD

Die Objektentwicklungs-Abteilung von Palette CAD stattete den Schnellplaner mit umfassenden, für Holter individuell angelegten Produkt- und Materialkatalogen aus. Diese enthalten zum Teil Holters Produktsortiment sowie Platzhalterobjekte, welche später bei der Detailplanung in Palette CAD durch Original-Produkte ersetzt werden.

Die direkte Verknüpfung des Beratungs-Tools Palette Home zur Profianwendung Palette CAD spielt eine zentrale Rolle im Planungsprozess: Die Übertragung der Planung erfolgt über die Palette Cloud.

Von Holters Planungsabteilung oder den Verkäufern selbst werden dann in Palette CAD sämtliche Planungs- und Projektdateien erstellt, die für die Endkunden sowie ausführenden SHK-Betriebe benötigt werden. Hierzu gehören eindrucksvolle, fotorealistische Renderings, interaktive Panorama-Ansichten sowie aussagekräftige Exposés. Besonders wichtig dabei sind Kataloge mit aktuellen Artikeldaten.

„Eine Kollegin in unserem Team steht in regelmäßigem Austausch mit Palette CAD und ist dafür zuständig, dass unsere Katalogdaten aktuell gehalten werden“, betont Stefanie Fath. „Die Zusammenarbeit mit Palette CAD läuft seit Beginn zuverlässig.“ Derzeit arbeiten bei Holter rund 90 Mitarbeiter mit Palette CAD oder dem Schnellplaner in der Beratung.

Zwischen Planung und Handwerk

3D-Visualisierung aus Palette CAD.
3D-Visualisierung aus Palette CAD. – © Fritz Holter GmbH

Die digitale Badplanung schafft eine wichtige Brücke zwischen Holter als Großhändler und den Handwerksbetrieben. Betriebe, die selbst mit Palette CAD arbeiten, können Planungen direkt übernehmen und weiterbearbeiten. Andere erhalten ein vollständiges PDF mit detaillierten Ansichten und Grundriss im Maßstab oder auch eine digitale Panoramaansicht. Ergänzend bekommen die Betriebe eine Preisaufstellung samt Artikelliste, welche aus dem Warenwirtschaftssystem ausgegeben wird.

Foto der Umsetzung.
Foto der Umsetzung. – © Fritz Holter GmbH

„So stellen wir sicher, dass jeder die Informationen bekommt, die er braucht – egal, mit welchem System er arbeitet“, erklärt Stefanie Fath. „Einige unserer Handwerkskunden nutzen zusätzlich das Erweiterungs-Tool Palette Showroom für virtuelle Ausstellungen. Das Tool ermöglicht es, zahlreiche Varianten von Badplanungen einfach zu präsentieren und bietet dabei auch interaktive Elemente. Auf Wunsch unterstützen wir diese Betriebe mit individuell gestalteten, digitalen Ausstellungskojen – zum Beispiel, um verschiedene Ausstattungsvarianten in unterschiedlichen Preisklassen wirkungsvoll zu visualisieren“, sagt Stefanie Fath.

Auch intern profitieren die Teams von der 3D-Planungssoftware: Ob für eine Ausstellungsplanung oder Messekonzepte – Ideen lassen sich schnell visualisieren und mit anderen Fachabteilungen effizient abstimmen.

Onboarding und Weiterbildung: Expertise von innen und außen

Die Einarbeitung in Palette CAD für neue Mitarbeiter erfolgt bei Holter intern, oft auch standortübergreifend. Eigene Spezialisten sorgen für Wissenstransfer und Weiterbildung. „Wir arbeiten derzeit an einem eigenen E-Learning-Programm. Zusätzlich informieren wir uns laufend über den Palette-CAD-Newsletter sowie die regelmäßigen Live-Webinare der Schulungsabteilung Palette Academy – wie beispielsweise die ‚Kaffeepause mit Palette CAD‘, in welcher praktische Tipps und Anwendungsbeispiele behandelt werden.“

Digitalisierung als kontinuierlicher Erfolgsfaktor

Durch den gezielten Einsatz von Palette CAD und den Erweiterungsprodukten des Software-Herstellers hat Holter seine Beratungs- und Planungsprozesse entscheidend optimiert. Und gewährleistet damit zugleich ein einheitliches, emotionales Kundenerlebnis und einen effizienten und erfolgreichen Prozess für die ausführenden Handwerksbetriebe. Endkunden profitieren von klaren Visualisierungen, Handwerksbetriebe von nahtloser Kommunikation – und das Unternehmen selbst von mehr Effizienz und Struktur im gesamten Ablauf. „Die durchgängig digitale Badplanung hat unsere Arbeit auf ein neues Niveau gehoben – für uns, unsere Partner und vor allem für unsere Kunden“, fasst Stefanie Fath zusammen.

Dabei bleibt es nicht: Bei Holter wird das Thema Digitalisierung aufgrund von wachsenden Anforderungen und technologischem Fortschritt als fortlaufender Prozess gesehen. Die nächsten Schritte sind daher bereits in Planung. Stefanie Fath gibt auch schon einen Ausblick: „Wir werden weiter in unsere Digitalisierung investieren, um unseren Badplanungsprozess stetig zu verbessern. Insbesondere im Bereich KI sehen wir
große Potenziale, unseren Workflow weiterzuentwickeln.“

Dieser Beitrag wurde zuvor in der Si 11/2025 veröffentlicht.