BTGA-Branchenbarometer Herbst 2026

Der BTGA präsentierte im Rahmen seines TGA-Wirtschaftsforums die Ergebnisse seines Branchenbarometers für den Herbst 2026. Der Markt befindet sich in einer Übergangsphase.

Pressekonferenz zum BTGA-Branchenbarometer Herbst 2026 in Berlin: Franz Rebmann, Referent des BTGA, Marcel Dresse, B + L Marktdaten GmbH, BTGA-Präsident Jan Opländer und Frank Ernst, Hauptgeschäftsführer des BTGA (v. l.).
Pressekonferenz zum BTGA-Branchenbarometer Herbst 2026 in Berlin: Franz Rebmann, Referent des BTGA, Marcel Dresse, B + L Marktdaten GmbH, BTGA-Präsident Jan Opländer und Frank Ernst, Hauptgeschäftsführer des BTGA (v. l.). – © ja / BTGA e. V.

Der BTGA – Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung e.V. hat im Rahmen des TGA-Wirtschaftsforums 2026 in Berlin sein Branchenbarometer für den Herbst 2026 vorgestellt. Die bisher als Herbstgutachten bekannte Analyse zeigt:

Der Markt befindet sich weiterhin in einer Übergangsphase. Während sich der großvolumige Wohnbau langsam erholt, bieten sich im Nichtwohnbau Chancen in einzelnen Marktsegmenten – insbesondere im öffentlichen Bau. Maßnahmen im Gebäudebestand werden weiterhin konstant nachgefragt.

Nichtwohnbau dominiert bei erstellten Flächen

Gemessen an den erstellten Flächen in Quadratmetern dominiert der Nichtwohnbau den deutschen Hochbau deutlich. Die Bauinvestitionen im deutschen Nichtwohnbau (Neubau und Bestand) beliefen sich 2025 auf 78,9 Mrd. Euro. Im großvolumigen Wohnbau lag das Investitionsvolumen dagegen bei 10,8 Mrd. Euro.

Für die Jahre 2026 und 2027 werden steigende Investitionen im Wohnbau prognostiziert, während sich die Investitionen im Nichtwohnbau voraussichtlich rückläufig entwickeln werden.

Zwei Drittel der Investitionen im Bestand

Das Branchenbarometer zeigt zudem, dass rund zwei Drittel der Bauinvestitionen im Jahr 2026 auf den Gebäudebestand entfielen. Hier waren die Investitionen im Nichtwohnbau mehr als sechsmal so hoch wie im großvolumigen Wohnbau. Eine wesentliche Rolle haben dabei die Wartung und Instandhaltung technischer Anlagen gespielt.

Deckblatt des BTGA-Branchenbarometers Herbst 2026
Deckblatt des BTGA-Branchenbarometers Herbst 2026. – © BTGA e. V.

Rund 2,2 Mio. Nichtwohngebäude in Deutschland müssen hinsichtlich ihrer Energieeffizienz überprüft und bei Bedarf energetisch ertüchtigt werden, um bis zum Jahr 2045 auch im Nichtwohnbau Klimaneutralität zu erreichen. Diese Gebäude stehen daher besonders im Fokus energetischer Sanierungsmaßnahmen und eröffnen den TGA-Fachbetrieben ein erhebliches Marktpotenzial. Für 2027 wird prognostiziert, dass Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen an Bedeutung gewinnen. Im großvolumigen Wohnbau dürfte sich hingegen insbesondere der Neubau positiv entwickeln.

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