Die SHK Innung Karlsruhe-Bruchsal engagiert sich für mehr Fachkräfte im SHK-Handwerk. Am 23. April hat sie die WERK.bank in Karlsruhe eröffnet – ein Schulungs- und Kompetenzzentrum zur Bildung im SHK-Handwerk sowie auch für andere Gewerke – und geht dabei neue Wege.


Mit dem neuen Schulungs- und Kompetenzzentrum in der Karlsruher Oststadt will die SHK-Innung Karlsruhe-Bruchsal eine Lücke im bestehenden Bildungssystem der Berufsfachschulen schließen. „Die WERK.bank ist eine Ergänzung zu den Berufsfachschulen, keine Konkurrenzorganisation“, sagte Obermeister Frank Zöller (frank-zoeller.de) bei der feierlichen Eröffnung vor mehr als 160 Gästen.
„Da wir nicht an starre Lehrpläne oder Kursangebote gebunden sind, können wir schnell und flexibel auf jeglichen Bedarf reagieren“ erklärte er weiter. Auf rund 1.000 m² wurden Seminar – und Technikräume eingerichtet, zudem gibt es einen Küchenbereich mit Lounge-Charakter und farbenfrohe, helle Räume.
Vielseitige Bildungsangebote
„Die WERK.bank wurde so konzipiert, dass sie alle Anforderungen für Theorie- und Praxisschulungen erfüllt,“ betont Innungsgeschäftsführerin Claudia Zimmerling. Sie ist führt auch die Geschäfte der angeschlossenen Fördergesellschaft SHK mittlerer Oberrhein mbH, die als Trägerin der WERK.bank fungiert. „In Zukunft werden hier das ganze Jahr über zahlreiche Kurse und Workshops angeboten, die sich an Auszubildende, Gesellen, Techniker und Meister richten“, so Zimmerling.
Im Mai findet in der WERK.bank schon der Prüfungsvorbereitungskurs für die Gesellenprüfung Teil 1 statt. Im Juni sind die Räumlichkeiten für die Prüfungen gebucht. Auch andere Events werden künftig hier stattfinden: Ersthelferkurse für die Baustelle, die Freisprechungsfeier für die Gesellen, Vorträge zum geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz, Qualifizierungskurse für Techniker und Meister sowie viele weitere Workshops, die für die SHK-Betriebe von Belang sind.
Wohlfühlcharme statt Schulatmosphäre
Knapp zwei Jahre hat es gedauert bis sich das in die Jahre gekommenen Gebäude in der Seubertstraße 8 sich in ein modernes und lichtdurchflutetes Kompetenzzentrum wandelte. „Mit Wohlfühlcharakter“, sagt Claudia Zimmerling. “Uns war es wichtig, dass keine sterile Schulatmosphäre herrscht. Die Leute sollen sich bei ihrer beruflichen und auch persönlichen Weiterentwicklung gut aufgehoben fühlen, fast wie in einem Wohnzimmer.“
WERK.bank offen für andere Gewerke
Auch Gästen der Innung sollen künftig von dem Kompetenzzentrum profitieren können. „Perspektivisch ist es so, dass gewerkübergreifende Markteilnehmer oder engagierte Betriebe und Unternehmen die WERK.bank nutzen können: das können betriebseigene Schulungen sein oder die Vorstellung neuester technischer Errungenschaften und ihr Handling,“ sagt Aeneas Kleiner, Vorstandsmitglied der SHK-Innung Karlsruhe-Bruchsaal (kiebelstein.de).
Besonderes Lob erhielt die WERK.bank vom Ehrengast Peter Haas, dem Hauptgeschäftsführer Handwerk BW: „Sie haben hier ein tolles Konzept auf die Beine gestellt. Das gesamte Handwerk braucht genau solche Impulse!“ Für die SHK Innung ist das Ansporn und Verpflichtung zugleich. Für sie zähle der Netzwerkcharakter, nur so können man gemeinsam etwas bewegen.