2024 wird ein schwieriges Jahr für die SHK-Branche und damit auch für den Haustechnik-Großhandel in Deutschland. Die anonyme Daten-Erfassung aus den Reihen der Mitglieder des Bonner Verbands DG Haustechnik ist hierfür ein valider Beleg.

Die in der Grafik 1 dargestellten kumulierten Ergebnisse für das 1. Halbjahr 2024 zeigen im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 14,9 % über alle Produktbereiche. Insbesondere die Warengruppe Heizung kann nicht gegen die Rekordmonate Januar bis Juni 2023 bestehen. Hier dürfte nach der Einschätzung des Verbands erst ab dem Spätherbst, bei Wärmepumpen bekanntermaßen der Beginn der Verunsicherung und damit einhergehend der zunehmenden Kaufverweigerung der Endkunden, eine Wende eintreten.
Monatsvergleich
Inwieweit die Bereiche Installation und Sanitär vor der Wand sich im Vergleich zum Vorjahr in der zweiten Jahreshälfte positiver präsentieren, sei Spekulation. Das zweite Chart, dass die Monate zum Vorjahresmonat in den direkten Vergleich setzt, zeigt aber, es gibt Monate mit positivem Vorzeichen in diesen Warengruppen. Hier waren die Vergleichszahlen aus dem vergangenen Jahr nicht auf solch einem Rekordniveau wie im Heizungssegment.

Zur Einordnung
Die im DG Haustechnik organisierten Mitglieder bilden 90 % des SHK-Großhandels-Umsatzes in Deutschland ab. 50 % des Heizungsumsatzes in Deutschland werden über den SHK-Großhandel an das Fachhandwerk geliefert. Bei Sanitär beträgt der Anteil bei ca. 70 %.
Der Deutsche Großhandelsverband Haustechnik e.V. (DG Haustechnik) ist Sprachrohr des deutschen Haustechnik-Großhandels, der ein Bindeglied zwischen Herstellern und Handwerkern darstellt. Die Mitgliedsunternehmen liefern und konfigurieren unter anderem Produkte für die Wärmewende, zur Sicherung der Trinkwasserqualität sowie hochwertige Sanitärprodukte.