Techem Atlas 2025 für Energie, Wärme & Wasser erschienen

Der neue Techem Atlas für Energie, Wärme und Wasser liefert eine datengestützte Bestandsaufnahme für die Wärmewende und die Heizkostenentwicklung im Jahr 2024. Er zeigt, welche Maßnahmen wirken, wo nachgesteuert werden muss und welche Lösungen besonders effektiv sind.

Cover PDF-Dokument Techem Atlas 2025 für Energie, Wärme & Wasser:
Der neue Techem Atlas 2025 für Energie, Wärme & Wasser: Steigende Energiepreise hebeln Sparbemühungen aus – Es sind zusätzliche Maßnahmen zur Verbrauchsreduktion erforderlich. – © Techem

Der jährliche Techem Atlas ist eine hauseigene Studie des Energiedienstleisters. Er bietet eine umfassende Analyse des Energieverbrauchs, der Emissionen und der Digitalisierung im deutschen Gebäudebestand. Die Datengrundlage umfasst rund 100.000 Mehrfamilienhäuser mit etwa 1,1 Mio.  Wohnungen. Die Autoren wollen mit den veröffentlichten Daten Transparenz schaffen, Fortschritte messbar machen und konkrete Handlungsoptionen für die Wärmewende aufzeigen. Die im Atlas betrachteten Daten sind Jahreswerte aus 2024.

Die Ergebnisse zeigen: Während Einsparpotenziale im Nutzerverhalten nahezu ausgeschöpft sind, bieten technische Maßnahmen enorme Chancen. Besonders Wärmepumpen und digitale Betriebsführung rücken als Hebel für Energieeffizienz und CO₂-Reduktion in den Fokus.

Hohe Heizkosten trotz konstantem Verbrauch

Die Heizkosten 2024 lagen auf einem Rekordhoch: Seit 2021 stiegen die Energiepreise um 82 %, die Verbrauchskosten pro m² um 40 %. Trotz dieses Anstiegs blieb der Verbrauch in 2024 gegenüber 2023 stabil – ein Hinweis darauf, dass die Spielräume für individuelles Sparverhalten weitgehend ausgeschöpft sind. In manchen Regionen ist sogar eine Trendumkehr erkennbar.

Regionale Unterschiede: Die höchsten Heizkosten pro m² wurden 2024 in Chemnitz (19,01 €/m²), Potsdam (18,61 €/m²) und Offenbach (17,86 €/m²) gemessen. Bei den Ländern führt das Saarland (15,75 €/m²), gefolgt von Schleswig-Holstein (15,68 €/m²) und Brandenburg (14,59 €/m²). Eine interaktive Deutschlandkarte von Techem gibt einen Überblick. Zur interaktive Deutschland-Karte.

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Mit welchen Energieträgern wurde geheizt?

Die Studie belegt, dass Energieträger immer noch mehrheitlich fossil sind. Deutsche Mehrfamilienhäuser werden noch zu über 87 % fossil beheizt. Die Tendenz ist mit einem Rückgang von 3 % gegenüber dem Vorjahr leicht sinkend. 2024 verursachte Fernwärme weniger Emissionen als Erdgas (166 vs. 201 g CO₂/kWh). Gebäude mit Fernwärmeanschluss liegen mit 0,9 t CO₂ pro Nutzeinheit bereits unter dem Klimaziel 2030 – ein echter Wendepunkt, so Techem.

Die im Jahr 2023 eingeführte gesetzliche CO₂-Kostenaufteilung zeigt bislang kaum Wirkung: Noch immer tragen Mietende rund 73 % der CO₂-Kosten, Vermietende lediglich 27 % – zu wenig, um Investitionen nachhaltig anzureizen.

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Einsparpotenzial durch Verbrauchsmonitoring & Co

Die Analyse zeigt, dass für weitere signifikante Einsparungen technische Maßnahmen erforderlich sind: etwa Monitoring oder digitale Betriebsführung. Damit lassen sich pro Wohnung bis zu 1 t CO₂e jährlich zusätzlich vermeiden – deutlich mehr als durch individuelles Verhalten allein.

Durch digitale Betriebsoptimierung konnten allein im Jahr 2024 rund 15,9 Mio. Euro an Betriebskosten eingespart werden. Darüber hinaus können bereits 65,3 % der Gebäude in Deutschland ohne Wohnungszutritt abgelesen werden und 62,3 % sind vollständig remote auslesbar. Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich auf Platz 7 – Spanien (90,5 %), Niederlande (78,4 %) und Luxemburg (71,2 %) sind schon weiter. Laut EU-Vorgabe ist eine vollständige Fernablesbarkeit bis 2027 vorgesehen. Hier sieht Techem weiteren Ausbaubedarf.

Einsparpotenzial durch Monitoring & Co

Die Analyse zeigt, dass für weitere signifikante Einsparungen technische Maßnahmen erforderlich sind: etwa Monitoring oder digitale Betriebsführung. Damit lassen sich pro Wohnung bis zu 1 t CO₂e jährlich zusätzlich vermeiden – deutlich mehr als durch individuelles Verhalten allein.

Durch digitale Betriebsoptimierung konnten allein im Jahr 2024 rund 15,9 Mio. Euro an Betriebskosten eingespart werden. Darüber hinaus können bereits 65,3 % der Gebäude in Deutschland ohne Wohnungszutritt abgelesen werden und 62,3 % sind vollständig remote auslesbar. Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich auf Platz 7 – Spanien (90,5 %), Niederlande (78,4 %) und Luxemburg (71,2 %) sind schon weiter. Laut EU-Vorgabe ist eine vollständige Fernablesbarkeit bis 2027 vorgesehen. Hier sieht Techem weiteren Ausbaubedarf.

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Wärmepumpen – der unterschätzte Hebel

Die Hälfte der Zentralheizungen in Mehrfamilienhäuser sind ohne Heizkörpertausch für Niedertemperatursysteme wie Wärmepumpen geeignet. Mit Tausch stiege der Anteil sogar auf 90 %. Wärmepumpenanlagen für Heizung erreichen laut Studie eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von durchschnittlich 3,5. Die durchschnittlichen Emissionen für die Wärmeversorgung pro Wohnung lagen 2024 in deutschen Mehrfamilienhäusern mit ca. 1,5 t CO₂e bereits unter dem nach dem Klimaschutzgesetz ermittelten Zwischenzielwert von 1,8 t.

Stand Dekarbonisierung bei Mehrfamilienhäuern 2024

Der Techem Atlas 2025 zeigt, dass die Dekarbonisierung des Mehrfamilienhausbestands bis 2045 durch gezielte technische Lösungen erreichbar ist. Die Studie liefert laut Techem verlässliche Daten zu potenziellen Einsparmöglichkeiten. Sie verdeutliche, dass minimal-invasive und niedrig-investive Ansätze einen besonders großen Hebel bieten.

Zum PDF-Download Techem Atlas 2025 für Energie, Wärme & Wasser.

www.techem.com