Jedes Bauprodukt wirkt sich über seinen gesamten Lebenszyklus auf die Umwelt aus. Eine Umwelt-Produktdeklaration, kurz EPD, fasst diese Umweltauswirkungen zusammen und dient als Entscheidungsgrundlage für nachhaltiges Bauen. Für das Lüftungsintegralgerät LWZ von Stiebel Eltron liegt nun eine solche EPD vor. Weitere Produkte werden folgen.

Jedes neu gefertigte Produkt hat durch seinen Materialbedarf, seinen Entstehungsprozess, seine Nutzung und seine spätere Entsorgung Auswirkungen auf die Umwelt. Diese Auswirkungen, beispielsweise CO2-Emissionen, Energie- und Ressourcenverbrauch oder Abfallerzeugung, bündelt die „Umweltproduktdeklaration“, kurz: EPD (englisch: Environmental Product Declaration). Dabei handelt es sich um ein standardisiertes Umweltdatenblatt für das jeweilige Produkt, das von einem unabhängigen Dritten verifiziert werden muss.
„Wir freuen uns, dass wir jetzt für unser Integralgerät LWZ als erstes Produkt aus unserem Haus eine EPD erstellt haben und sie unseren Kunden zur Verfügung stellen können“, so Julia Brömer, die im Produktmanagement von Stiebel Eltron für das Thema EPDs verantwortlich ist.
Vom Prozess zum Dokument
Stiebel Eltron hat einen eigenen Prozess zur Datensammlung entwickelt, der den gesamten Weg von der Erhebung primärer Lieferantendaten bis hin zu internen Prozess- und Produktinformationen abbildet. Diese Daten fließen anschließend in ein externes Tool ein. Mit diesem werden dann die Umweltwirkungen der Produkte berechnet.
„Für den Prozess haben wir eine Verifizierung durch EPD Global erhalten – einen anerkannten Programmbetreiber für die Validierung und Veröffentlichung von Umweltproduktdeklarationen. Dadurch sind wir in der Lage, schnell, transparent und verlässlich messbare Umweltdaten für unsere Produkte bereitzustellen“, so Brömer.
Nach der LWZ-Serie sollen zeitnah die aktuellen Wärmepumpen mit EPDs ausgestattet werden. Anschließend folgen dann weitere Produkte aus dem Hause Stiebel Eltron.
Die All-in-One-Haustechniklösung
Das Integralgerät LWZ, das mit dem Kältemittel Propan (R290) arbeitet, wird vorrangig im Neubau eingesetzt. Es vereint eine kontrollierte Wohnungslüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe, einen Warmwasserspeicher und weitere hydraulische Komponenten in einem Gerät.
„Damit ist die LWZ ein echter Alleskönner, sie bedient alle im Neubau notwendigen haustechnischen Funktionen: kontrollierte Be- und Entlüftung, Heizung und Warmwasserbereitung sowie auf Wunsch auch die Kühlung des Gebäudes über die Heizflächen“ erklärt Julia Brömer. Auch die Integration mit einer Solarthermie-Anlage sei problemlos möglich, zudem sei die LWZ perfekt für das Zusammenspiel mit einer Photovoltaik-Anlage geeignet.
Nachfragte nach EPDs steigt
Immer mehr Kunden fordern, dass eine EPD für ein Produkt vorhanden ist. Die Expertin berichtet: „Bei der LWZ sind es insbesondere die Haushersteller, die die Umweltproduktdeklaration benötigen, um wiederum ihr Gebäude entsprechend berechnen zu können. Aber auch bei öffentlichen Ausschreibungen oder Vorhaben der Immobilien- und Wohnungswirtschaft werden EPDs in Zukunft immer wichtiger oder sogar zwingende Voraussetzung für die Berücksichtigung eines Produktes sein.“
Mit dem entwickelten Prozess sei Stiebel Eltron für diese Herausforderung bestens aufgestellt.