Mit einem Wärmepumpen‑Demonstrator auf seinem Firmenstandort in Landshut zeigt ebm‑papst, wie sich zentrale Komponenten und Technologien zu einem integrierten Gesamtsystem verknüpfen lassen. Das funktionsfähige System vereint zentrale Innovationen des Unternehmens und dient als Referenz‑ und Entwicklungsplattform für die Wärmepumpenbranche.

Der Standort Landshut ist Sitz der globalen Division Heiztechnik von ebm‑papst. Das Unternehmen bereitet sich hier in einer Transformation auf den Zukunftsmarkt Wärmepumpe vor und baut seine Kompetenzen in zentralen Technologiefeldern gezielt weiter aus. Dazu gehört auch die neue Referenz- und Entwicklungsplattform „Wärmepumpen-Demonstrator“.
Zur offiziellen Inbetriebnahme des Demonstrators am 9. Juli 2026 besuchte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder das Kälte‑Innovationszentrum von ebm-papst in Landshut. „Hightech und Technologie machen unsere Wirtschaft stark“, betonte Söder.
Wärmepumpen-Demonstrator im Porträt
Der Demonstrator bildet zu Entwicklungs- und Referenzzwecken eine funktionsfähige Luft‑/Wasser‑Wärmepumpe in Monoblock-Bauweise ab. Diese arbeitet in einem Zusammenspiel von Ventilator, Verdampfersystem, Kältekreis und Elektronik. ebm‑papst integrierte in den Demonstrator neben lufttechnischen Komponenten auch zentrale Subsysteme wie Inverterelektronik, Kältesteuerungseinheit sowie HighSpeed‑Turboverdichter in ein abgestimmtes Gesamtkonzept.
„Wer die Wärmepumpe der Zukunft mitgestalten will, muss das Gesamtsystem verstehen“, erläutert Geschäftsführer Dr. Hannes Säubert. „Der Wärmepumpen-Demonstrator schafft dafür die Grundlage. Er hilft uns, Systemkompetenz aufzubauen und unsere Kunden künftig noch stärker als Entwicklungspartner auf Augenhöhe zu begleiten.“
Technik im Inneren: Systemintegration im Fokus

Technisch kombiniert das System einen Ventilator mit Microchannel‑Verdampfer, bei dem die Luft aktiv durch den Verdampfer geführt wird. Ergänzt wird dieses Konzept durch den kompakten HighSpeed‑Turboverdichter CompaNamic von ebm-papst und eine Inverterelektronik, die das Unternehmen für die sehr hohen Drehzahlen eines Turboverdichters entwickelt hat. Der Verdichter arbeitet dabei ölfrei, reduziert Vibrationen und verbessert den Gesamtwirkungsgrad im System.
Die integrierte Inverterelektronik von ebm-papst ermöglicht eine präzise, hochdynamische Ansteuerung bei ebenfalls sehr hohem Wirkungsgrad. Unterstützt wird dies durch eine intelligente Kältekreisregelung, die Aktoren und Sensoren vernetzt und über Modbus kommuniziert.
Ausgelegt ist der Demonstrator auf eine Heizleistung von 23 kW bei Warmwassertemperaturen bis 70 °C und einem Einsatzbereich von −10 bis +30 °C. Als Kältemittel kommt Propan (R290) zum Einsatz.
Transformation der Heiztechnik
„Die Wärmewende verändert unseren Markt grundlegend und stellt die Branche vor große Herausforderungen. In Landshut bauen wir deshalb gezielt Kompetenzen für die Heiztechnik der Zukunft aus“, sagt Dr. Klaus Geißdörfer, CEO der ebm‑papst-Gruppe. „Der Wärmepumpen‑Demonstrator ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg.“
Mit dem Demonstrator und der Einbindung in das Kälte-Innovationszentrum schafft ebm‑papst eine Entwicklungsumgebung, in der reale Betriebsbedingungen abgebildet werden können. Ziel ist es, Herstellern der Heizungs- und Klimatechnik umfassende Systemkompetenz bereitzustellen und die nächste Generation von Wärmepumpen effizienter, leiser und kompakter zu gestalten.