Batteriespeicher als Schlüssel zur Energiewende: Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) fordert ein verbindliches Ausbauziel bis 2030 und hat erste Ergebnisse einer Branchenumfrage veröffentlicht. Darin werden wesentliche Empfehlungen an die Bundesregierung formuliert. Auch Installateue und Großhändler können sich an der laufenden Umfrage beteiligen.

Aus Anlass der Handelsblatt-Konferenz „Energiespeicher 2025“ Anfang Oktober 2025 weist der BSW-Solar auf die zentrale Rolle von Batteriespeichern für das Gelingen der Energiewende hin. Der Verband fordert, den Ausbau stationärer Batteriespeicher weiter zu beschleunigen und ihre gewaltigen Potenziale als Effizienzbooster der Energiewende künftig noch besser zu heben. Die Bundesregierung solle sich bis 2030 eine Batteriespeicher-Mindestkapazität von 100 GWh gesetzgeberisch zum Ziel setzen.
Erste Ergebnisse der Branchenumfrage Batteriespeicher
Die Interessenvertretung der Solar- und Speicherbranche hat zudem erste Ergebnisse einer Branchenumfrage veröffentlicht. Diese adressiert Empfehlungen an die Bundesregierung, wie u. a. mittels einer Beschleunigung und Vereinfachung von Netzanschlüssen ein schnellerer und systemdienlicherer Speicherausbau gelingen kann.
Hochrechnungen des BSW-Solar auf Basis von Daten der Bundesnetzagentur haben ergeben, dass in Deutschland Ende Juli 2025 rund 2,2 Mio. stationäre Batteriespeicher mit einer Speicherkapazität von insgesamt rund 23 GWh in Betrieb waren.
Die vielen Vorteile der Stromspeicher
Batteriespeicher sind heute zentrale Hebel der Energiewende: Sie reduzieren den Bedarf an Reservekraftwerken, begrenzen den Netzausbau, stabilisieren Börsenstrompreise und gleichen Schwankungen von Solar- und Windkraft aus. Für Installateure eröffnen sich dadurch neue Chancen bei Planung, Installation und Betrieb – gleichzeitig leisten Speicher einen direkten Beitrag zur Kosteneffizienz und Versorgungssicherheit des Stromnetzes. Experten betonen: Um das volle Potenzial zu nutzen, müssen Hemmnisse beseitigt und der regulatorische Rahmen weiterentwickelt werden.

Aufruf zur Teilnahme an aktueller Branchenumfrage
Wie dringend die Speicherbranche auf konkreten politischen Rückenwind wartet, zeigten erste Ergebnisse einer laufenden Branchenumfrage des BSW-Solar. Der Verband kooperiert dabei mit der Leitmesse der Branche, der Münchner Speichermesse EES. Am dringendsten wünschen sich Unternehmen aus der Speicherbranche eine Beschleunigung und Vereinfachung von Netzanschlüssen (64 %), die Verlängerung der Netzentgeltbefreiung beim Strombezug von Speichern (45 %) sowie die klare Umsetzung von Multi-Use-Regeln für den flexiblen Einsatz von Speichern mit Solar- und Graustrom (45 %).
Der BSW-Solar ruft weitere Unternehmen und Branchenakteure dazu auf, sich an seiner aktuellen Umfrage zu Batteriespeichern zu beteiligen. Diese soll wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der politischen Rahmenbedingungen liefern.