Stiftung 2° an Bord des Train to Paris

Die Stiftung 2° ist offizieller Partner des Train to Paris. Dieser Sonderzug der Deutschen Bahn AG ist Bestandteil eines gemeinsamen Projekts verschiedener europäischer Länder und fuhr eine deutsche Delegation aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft am 28. November 2015 CO2-frei zu den Klimaverhandlungen nach Paris.

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    © Sascha Hilgers/BMUB
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    © Björn Förster

An Bord des Train to Paris waren u.a. Dr. Barbara Hendricks (Bundesumweltministerin), Ronald Pofalla (Vorstand Wirtschaft, Recht und Regulierung, Deutsche Bahn AG), Rita Schwarzelühr-Sutter (Parlamentarische Staatssekretärin, BMUB) und Jochen Flasbarth (Staatssekretär, BMUB). Auch Gunther Gamst, Geschäftsführer der Daikin Airconditioning Germany GmbH, hatte als Unterstützer der Stiftung 2° dasselbe Reiseziel.

Unternehmer benötigen Planungs- und Investitionssicherheit

„Mit dem Train to Paris setzt die Stiftung 2° ein starkes Zeichen für die Chancen des unternehmerischen Klimaschutzes“, so Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung 2°. Ambitionierter Klimaschutz brauche verantwortungsbewusste Unternehmer, die Klimaschutz als Geschäftsmodell verstehen und als Vorreiter klimapolitisch vorangehen. Gleichzeitig benötigten Unternehmen Planungs- und Investitionssicherheit und verlässliche politische Rahmenbedingungen, um mit unternehmerischem Klimaschutz erfolgreich sein zu können. „Paris muss zu einem Meilenstein auf dem Weg in die 2-Grad-Wirtschaft werden“, so Nallinger. „Die eigentliche Aufgabe aber beginnt nach der Klimakonferenz: Die Umsetzung auf nationaler Ebene“. Die Wirtschaft müsse dabei eine zentrale Rolle spielen.

„Wir als Unternehmer wollen verdeutlichen, dass der Klimaschutz keinen Aufschub verträgt“, betonte Gunther Gamst Geschäftsführer Daikin Deutschland. „Für Daikin ist es seit Jahrzehnten ein besonderes Anliegen, sich für den Klimaschutz und die Energiewende im Gebäudesektor zu engagieren. Denn in Deutschland entfallen fast 40 % des Endenergieverbrauchs auf diesen Bereich. Als Unterstützer der Stiftung 2° schließen wir uns mit marktführenden Unternehmen zusammen, die durch ihr Handeln für den Klimaschutz demonstrieren, wie sich Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit verknüpfen lassen“, so Gunther Gamst weiter.

Beispiele und wirtschaftliche Chancen von unternehmerischem Klimaschutz

Die Stiftung 2° veranstaltete in einem eigenen Wagen des Train to Paris ein Programm zu konkreten Beispielen und wirtschaftlichen Chancen von unternehmerischem Klimaschutz. Hierzu gehörte ein Impulsvortrag mit Diskussion mit Prof. Dr. Dirk Messner, Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik zum Thema „Dekarbonisierung der globalen Ökonomie – Die Rolle der Wirtschaft“, eine Paneldiskussion zur Frage „Wie können Unternehmen und Politik den Klimaschutz gemeinsam vorantreiben?“ mit Dr. Barbara Hendricks, Ronald Pofalla, Dr. Michael Otto (Vorsitzender des Aufsichtsrats, Otto Group), Dr. Karsten Ottenberg (Vorsitzender der Geschäftsführung, BSH Hausgeräte) und Andreas Engelhardt (Geschäftsführender und persönlich haftender Gesellschafter, Schüco International) sowie Thementische zu verschiedenen Handlungsfeldern unternehmerischen Klimaschutzes, wie Erneuerbare Energien, Energieeinsparung, Ressourceneffizienz und Mobilität. Eine zentrale thematische Grundlage des Programms bot die Anfang des Monats gestartete Dekarbonisierungsinitiative der Stiftung 2° „Auf dem Weg in die 2°-Wirtschaft“.

Unternehmerischer Klimaschutz bei Daikin

Dass das Engagement für die Senkung des CO2- und Energieverbrauchs in Gebäuden sowie die Ressourcenminimierung in der eigenen Produktion bei Daikin bereits Tradition hat, präsentierte der Hersteller für Kälte-, Klima- und Wärmepumpensysteme im Train to Paris anhand erfolgreich umgesetzter Maßnahmen:

So arbeitet Daikin konsequent daran, bereits bei der Produktion die aus dem Stromverbrauch resultierenden Treibhausgasemissionen zu minimieren. Ziel war es, die Treibhausgasemissionen bis 2015 um ein Drittel im Vergleich zu 2005 zu reduzieren. Dieses Ziel wurde bereits 2014 mit einer weltweiten Reduzierung von 65 % mehr als deutlich erreicht. Im belgischen Produktionsstandort Ostende konnte der Müllverbrauch im Vergleich zu 2005 von 4.000 Tonnen auf 2.500 Tonnen reduziert und der Wasserverbrauch innerhalb von nur zwei Jahren halbiert werden.

Weiteres Ziel des Unternehmens ist es, Produkte mit einem möglichst geringen CO2-Fußabdruck herzustellen. Dafür sind höchste Energieeffizienz und die Verwendung umweltfreundlicher Kältemittel mit einem niedrigen Treibhauspotential (GWP) nötig. 2012 hat DAIKIN Produkte mit dem Kältemittel R32 auf den Markt gebracht. Damit können 75 % der möglichen direkten Emissionen vermieden werden. Seit Herbst 2015 hat Daikin weltweit Produktpatente für Hersteller freigegeben. Mit der Umstellung auf R32 wird erwartet, dass 46 % der vorhergesagten CO2-Emissionen von Klimaanlagen in den Entwicklungsländern bis 2050 gar nicht erst anfallen.

Über die Stiftung 2°

Die Stiftung 2° ist eine Initiative von Vorstandsvorsitzenden, Geschäftsführern und Familienunternehmern. Ziel ist es, die Politik zur Etablierung effektiver marktwirtschaftlicher Rahmenbedingungen für den Klimaschutz aufzufordern und die Lösungskompetenz deutscher Unternehmen zu unterstützen. Benannt ist die Stiftung nach ihrem wichtigsten Ziel: die durchschnittliche globale Erderwärmung auf zwei Grad zu beschränken.

Die Unterstützer der Stiftung sind: AIDA Cruises, BSH Hausgeräte GmbH, Daikin Airconditioning Germany GmbH, Deutsche Bahn AG, Deutsche Rockwool, Deutsche Telekom AG, Gegenbauer Holding SE & Co. KG, Otto Group, Otto Fuchs KG, Puma SE, Schüco International KG sowie Schwäbisch Hall-Stiftung bauen-wohnen-leben.

Weiterführende Informationen und die Erklärung zur Dekarbonisierungsinitiative „Auf dem Weg in die 2°-Wirtschaft“ zum Download unter www.stiftung2grad.de.

2°-Delegation

An dem Train to Paris nahmen neben der Deutschen Bahn AG u.a. folgende Vertreter der Stiftung 2° teil:

  • Volker Christmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Rockwool GmbH & Co. OHG
  • Andreas Engelhardt, Geschäftsführender und persönlich haftender Gesellschafter der Schüco International KG
  • Gunther Gamst, Geschäftsführer der Daikin Airconditioning Germany GmbH
  • Dr. Monika Griefahn, Corporate Communications & Public Affairs, Aida Cruises
  • Christian Lewandowski, Vorstandsvorsitzender Gegenbauer Holding SE & Co. KG
  • Luis Neves, Konzernbeauftragter für Nachhaltigkeit und Klimaschutz, Deutsche Telekom AG
  • Dr. Karsten Ottenberg, Vorsitzender der Geschäftsführung, BSH Hausgeräte GmbH
  • Dr. Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group
  • Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung 2°
  • Stefan Seidel, Head of Corporate Sustainability, Puma SE 

www.daikin.de