Bundesverband Wärmepumpe begrüßt Heizungsgesetz

Die Verabschiedung des Gebäudeenergiegesetzes (Heizungsgesetz) letzte Woche gibt den Startschuss für die Wärmewende. Allerdings betont der BWP, dass das GEG durch Klarstellungen zur künftigen Heizungsförderung und durch eine klimagerechte Ausgestaltung der Energiepreise wirkungsvoll flankiert werden muss.

Dr. Martin Sabel, Geschäftsführer Bundesverband Wärmepumpe BWP e. V.
Dr. Martin Sabel, Geschäftsführer Bundesverband Wärmepumpe BWP e. V. zum Beschluss GEG:“ Viele Menschen stehen aber jetzt vor dem Heizungstausch und brauchen Orientierung, welches Heizungssystem für ihr Zuhause zukunftssicher ist“. Dieses sollte in die Reformierung des BEG einfließen. Auch ein Wärmepumpen-Stromtarif wäre zielfördernd. – © BWP

„Es ist wichtig, dass der Gesetzesrahmen für den Heizungstausch jetzt steht. Für die Wärmewende aber kann dies erst der Startschuss sein. Das Heizungsgesetz kündigt Verpflichtungen zum Einsatz von erneuerbarer Wärme an, die vor allem ab den Jahren 2026/28 gelten sollen. Viele Menschen stehen aber jetzt vor dem Heizungstausch und brauchen Orientierung. Welches Heizungssystem ist für ihr Zuhause zukunftssicher und führt zur Klimaneutralität.“, so Dr. Martin Sabel, Geschäftsführer Bundesverband Wärmepumpe e.V (BWP).

Wärmepumpen-Branche hat schon viel investiert

Neben der kommunalen Wärmeplanung komme deswegen der anstehenden Reform der Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG) große Bedeutung zu. Dies sei für die Branche auch deswegen wichtig, weil die Nachfrage nach Wärmepumpen zuletzt stark eingebrochen sei.

Die Ankündigungen einer erhöhten Förderung hätten dazu geführt, dass Gebäudeeigentümer Investitionen aufschieben, bis die Förderkonditionen der BEG feststehen. Der BWP verweist auch darauf, dass die Wärmepumpenbranche im Vertrauen auf die Ankündigungen zum GEG massiv in Produktionskapazitäten investiert hat.

„Es ist verständlich, dass niemand schlechter gestellt werden will, weil er oder sie klimafreundliche Investitionen bereits in diesem Jahr angeht. Die Bundesregierung muss dafür eine Lösung finden. In jedem Fall aber sollte die BEG schnellstmöglich verabschiedet werden.“, sagt Dr. Sabel.

Nach Heizungsgesetz jetzt Förderung anpassen

Deshalb seien Anpassungen am vorliegenden Förderkonzept notwendig. Die neue Förderung bewirkt für viele Gebäudeeigentümer positive Auswirkungen in Form von höheren Subventionen. Dies ist längst nicht in allen Fällen so. Aufgrund der Ankündigung, dass die förderfähigen Investitionskosten halbiert werden sollen, könnten sogar hohe prozentuale Fördersätze zu einer vergleichsweise niedrigeren Förderung führen.

Niedrigerer Strompreis für Wärmepumpe

Weiteren Handlungsbedarf sieht der BWP bei den Energiekosten: „Es ist für uns unverständlich, warum man monatelange Kontroversen über das GEG führt, aber relativ einfach umzusetzende Maßnahmen wie eine Entlastung des Strompreises nicht längst auf den Weg gebracht wurden.“

Eine Absenkung der Stromsteuer auf das europarechtlich zulässige Minimum sowie eine Reduktion der Mehrwertsteuer könnten den von Wärmepumpen genutzten Strom um 4-6 Cent entlasten. Das wäre ein wichtiges Zeichen dafür, dass die Koalition den Wechsel von fossilen zu erneuerbaren Energien langfristig unterstützt.

„Der deutsche Strommix wird bereits zur Hälfte aus erneuerbaren Energien erzeugt. Jetzt muss für alle klar werden, dass der Wechsel von Gas zu Strom nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll ist. Deswegen erwarten wir von der Koalition, dass sie den Strompreis nicht nur für die Industrie unter die Lupe nimmt, sondern auch für gerechte Entlastungen für private Verbraucher sorgt, “ so der BWP-Geschäftsführer.

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