Vaillant Group mit erfolgreichem Start in das Jahr 2016

Die Vaillant Group ist erfolgreich in das laufende Geschäftsjahr 2016 gestartet. Das erklärte das Unternehmen bei der Jahrespressekonferenz. So habe man die Umsatzerlöse als auch das Betriebsergebnis steigern können.

Vaillant ist nach eigenen Angaben erfolgreich in das Geschäftsjahr 2016 gestartet. Mit der neuen Green iQ Produktreihe etwa will Vaillant einen neuen Standard für nachhaltige, intelligente und zukunftsfähige Wärmetechnologie setzen. Für die Geräte gelten vom ersten Entwicklungsschritt bis hin zum Recycling hohe Nachhaltigkeitskriterien, so das Unternehmen. – © Vaillant Group

Die Vaillant Group ist nach eigenen Angaben erfolgreich in das laufende Geschäftsjahr gestartet. Sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis habe das Unternehmen in den ersten drei Monaten über den entsprechenden Vorjahreswerten gelegen, heißt es. „Strategisch wird sich die Vaillant Group zukünftig verstärkt auf die Weiterentwicklung internetbasierter Servicedienstleistungen, intelligent vernetzter Produkte und digitaler Fertigungs- und Entwicklungsprozesse konzentrieren“, betonte CEO Dr. Carsten Voigtländer auf der Jahrespressekonferenz des Unternehmens, die erstmals ausschließlich als Livestream über das Internet übertragen wurde.

Als einen weiteren strategischen Schwerpunkt nannte Dr. Voigtländer die weitere geografische Expansion des Unternehmens sowohl durch organisches Wachstum vor allem in Asien als auch durch mögliche Akquisitionen. Darüber hinaus werde die Vaillant Group zukünftig massiv in Forschung und Entwicklung investieren. Am Standort Remscheid entstehe für rund 54 Millionen Euro ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum, in dem ab 2018 mehr als 500 Mitarbeiter Technologien zum Heizen, Kühlen und der Warmwasserbereitung entwickeln sollen.

Positive Geschäftsentwicklung 2015

Im Geschäftsjahr 2015 habe die Vaillant Group sowohl die Umsatzerlöse als auch das Betriebsergebnis steigern können, so das Unternehmen. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Umsätze den Angaben zufolge um 3,7 Prozent auf 2.417 Mio. Euro (2014: 2.331 Mio. Euro). Bereinigt um Währungskurseffekte habe das Wachstum bei 2,4 Prozent gelegen. Das Betriebsergebnis (EBIT) habe sich im selben Zeitraum auf 186 Mio. Euro (2014: 166 Mio. Euro) erhöht. Hierin enthalten seien Sondereffekte von 46 Mio. Euro, die im Zusammenhang mit betrieblichen Restrukturierungen stehen.

Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2015 lasse sich vor allem auf eine positive Absatzentwicklung im traditionellen Kerngeschäft mit wandhängenden Heizgeräten zurückführen. Auch die Umsätze mit Ersatzteilen, Systemkomponenten und Servicedienstleistungen liegen über denen des Vorjahres.

Zentral- und Südeuropa stützen Wachstum

Regionales Wachstum verzeichnete die Vaillant Group vornehmlich in Südeuropa inklusive China (+11 Prozent), Zentraleuropa (+4 Prozent) und der Türkei (+7 Prozent). Das leichte Umsatzwachstum von 2 Prozent in Westeuropa sei maßgeblich auf die günstige Währungsentwicklung in Großbritannien zurückzuführen. In Osteuropa hätten sich bis auf Russland und die Ukraine alle Märkte positiv entwickelt. Eine zunehmende Verschlechterung der ökonomischen Rahmenbedingungen habe in diesen beiden Märkten zu deutlich reduzierten Umsatzerlösen geführt. Insgesamt liege der Umsatz in dieser Region um 6 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Expansion in Asien

Um künftiges Wachstum in einem anhaltend schwachen Marktumfeld sicherzustellen, habe die Vaillant Group im Jahresverlauf 2015 Wachstumsinitiativen und Effizienzmaßnahmen auf den Weg gebracht. Dazu zählten unter anderem die Gründung weiterer Vertriebsgesellschaften im asiatischen Markt – in Südkorea und in Hongkong. Zudem habe auch die Neuausrichtung des Produktionsnetzwerks im Fokus gestanden. Technologien wie Wärmepumpen sollen zukünftig am Standort Remscheid produziert werden. Ziel sei es, mit dem Neubau eines Forschungs- und Entwicklungszentrums die Bereiche Produktion und Entwicklung an einem Standort eng miteinander zu verzahnen.

In der Heiztechnikbranche vorne dabei

Ein wesentlicher Schwerpunkt habe 2015 auf der Digitalisierung im Gebäudebereich gelegen. Mit Green iQ habe Vaillant eine neue, internetkompatible Gerätegeneration auf den Markt gebracht. Green iQ Produkte sollen besonders umweltfreundlich, effizient und mit Schnittstellen zur digitalen Vernetzung ausgestattet sein. Neben der Konnektivität des Produktportfolios standen neue Geschäftsmodelle mit digitalen Dienstleistungen, webbasierte Vertriebskonzepte und eine Vernetzung von Produktentwicklungs- und Fertigungsprozessen im Vordergrund, so Vaillant.

Die aktuellen Regelungssysteme sollen eine Heizungssteuerung über mobile Endgeräte ermöglichen. Über eine Internet-Serviceplattform sei es Fachhandwerkern künftig möglich, den Betriebszustand von Anlagen zu prüfen. Dies bedeute einen Komfortgewinn für den Anlagenbesitzer. Gleichzeitig könne der dienstleistende Fachhandwerker Serviceleistungen aus der Ferne durchführen und vor Ort effizienter und zeitsparender erbringen. Auch die Anlagendiagnostik könne im Servicefall bereits über das Internet stattfinden.

Im Bereich der Produktentwicklung und -herstellung setze die Vaillant Group verstärkt auf agile Prozesse. Ein einheitliches Echtzeit-Datensystem, das alle Produktionsstandorte vernetzt, ermögliche Effizienzgewinne sowie eine weitere Verbesserung der Produktqualität.

Mitarbeiterzahl im Jahresvergleich leicht gestiegen

Zum Stichtag 31. Dezember 2015 beschäftigte die Vaillant Group weltweit 12.316 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2014: 12.091). Unverändert sind Deutschland (3.573), Frankreich (1.620) und die Türkei (1.612) die Länder mit der größten Belegschaft. Die meisten Mitarbeiter sind im Service beschäftigt (4.330). Mit rund 780 Beschäftigten verfüge die Vaillant Group über eines der größten Entwicklungsteams ihrer Branche.