Habeck zu Besuch bei Wärmepumpen-Anlage von Ochsner

Im Gespräch mit Robert Habeck erklärt Ochsner-Geschäftsführer Marco Schäfer die Besonderheiten der Großwärmepumpen bei Ikea, die Abwasser hocheffizient als Wärmequelle nutzen.
Im Gespräch mit Robert Habeck erklärt Ochsner-Geschäftsführer Marco Schäfer die Besonderheiten der Großwärmepumpen bei Ikea. – © Ikea

Auf seiner Wärmepumpen-Tour durch Deutschland besuchte Wirtschaftsminister Robert Habeck den Ikea-Markt Berlin-Lichtenberg. Hier heizt und kühlt die Wärmepumpen-Anlage des österreichischen Herstellers Ochsner bereits seit 2011 – und spart damit 770 t CO2 pro Jahr.

Um sich über die Einsatzmöglichkeiten und Wirtschaftlichkeit der Wärmepumpen-Technik zu informieren, war Robert Habeck im Norden und Westen Deutschlands unterwegs. Unter dem Motto „Habeck fragt nach“ hat er sich davon überzeugt, dass ein effektiver Einbau in Gewerbe, Industrie und großvolumigen Gebäuden möglich ist.

Innovative Nutzung der Energie aus Abwasser

Die Besonderheiten der Wärmpumpen-Technologie in Verbindung mit Abwasser präsentierte Ochsner-Geschäftsführer Marco Schäfer am Beispiel von Ikea in Berlin Lichtenberg. Die drei Industriewärmepumpen, die den Markt mit einer Leistung von je 500 kW heizen und kühlen, nutzen Abwasser als Wärmequelle. Dafür zapfen sie über eine 200 m lange Druckleitung das städtische Abwassernetz an. Hier herrschen ganzjährige Temperaturen von mindestens 15 °C.

Pro Stunde wird eine Wassermenge von 500.000 bis 1,4 Mio. Litern durch das System geleitet. Die Großwärmepumpen heben die Temperaturen hocheffizient auf rund 35 °C für die Einleitung in Fußbodenheizungen und Deckenstrahler an. Im sommerlichen Kühlbetrieb wird die Wärme aus dem Haus umgekehrt ins Abwasser geleitet.

Bei ihrer Installation 2011 zählte die Ochsner-Anlage zu den größten und innovativsten ihrer Art in Europa. Sie reduziert den CO2-Ausstoß in dem Ikea-Energiesparhaus jährlich um 770 t gegenüber der Heizung und Klimatisierung mit fossilen Energien.

Ambitionierte Klimaziele im Fokus

Das schwedische Unternehmen hat bereits beim Bau des Hauses 2011 auf Wärmepumpen-Technik gesetzt, ohne staatliche Förderung und zu einer Zeit, als von der Wärmewende noch kaum die Rede war. Ikea verfolgt bis 2050 das Netto-Null-Ziel bei Treibhausgasemissionen zu erreichen. Es sieht besonders beim Heizen und Kühlen einen großen Hebel, um auf dieses Ziel hinzuarbeiten und hat bereits weitere Projekte mit Ochsner umgesetzt.

www.ochsner.com