Trotz weltweiter Konjunkturschwäche erzielten die deutschen Hersteller von Gebäudearmaturen im vergangenen Jahr 2012 ein Umsatzzuwachs von fünf Prozent.
Susanne Abel
VDMA: Armaturen trotzen der Euro-Krise
Trotz weltweiter Konjunkturschwäche erzielten die deutschen Hersteller von Gebäudearmaturen im vergangenen Jahr 2012 ein Umsatzzuwachs von fünf Prozent. Den um zwei Prozent rückläufigen Umsatz in der Euro-Zone konnten die gestiegenen Ausfuhren in den außereuropäischen Raum mehr als ausgleichen. Hier verzeichnete die Branche den höchsten prozentuellen Umsatzzuwachs von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das berichtet der VDMA Fachverband Armaturen. Von dem Verhalten verunsicherter Anleger, die Sachwerte wie Immobilien dem Aktien- und Wertpapiergeschäft vorzogen, profitierte neben der norwegischen und schweizerischen auch die deutsche Bauwirtschaft. Unübersehbar reagierte der Wohnungsbau auf die gestiegene Nachfrage nach Wohnraum, sodass 2012 bereits im September so viele neue Wohnungen genehmigt wurden wie im ganzen Jahr 2009. Für das Jahresende wird von 240.000 Wohnungen ausgegangen, was ein Plus von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Diese Entwicklung schlug sich auf zufriedenstellend gefüllte Auftragsbücher des SHK-Handwerks nieder. In den einzelnen Produktgruppen entwickelten sich die Umsätze 2012 durchweg positiv, wenn auch weniger dynamisch als 2011. Der Umsatz der Sanitärarmaturen legte um vier Prozent zu, die Hersteller von Heizungsarmaturen verzeichneten ein nominales Umsatzplus von sechs Prozent und die technischen Gebäudearmaturen erzielten ein Umsatzwachstum von sieben Prozent im Vergleich zum vorangegangen Geschäftsjahr.
