
Bis zu ein Viertel weniger Trinkwasserverbrauch in Wohngebäuden, möglich dank digitaler Wasserzähler. Eine neue europaweite Studie belegt, wie wichtig die Kaltwassermessung für Einsparungen und Leckageerkennung ist.
Ein Drittel der Menschen in Europa ist bereits heute von Wassermangel betroffen. Daher sei es umso dringlicher, die Umsetzung der EU-Wasserresilienzstrategie voranzutreiben, so bved-Hauptgeschäftsführer und WE Data Europe CEO Markus Weidling: „Diese sieht vor, bis 2030 eine Reduktion des Verbrauchs um 10 % zu realisieren. Konsequente Verbraucherfassung und -kontrolle ist dafür ein entscheidender Schritt.“
Voraussetzung für langfristige Einsparungen in Wohngebäuden ist das Erfassen von Kaltwasserverbräuchen mittels digitaler Wasserzähler und verbrauchsabhängiger Abrechnungen. Digitalisierung ermöglicht zudem Leckageerkennungen.
Messen ist der Schlüssel
„Ohne verpflichtende Kaltwassermessung bleiben vorhandene Einsparpotenziale ungenutzt – auch in Deutschland. Während Warmwasser seit Jahrzehnten bundesweit gemessen werden muss, existiert für die Kaltwassermessung lediglich ein Flickenteppich an Landesregelungen. Man kann nur managen, was man misst“, so Weidling weiter.
Messen ist der Schlüssel. Wenn erstmals Wasserzähler zur individuellen Verbrauchserfassung eingebaut werden, reduzieren sich die Verbräuche um durchschnittlich 25 %. Der Wechsel von analogen zu smarten/digitalen Wasserzählern ermöglicht zusätzliche Einsparpotenziale von 5 bis 8 %.
Schon der einfache Schritt von pauschaler Flächenabrechnung hin zur verbrauchsabhängigen Kaltwasserabrechnung reduziert den Verbrauch in Deutschland im Schnitt um mehr als 5 %.
Die Studie
Die Studie, durchgeführt vom Institut VITO im Auftrag des europäischen Verbandes WE Data Europe (Schwesterverband des bved – Bundesverband für Energie- und Wasserdatenmanagement e. V.), wertete über eine halbe Million Verbrauchsdaten aus sieben Ländern aus. Die gesamte Studie sowie eine kompakte Zusammenfassung in deutscher Sprache finden Sie hier.